Gang Wars


»Do you really think New York is a nice, innocent city?
Without criminals and gangs?
Haha, you wish.«


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Es ist nichts Neues, dass die South-Lemons sich mit allen möglichen Leuten anlegen. Aber hier in der Stadt New York regiert nun einmal die 13th Street Gang.
 
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 Leila Cassiel

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AutorNachricht
Leila Cassiel
Fly
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Anmeldedatum : 10.08.14
Alter des Charakters : 16 Jahre

Verzeichnis
Charaktere:
Gang des Charakters: The Outsiders
Charakter-Rang:

BeitragThema: Leila Cassiel   So Aug 10, 2014 1:30 pm

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Leila Cassiel
„Vertraue einem Menschen nur, wenn du stark genug bist, die Enttäuschung zu ertragen.“

BASICS

Rufname:So gut wie Niemand kennt ihren wahren Namen, im Straßenleben kennt man sie ausschließlich als Fly
Alter:vor kurzem wurde sie 16 Jahre alt
Geschlecht: weiblich
Nationalität:Eigentlich gehört sie keiner Nationalität an, doch wenn sie eine nennen müsste wäre das wohl schlichtweg amerikanisch
Sexualität: hetero
Beruf/Rang: Einen wirklichen Beruf hat sie nicht, Diebin, Spionin... sie ist alles, was man gerade so braucht. Auch einem Rang kann man ihr nicht klar zuordnen, sie gehört den Outsidern an, doch sie ist nur teilweise Ally und teilweise Victim.
Beziehungsstatus: single


LOOKS

Körpergröße: 1,59 m
Gewicht: rund 40 kg
Statur: zierlich, klein, zerbrechlich
Beschreibung: Wenn man das Glück hat und ihr auf der Straße begegnet, könnte man sie ebenso gut mit einem Jungen verwechseln  und das liegt keinesfalls an ihrem Aussehen. Es liegt eher an der Kleidung, die Leila das ganze Jahr über trägt. Im Winter besteht diese auf jeden Fall aus einem ihr viel zu großen Mantel, unter dessen Kapuze man nur leichte Silhouetten ihres Gesichtes erkennt. Oder aber, sie trägt über der langen Hose einen dicken Pullover, bei dem das gleiche gilt wie bei dem Mantel, man erkennt sie einfach nicht. Doch sollte sie sich im Sommer einmal dazu überreden, etwas luftigeres anzuziehen, bemerkt man erst wirklich wen man vor sich hat. Man erblickt ein wunderschönes Mädchen, deren weibliche Rundungen sonst unter den großen Klamotten versteckt werden. Schüchterne, große Augen blicken ihr Gegenüber an, deren Farbe man nicht wirklich einordnen kann. Unter den Kapuzen wirken sie meist schwarz wie die Nacht, doch wenn die Sonne hell in die Seelenspiegel scheint oder man einfach genau hinsieht, lange genug Zeit dafür bekommt, bemerkt man ihre wahre Farbe: ein dunkles blau, welches ebenso tief wie der Ozean scheint und in denen man sich sofort verlieren könnte. Nur wenige, bernsteinfarbene Punkte zeichnen sich in diesem Bild ab, die die dunkle Farbe aber nur noch unterstreichen und ihnen etwas noch mystischeres verleihen.
Eingerahmt werden diese Seelenspiegel von dichten, schwarzen Wimpern, die einen starken Kontrast zu ihrer ziemlich hellen, wohl eher blassen Haut darstellen. Gleich unter ihrer kleinen Nase sieht man die geschwungenen, rosafarbenen Lippen, bei denen ein Lächeln das kostbarste Geschenk wäre.
Ihr schmales und zartes Gesicht wird eingerahmt von dunklen, von Natur aus roten Haaren, die meist glatt, manchmal aber auch in sanften Wellen bis zur Mitte ihres Rückens verlaufen.
Im Generellen wirkt ihr gesamtes, zierliches Aussehen wohl eher wie das eines  Engels,  doch nicht ohne Grund trägt sie meist diese langen Klamotten, denn viele, kleinere und ziemlich große, Narben trägt ihre blasse und sonst makellose Haut, die man jedoch nur erkennt wenn man auch wirklich weiß, dass  sie existieren. Wenn man es jedoch weiß, sollte auch bekannt sein, dass sie diese Narben nur selbst nicht sehen will, und genau aus diesem Grund solche Kleidung trägt, auch aber weil sie durch die Narben nur noch verletzlicher und hilfsbedürftiger wirkt.
Doch den meisten wird wohl sowieso der Blick auf sie verwehrt werden, denn entweder sehen sie sie nicht einmal, oder aber sie ist nicht zu erkennen und nur vereinzelte, kleine Strähnen hängen aus ihrer Kapuze heraus.


