Gang Wars


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 Suburb

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BeitragThema: Suburb   Di Jun 17, 2014 4:25 pm

das Eingangsposting lautete :

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© Maxim Trudolubov »Neglected«, Quelle: piqs.de (Some rights reserved)

Die Vorstädte liegen nun gänzlich unter der Hand der South-Lemons. Sie sind zwar deutlich kleiner als die Innenstadt, aber für eine Nebengang eigentlich ein zu großes Gebiet. Wird die 13th Street Gang am Ende doch schwächer?
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Cheza Reeves

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BeitragThema: Re: Suburb   Sa Nov 22, 2014 10:45 pm

Natürlich spürte Cheza nur zu deutlich, dass ihr Fuß verstaucht war, allein schon bei dem leichten hin und her wippen während Zac lief, aber sie ignoriert es einfach gekonnt wie eh und je und konnte schließlich nur kurz beobachten, wie Zac ihn musterte während sie von ihrem roten Fuß sprach. Gespielt ernst sah sie ihn bei dieser eigentlich rhetorischen Frage an, während sie ihm einfach nur mit einem “Natürlich nicht“ antwortete und anschließend wieder grinsen musste. "Außerdem hat das nichts mit Optimisdings zu tun, es war einfach nur eine reine Feststellung. Oder findest du etwa, dass das rot hässlich aussieht?" redete sie auch gleich munter weiter, während sie einfach ignorierte wie ernst seine Stimme klang - dies war sie ja schließlich schon gewohnt und wusste auch, dass er sie damit nicht bemängeln wollte. Schließlich wank sie jedoch dieses Thema mit einem leichten Kopfschütteln einfach wieder ab. "Aber egal, du scheinst ja eh Angst vor Farben zu haben wenn man so deine Wohnung anschaut... ob das eine Krankheit davon gibt? Die Angst vor Farben, Angstroritis oder so..." beendete sie dieses Thema schon mehr, da sie einfach wusste dass Zac wohl nichts mehr zu ihren ausgesprochenen Gedanken sagen würde sondern es einfach nur mit einem Schnauben oder Schmunzeln beantworten würde. Oder aber er würde es ganz sein lassen, da sie einfach in seiner Hinsicht ein hoffnungsloser Fall wäre.
Als sie jedoch kurz darauf von der Sache mit Naya Blacksmith begonnen hatte und auch schon hörte wie er ihren Namen aussprach um sie zu unterbrechen, ahnte sie nicht gerade etwas sehr positives. Bei seinem deutlich sarkastischem Kommentar grinste die Brünette dann dennoch wieder breit, auch wenn sie schließlich bei seinem leicht genervten Blick wieder lachen musste.
"Ach Zac, ich weiß doch dass du mich niiee einfach so fallen lassen würdest." grinste sie ihn anschließend einfach nur offen an, bevor sie den Kopf etwas schüttelte und wieder richtig in seine Augen blickte. "Aber jetzt mal ehrlich, du musstest mich damit so sehr schocken und verstören - ich werde dieses Bild nie wieder aus meinen Gedanken bekommen - also darf ich ja jetzt wohl Witze darüber machen." stellte Cheza nur klar, wobei ein amüsiertes Schmunzeln auf ihren Lippen blieb. Der Brünetten war schon bewusst, dass es auf der Straße irgendwann einfach wieder aus den Gesprächen verschwinden würde, aber so schnell würde sie dieses Bild einfach nicht verdrängen können. Dafür war es zu verstörend gewesen.
In ihren Gedanken merkte Cheza nicht einmal wie Zac bei seinem Auto ankam, bis er daneben stehen blieb und die Brünette kurz etwas irritiert zu ihm hoch blickte - genau so lange bis sie aus den Augenwinkeln das Auto sehen konnte und ihr so klar wurde warum er stehen geblieben war. Was sie jedoch viel mehr irritierte war dieses leichte Rümpfen seiner Nase, was ihrer Meinung nach etwas zu amüsiert wirkte. Was war auch so lustig? Diese Frage sollte sich jedenfalls schnell geklärt haben, denn schon kurz darauf wurde Cheza einfach so von Zac über dessen Schulter geworfen - wenn auch wirklich vorsichtig - und fand sich nun in einer völlig neuen Sichtweise wieder. Leise blinzelnd blickte sie sich kurz einmal um, während sie die Luft aus ihren Lungen stieß und anschließend fast schon empört schnaubte. "Zac! kam es anschließend fast schon anklagend über ihre Lippen, auch wenn man hören konnte wie sie langsam wieder schmunzelte. [/b]"Du kannst mich doch nicht einfach so über deine Schulter werfen wie einen Sack alte Kartoffeln![/b] Währenddessen konnte die Brünette lediglich hören wie leise ein Schlüssel klirrte und Zac mit diesem dann wohl auch sein Auto aufschloss, dass nächste jedoch was sie wirklich sah war wie sich ihr Sichtfeld erneut seltsam bewegte und sie spüren konnte wie sie vorsichtig auf dem Beifahrersitz abgesetzt wurde. Lächelnd lehnte sie sich entspannt an den Sitz und beobachtete einfach nur wie Zac ihre Tür wieder schloss und anschließend um das Auto herum lief, ehe er selbst einstieg. Als er jedoch das Auto nicht startete blickte Cheza ihn ein wenig fragend an, bevor sie auch schon seine tiefe Stimme vernehmen konnte. Mit einem leisen Schmunzeln nickte sie nur kurz und beobachtete wie er mit einer Hand einen leisen Rhythmus auf das Lenkrad trommelte. "Kann ich vielleicht mitkommen oder ist es etwas wi...?" sich selbst in ihrer Frage unterbrechend schnaubte sie kurz leise und verschränkte ihre Arme vor der Brust, als ihr wieder bewusst wurde warum sie hier saß und sich auch ihr Fuß mit einem dumpfen Schmerz wiedermeldete. "Natürlich kannst du mich nachher allein lassen, ich zerleg schon nicht deine Wohnung... bestimmt." meinte sie nun also stattdessen an und lächelte ihn scheinheilig und wie der Engel auf Erden an, ein ziemlich hyperaktiver Engel, aber selbst dies steckte nicht in ihrem Lächeln. Möglicherweise könnte sie ja seine Wände bunt anmalen wenn er nicht da wäre... aber ob er Farbe bei sich hatte? Natürlich würde sie diesen Gedanken niemals ohne Zacs Wissen durchführen, aber der Gedanke an und für sich war wirklich amüsant.