CHARACTERISTICS

Stärken:
+spionieren
+einbrechen
+rennen
+bewegt sich fast immer lautlos
+scheint ungefährlich und wird dadurch unterschätzt
+gewinnt fast sofortig das Vertrauen von Anderen
Schwächen:
-kämpft nicht
-physisch mehr als schwach
-ziemlich schreckhaft und ängstlich
-vertraut eigentlich niemandem, wenn dann nur ganz schwer
- hat ein zu gutes Herz ( würde selbst ihren Feinden helfen wenn sie dringend Hilfe benötigen)
-ist leicht einzuschüchtern und zu erpressen
Interessen:
+ihre Freiheit
+allein sein, ihre Ruhe haben
+ stille Nächte, in denen keiner sie stört
+ Leute, die ihr ihre Freiheit lassen und sie nicht bedrängen
+das Straßenleben
+ Menschen, denen sie wirklich vertrauen kann
+ so gut wie alle Tiere, da die in ihrem Blick noch ein reines Herz haben und nicht nur von Geld und Macht getrieben sind wie die Menschen
Desinteressen:
- große Menschenmassen
- Feuer und die damit verbundene, große Angst
- irgendwie eingeengt zu werden, erpresst zu werden
- Brutalität
- ihre Vergangenheit und Einsamkeit
- in Sachen reingezogen zu werden, mit denen sie nichts zu tun hat
Ängste:
Viele würden behaupten sie hätte durch ihr Verhalten Androphobie (- Angst vor Männern) und damit verbunden auch Aphenphosmophobie (- Angst vor Berührungen) doch genau kann dies Niemand außer ihr selbst sagen, und sie wäre schön blöd es zu verraten.
Ganz klar jedoch hat sie Arsonphobie (- Angst vor Feuer).
Persönlichkeit:
Leilas Charakter ist wohl ziemlich kompliziert und kaum einer wird sie je gänzlich verstehen, da wahrscheinlich niemand sie je wirklich kennen wird.
Im 'normalen' Leben wird man sie wohl kaum antreffen, da sie dort einfach nicht existiert. Es gibt keine Leila Cassiel, sie starb bei einem Feuer, wie früher erzählt wurde.
Heute ist sie, um es kurz zu beschreiben, ein Mythos. Auf der Straße wird oft von Fly gesprochen, einer zuverlässigen Quelle bei so gut wie allem. Sie besitzt kein Handy, wenn man sie also erreichen will, muss man es auf anderem Wege versuchen. Zum Beispiel fragt man einfach bei einigen Schmugglern oder Händlern nach, dann wird sie aufmerksam auf denjenigen, doch sie selbst entscheidet ob sie sich demjenigen dann zeigt oder nicht, und wenn, dann sowieso nicht in der Öffentlichkeit. Fly zu suchen wäre sinnlos, denn sie scheint jede Ecke, jedes noch so kleine Versteck in der Stadt zu kennen, und bisher hatte es keiner geschafft sie aus diesen Verstecken zu locken, ohne dass sie es wollte oder aber überrascht wurde. Sollte man doch das Glück besitzen und sie tagsüber sehen, wird man sie wohl kaum als Fly erkennen, schließlich weiß niemand, der sie nicht kennt, so genau wie sie denn aussieht. Einige wissen nicht einmal, ob sie männlich oder weiblich ist. Am Tage ist sie dann meist als 'Schatten' anzusehen, zumindest so schnell wie sie sich bewegt, so unauffällig wie sie durch die Gassen schleicht und schließlich vielleicht auch einfach auf einem Dach verschwindet.
Wenn man ihr dann wegen eines Auftrages gegenübersteht, sieht man vor sich eine ziemlich stille und in sich gekehrte Persönlichkeit, die nur redet wenn sie es wirklich muss. Doch es muss nur ein lautes Geräusch in der Nähe zu hören sein, ein einfaches Lachen reicht da selbst schon aus, und schon wird sie nervös und erschrickt sich.
Doch erst wenn man sie näher kennenlernen sollte, blickt man hinter diese stille Fassade zu der schüchternen und gedankenverlorenen Leila hindurch, die eher ängstlich mit Worten umgeht und ziemlich schnell durch einfache Dinge verunsichert wird. Und doch merkt man ihr schnell ihr völlig sanftes Gemüt an, mit dem sie keiner Fliege etwas zuleide tun könnte. Denn eigentlich gleicht Leilas Charakter wahrlich dem eines Engels: die sanften und für ihr Alter meist zum Nachdenken bringende Worte, der warme Blick - dem sie kaum einem Menschen schenkt. Es ist schwer zu beschreiben, wie sie wohl als nächstes reagieren wird, und doch sieht man meist ein Glitzern in ihren Augen, welches von tiefer Einsamkeit und auch Angst spricht, die sie wohl kaum Jemandem anvertrauen würde.
Und doch zeigt sie auch auf der Straße einige Angewohnheiten, die genau belegen dass sie nie so sicher ist wie sie scheint, das niedliche Schieflegen ihres Kopfes bei einer Frage gehört auch mit zu den Dingen, die sie eigentlich nicht wirklich zeigen möchte, aber so gut wie jedes Mal passiert es dennoch.
Und doch arbeitet sie bei Aufträgen mehr als konzentriert und führt diese immer zur Zufriedenheit des Kunden aus, verdrängt dabei einfach ihre Angst und fokussiert nur die Aufgabe und ihre Umgebung. Leider aber haben schon manche Kunden ihre Schreckhaftigkeit bemerkt und nutzen dies aus, erpressen und Angst machen kann man ihr ja einfach genug. Doch ihr gutes Herz hat sie in all der Zeit auf der Straße noch immer nicht verloren, sodass sie mit diesem einfach nicht auf die Straße zu passen scheint, auch weil sie sich so oft in Gefahr begibt. Nicht etwa weil sie leichtsinnig wäre, nein, einfach weil sie nicht tatenlos zusehen kann und eingreifen muss, wenn Jemand Hilfe braucht. Sonst aber ist sie ziemlich intelligent, scheint sich alles aus ihrer Umgebung einzuprägen und immer auf dem neusten Stand im Gang- und Straßenleben zu sein - einige behaupten sogar sie hätte ein fotografisches Gedächtnis.
Aber genau belegen kann man bei ihr nichts, nur dass sie alles und jedem hilft... um ehrlich zu sein würde sie durch ihre Liebe zu Tieren auch jeden Streuner bei sich aufnehmen, obwohl sie nicht mal genug Geld für sich selbst hatte. Meist zeigte sich auch in ihren immerzu sanften Augen nur unter genau solchen Tieren das warme Leuchten, welches sonst zu verschwinden scheint, sobald Menschen in ihre Nähe kommen.
Und auch wenn Fly unter den meisten wohl eher den Beschützerinstinkt weckt, durch ihr fast schon hilfloses Aussehen, so wurde sie oft genug bedroht und erpresst... und trotz dessen, dass sie sich wehren könnte, hat sie es sich bis jetzt nie getraut. Mit Messern konnte sie umgehen, warf diese mehr als Perfekt und traf immer genau dorthin, wo sie zielte... aber sie benutzte sie nicht gegen ein Lebewesen, das könnte sie einfach nicht. Auch würde sie niemals freiwillig eine Pistole in die Hand nehmen, um Himmels willen, nein! Eher lässt sie sich selbst erschießen, als auf Andere zu zielen...
aber auch sonst hatte sie mehr als genug erkennbare Schwächen, sie konnte überall einbrechen wo sie wollte, wurde dabei jedoch noch nie entdeckt, aber wenn es um irgendwelche Computer oder Handys ging, würde sie nicht mal wissen, wie man diese anschaltete. In ihren Augen hatte sie dies jedoch auch nicht nötig, auch wenn sie sich oft genug dafür schämte, nichts darüber zu wissen...
Im großen und ganzen bleibt Fly jedoch ein Rätsel für jeden, ganz erkenntlich aber auch ein gebranntes und gezeichnetes Kind der Straße, wie einige es wohl ausdrücken würden.
Besonderes:
Es ist allein schon besonders, dass sie scheinbar nicht existiert. Auf keiner Website, einfach nirgendwo, ist etwas über Fly zu finden. Und auch wer ihren wahren Namen kennt, wird maximal einen Zeitungsartikel lesen können, in dem sie gestorben ist.