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Zachary Collins
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BeitragThema: Re: Suburb   So Nov 23, 2014 11:11 am

Auf Cheza's Bemerkungen hin, die sie machte, als sie noch nicht im Auto gewesen waren, hatte Zachary lediglich mit einem kurzen Schnauben geantwortet. Mit diesen Aussagen hatte er fast schon gerechnet, einfach weil es so typisch Cheza war, schlecht war das allerdings keinesfalls. Nur sagte die Brünette ab und an einfach so viel auf einmal, dass niemand überhaupt die Chance hätte, auf alles einzugehen, und so ging es auch Zac. Plus dass er ohnehin nicht zu allem etwas sagte, was allerdings nichts damit zutun hatte, dass er irgendwie genervt davon war, sondern einfach weil er zu machen Dingen nichts sagen konnte oder nichts sagen wollte. Besonders zu der weiteren Anmerkung zu Naya Blacksmith und ihm. Als sich Cheza schließlich beschwerte, als er sie einfach, und als wäre sie leicht wie eine Feder, über seine Schulter warf, konnte er sich ein kurzes, sarkastisch klingendes und dennoch belustigtes Lachen nicht verkneifen, auch wenn er eher in sich hinein lachte und es deshalb kaum hörbar war.
Und irgendwie hätte er ahnen müssen, dass Cheza fragen würde, ob sie mitkommen könnte, sobald er ansprach, dass er noch etwas zu erledigen hatte. Nicht, dass er sie nicht dabei haben wollte, auch wenn es ab und an Dinge gab, die er alleine klären musste, jedoch musste Cheza doch eigentlich selbst klar sein, wieso das nicht ging. Und bevor Zac widersprechen konnte, brach die Brünette auch schon mitten im Satz ab und stimmte ihm schließlich zu. Schließlich hatte er sie nicht umsonst durch die Straßen getragen. Wobei er nicht wusste, wie hoch ihre Überredungskünste waren, dass er das irgendwann einmal wirklich nur tat, weil sie es amüsant fand. Leicht zuckte er mit einer Augenbraue, ehe er die Luft ein sog und noch ein par Herzschläge lang in Gedanken verweilte. Irgendwo mussten sich die Outsider aufhalten, verstecken konnten sie sich schließlich nicht. Vielleicht überwiegend auf neutralem Gebiet, um den Gangs eben auszuweichen und Konfrontationen zu vermeiden, doch genau wusste es Zachary nicht - der Kontakt war schließlich vollends abgebrochen. Keine Chance, sich auch nur irgendwie zu informieren. Es gefiel ihm überhaupt nicht, wie sehr er und die Gang doch auf andere angewiesen waren, doch vermeiden ließ es sich nicht. Würde er nur schaffen, den ein oder anderen völlig auf seine Seite zu ziehen... Ideal wäre es dabei natürlich, wenn eben diese ihre Dienste ihm gegenüber wieder zur Verfügung stellen würde, denn unter Umständen würde Naya Blacksmith eine ganze Weile weiter in dem Glauben bleiben, die Outsider hätten ihren Dienst beiden Gangs gegenüber völlig eingestellt, und dann wäre Zac offensichtlich klar im Vorteil. Mit einem Kopfschütteln unterbrach er seine Gedanken und schob diese bei Seite, ehe er sich kurz räusperte und den Blick auf die Brünette richtete. "Okay. Es dauert auch nicht lange. Vorher kümmere ich mich aber erst einmal um deinen Fuß." meinte er, bevor er den Blick wieder nach vorn richtete und den Wagen schließlich startete, um loszufahren. Das Radio schaltete er dabei nicht ein, einfach weil die Fahrt sowieso nicht lange dauerte und Musik ihn meistens aus den Gedanken riss, was er eher vermeiden wollte. Außerdem, würde Cheza Musik hören wollen, würde sie das Radio einfach einschalten, das wusste er und dagegen hatte er nicht viel. Vielleicht wäre es sogar besser, er würde sich im Moment einfach weniger Gedanken um die ganzen Umstände machen, einfach weil seine Laune momentan noch recht gut war und das vielleicht auch so bleiben sollte. Auch, wenn man ihm meistens nicht wirklich anmerkte, wenn er mal entspannter war als sonst, einfach weil er schon immer ungeduldig gewesen war und so eine höhere Grundanspannung hatte. Ab und an warf er Cheza einen prüfenden Blick zu, ohne es wirklich zu merken, während er den gleichen Weg fuhr, auf dem er auch hergefahren war.