PRESENT

Banden-/Gebietszugehörigkeit: The Outsiders, victim/Ally
*Einstellung zur anderen Gang: eher neutral, hat aber schon mehr Respekt, wenn nicht sogar Angst vor der 13th Street Gang
Ziele: Überleben
Freunde: so gut wie Niemand
Feinde: Ziemlich viele, wenn man die bedenkt die sie erpressen
Haustiere:
Als wirkliche Haustiere könnte man sie wohl nicht benennen, mehr Mitbewohner, wenn man bedachte wo Fly lebte. Wegen ihrem großen Herz hatte sie dort zwei Junge Katzen aufgenommen und aufgezogen, bis sie alleine durch kamen und sich ihre Beute jagten, den blinden Morle und seine Schwester Merle, wie sie die beiden liebevoll benannt hatte.
links Merle, rechts Morle:
 
Außerdem ließ sich regelmäßig die Hundedame Hope blicken, mit ihrem hinkenden Bein hatte sie sich einfach bei ihr eingenistet und bekam des Öfteren auch etwas zu Fressen, auch wenn Fly kein Geld dazu hatte.
Hope:
 



PAST

Verwandte:
Mutter: unbekannt
Vater: unbekannt
Geschwister: höchstwahrscheinlich ein Junge, dessen Name jedoch anderen unbekannt ist (tot)
Andere: /
Vergangenheit:
Es war ein eiskalter Wintertag, als ein alter Mann spazieren ging und in dem reinweißen Schnee einen dunklen Fleck erkannte. Zwei Kinder lagen dort reglos am Boden, ein Junge, nicht viel älter als zehn Jahre, und ein kleines Mädchen, vielleicht um die 2 1/2 Jahre. Beide hatten die Augen geschlossen, nur das Mädchen krallte sich so fest sie konnte an den Jungen, scheinbar wohl ihr Bruder. Stumme Tränen liefen ihre Wange hinab, doch sie schrie nicht... nicht mehr. Der Junge selbst rührte sich nicht, hatte seine Arme nur beschützend und doch viel zu locker um den Körper des Mädchens gelegt. Von diesem Bild, was sich ihm bot, erschüttert, lief der alte Mann zu den beiden.
"Hey, ihr da! Steht auf, sonst erfriert ihr noch!" waren die einzigen Worte, die er mit sanfter Stimme sprach, bevor er sich zu den beiden kniete. Erst jetzt fiel ihm auf, was er schon längst hätte merken müssen, der Junge atmete nicht mehr! Vorsichtig hob er den Mantel an, mit dem das kleine Mädchen, und somit auch der Junge verdeckt wurden, und erschrak. Beide sahen schwer verletzt aus, sofern er es sehen konnte hatte der Junge jedoch fast alles abbekommen. Er... hatte das Mädchen beschützt, so wie es schien
Fast sofort kramte der alte Herr sein Handy heraus und wählte den Notruf, wenige Minuten später schon waren sowohl die Polizei, als auch ein Krankenwagen in der Nähe. Festgestellt wurde jedoch nur, dass der Junge tot war, das Mädchen wurde derweil behandelt, obwohl sie sich nicht von ihrem Bruder lösen wollte. Um ihren Hals hing schon damals eine interessante Kette, fein geschwungen, mit einem glockenartigen Anhänger, der ein sanftes Geräusch von sich gab, sobald man ihn etwas schüttelte. Dies war das Einzige, was das Mädchen behalten durfte, und an diesem Tag begann scheinbar ihr Leben.
Der alte Herr entpuppte sich als Leiter eines Kinderheims, der bereitwillig das kleine Mädchen aufnahm, sobald es dieser besser ging.  Als er das erste Mal in ihre Augen sah gab er ihr den Namen Leila, da er in ihren Augen die dunkle Nacht sah und der Name genau das gleiche bedeutete. Ihren Nachnamen, Cassiel, bekam sie auch von ihm, jedoch mehr um überhaupt einen wirklichen Namen zu haben.
" Cassiel ist der Schutzengel der einsamen und Traurigen... auf das er dich dein Leben lang begleitet." So lauteten seine Worte, als er Leila anblickte und schließlich sanftmütig lächelte. Und doch blieb ihm keine lange Zeit, die Kleine zu versorgen, denn schon als sie drei wurde starb der Alte und ließ das Kinderheim allein zurück. Die Angestellten blieben noch, unter einer jungen und strengen Leitung wurde nur das nötigste getan. Immer weniger Essen bekamen die Kinder, so waren sie nach kurzer Zeit schon gezwungen auf die Straße zu gehen, etwas zu klauen oder gar zu betteln.
Auch Leila kam diesem nach, als sie noch jünger war bettelte sie einige Zeit, doch schnell merkte das schlaue Kind, dass sie so nur verachtende Blicke und leise Worte des Unglaubens bekam, sodass sie sich schnell darauf besann und ebenfalls auf das Klauen überging. Im Heim halfen Freunde sich derweil noch untereinander... doch da Leila keine Freunde hatte, wurde ihr nie geholfen, viel eher wurde sie schon damals bestohlen, ihr wurde das Essen weggenommen und nicht zu selten wurde sie einfach in den Dreck geschubst, während andere Kinder darüber lachten.
Jahre lang ging dies so, und trotz ihres einwandfreien Gedächtnisses gab das junge Mädchen immer wieder vor, keine Ahnung zu haben, wer der Junge war und wieso sie dort lagen, und doch behielt sie die Kette wie einen Schatz, trug sie immer, bei Tag und Nacht. Eigentlich hätte sie sie auch verkaufen können, sie wäre sehr wertvoll, wie einige meinten, aber dies interessierte sie nicht.
Im Heim jedoch versteckte sie die Kette immer wieder, denn die Erzieher wurden immer unerträglicher, schlugen die Kinder nun, wenn sie erfuhren, dass sie gestohlen hatten. Oft wurde Leila in dieser Zeit auch angeschwärzt, einfach weil sie die einzige war, der Niemand glaubte... doch sie überlebte die Jahre, wenn auch nicht unbeschadet.
Einschneidend war der Tag, nur wenige Wochen nach ihrem achten Geburtstag, denn mitten in der Nacht roch sie Rauch. Sie schreckte nicht aus dem Schlaf, da sie schon damals Alpträume hatte und so gut wie nie schlafen konnte. Und doch war sie etwas erschrocken aufgestanden, als ihr klar wurde, was hier vor sich ging... das Heim brannte! Ob es natürlichem Ursprung war oder ob jemand das Feuer gelegt hatte, vermag sie danach nicht zu sagen, und doch war es eigentlich egal. Damals rettete jeder sein eigenes Leben und noch heute verspürte Leila Reue, als sie daran dachte, dass sie vielleicht jemandem hätte helfen können. Doch so floh das junge Mädchen einfach aus dem Fenster, die Schnittverletzungen machten ihr wenig aus, wo sie doch bei dem dichten Rauch fast erstickt wäre. Auch die Prellungen, als sie auf dem harten Boden aufkam, machten ihr nichts aus. Keinen Moment zu spät entkam Leila anschließend dem Haus, denn schon kurze Zeit später brach es in sich zusammen. Vielleicht hätte sie warten sollen, vielleicht hätte sie nach Überlebenden suchen sollen.... doch so zog sie sich nur ihre Kapuze über und floh in den Schatten.  Fast jeder aus dem Heim starb an diesem Tag, das las sie in der Zeitung. All die Namen, die sie kannte... aber das irreale: Ihr eigener Name stand auf der Todesliste.
An diesem Tag starb Leila Cassiel so fast vollständig und jemand Neues wachte auf den Straßen auf: Fly.
Wie sie zu diesem Namen kam vermag sie heute nicht mehr zu sagen, schnell fand sie sich jedoch auf der Straße zurecht, da es kaum eine Umstellung zu dem Heim für sie war. Eine Schulausbildung genoss Fly nicht, alles, was sie wusste, beherrschte sie aus Büchern. So hatte sie schreiben gelernt und alles wichtige, was andere Kinder wohl in der Schule lernten.
Doch immer wieder verfolgten ihre dunklen Augen die Kinder in ihrem Alter, wie sie lachend mit Freunden herum alberten oder neben ihren Eltern über die Straße liefen, meist ein Lächeln auf den Lippen trugen. Der Wunsch auf ein normales Leben keimte jedoch nie wirklich in ihr auf, schließlich hatte sie keine Familie, wusste nicht einmal wie es sich anfühlte, jemandem vollständig zu vertrauen.
Fly lernte ihre Stärken schnell kennen und stärkte diese in all den Jahren, wurde immer beliebter und bekannter unter den Schmugglern und anderen Händlern. Doch in dieser Zeit begegneten ihr vor allem die Schattenseiten an diesem Leben, denen sie selbst auch nicht verschont blieb: Mord, Vergewaltigung, Erpressung waren nur weniges, was sie erleben musste.
Eines der einschneidensten Erlebnisse erlebte sie wohl mit zehn Jahren, als eine Gruppe von jungen Männern sie entdeckten und schließlich ihr Vertrauen gewannen, wie sie dies schafften wusste Fly nicht. Ihnen verrat sie wichtige Details aus der Straße, wurde ihre Spionin und Diebin für alles. Und dann, nur ein halbes Jahr später, richteten sie sie mit einigen Waffen hin und stießen sie einfach blutend in den Dreck, bevor sie gingen. Nicht dass sie sie vorher besser behandelt hätten... einfach neutral, aber dies hatte Fly dann doch nicht erwartet.
Sie hatte genug.
Immer wieder sagte sie es sich, wie ein Mantra.
Es tut nicht weh... Es tut nicht weh.... aber ein anderer Gedanke mischte sich dazu. Ich habe endlich genug davon, mich immer ausnutzen und in den Dreck schubsen zu lassen!
Und das hatte sie wirklich. Seit diesem Tage ließ sie, ein junges Mädchen, welches eigentlich noch unbeschwert durch die Welt laufen sollte, Niemanden mehr an sich heran.  Sie verstand endlich, warum sie keine Familie wollte: Es tat umso mehr weh, von jemandem verletzt zu werden, dem man vertraute... und das würde sie sicher werden, denn anders konnte Fly es sich nicht vorstellen.
Sie verschloss ihr Herz in all der Zeit, versuchte sich nie von Gefühlen leiten zu lassen... und doch, in jeder ihrer Handlungen steckte ihr Herz, dies konnte sie einfach nicht unterdrücken. Nie sah jemand ein ehrliches Lächeln auf ihren Lippen, hörte ihr  klares Lachen oder konnte in ihre fröhlichen Augen sehen... einfach, weil dies wohl kaum zu schaffen war. Wie auch? Sie war gezeichnet von all dem Erlebten, ein gebrochenes Kind der Straße... das sich dennoch nicht unterkriegen ließ. Es war wirklich erstaunlich, trotz dessen, dass sie nie aufgehört hatte mit dem Herzen bei der Sache zu sein, hatte sie ihr Leben noch immer nicht aufgegeben und lebte weiter.
In all der Zeit wurde Fly älter, erwachsener, erledigte mehr Aufträge als vorher, um über die Runden zu kommen. Irgendwann fand sie auch eine alte, verlassene Wohnung, deren Strom noch immer ging, auch wenn sie schon lange nicht mehr als wirkliche Wohnung durchging, und doch nistete sie sich dort einfach ein. So fanden auch die drei Tiere zu ihr, die sie noch immer versorgte, sich selbst dabei jedoch eher vernachlässigte
Den beiden Gangs begegnete sie in all der Zeit schon ziemlich oft, auch wenn es sie wundern würde wenn sich Jemand an ihren Namen erinnern würde, und trotzdem wurde sie schon oft von Händlern der 13th erpresst  und verspürte so großen Respekt vor dieser Gang . Doch es würde sie nicht wundern nun von beiden Gangs zu hören und Aufträge zu bekommen, ob nun gezwungen oder nicht, denn schließlich konnte sie alles herausfinden, was man denn so wissen wollte und einem solch unschuldig wirkendem "Kind" misstraute man nicht so sehr wie den meisten, mysteriösen Leuten auf der Straße.

Codewort: *gesehen*

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Charlie Fillion
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Gang des Charakters: 13th Street Gang
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BeitragThema: Re: Leila Cassiel   So Aug 10, 2014 1:40 pm

Angenommen! Lobenswert, gefällt mir ausgesprochen gut :)

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Leila Cassiel
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