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Cheza Reeves

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BeitragThema: Re: Suburb   So Nov 23, 2014 11:38 am

Während Cheza darauf wartete, dass Zac noch etwas sagte oder vielleicht auch einfach so losfuhr trommelte die Brünette leise mit einer Hand auf ihrem Gurt herum und hing ihren Gedanken etwas nach.
Was Zac wohl noch machen müsste? Vielleicht musste er ja einfach nur weg um etwas einzukaufen... aber hätte er es dann nicht auch einfach so gesagt? Wohl nicht, aber trotzdem glaubte die Brünette einfach, dass es etwas mit der Gang oder der jetzigen Situation zu tun haben musste. Die Situation, in der sich die Gangs befanden war aber auch nicht gerade die beste, schließlich hatten die Outsider jeglichen Kontakt zu ihnen abgebrochen. Soweit Cheza es wusste, hatten sich ja nicht einmal mehr die bekanntesten Informationsquellen unter ihnen gemeldet, sondern von jetzt auf Gleich war einfach nur Funkstille. Natürlich wollte auch sie herausfinden warum dies so war und was die Outsider dazu verleitete so etwas in Gang zu setzen, auch wenn sie selbst schon viele Spekulationen darauf hatte. Auf jeden Fall glaubte Cheza, dass es etwas mit der Halloweenparty und dem dazugehörigen Mord an Skeeter Drews zu tun hatte. Outsider müsste man sein, dann wüsste man schließlich auch mehr. So aber konnte man nur darauf hoffen bald mal auf einen zu treffen, der nicht gleich verschwinden würde sobald man ihn bemerkte sondern auch mit ihnen reden würde. Jemand, der vielleicht nicht ganz hinter der jetzigen Situation stand sondern ebenfalls daran zweifelte, dass es etwas brachte.
Zacs Stimme riss sie schließlich wieder auf ihren Gedanken, während sie ihren Blick wieder anhob und ihn anblickte. Nur kurz huschte ein Lächeln über ihr Gesicht, das ganz leicht noch immer danach vorhanden blieb, während sie etwas nickte. "Ist gut... was musst du denn noch erledigen?" Sie konnte die Neugier nicht ganz aus ihrer Stimme vertreiben, aber das wollte sie auch gar nicht denn es interessierte sie wirklich warum er sie denn nachher kurz allein lassen würde. Außerdem konnte Zac ihr schließlich auch sagen wenn er es ihr nicht erzählen wollte oder es sie einfach nichts anging. Noch während der Leader anschließend den Wagen startete und derweil keine Anstalten machte das Radio anzudrehen übernahm die Brünette dies einfach für ihn und streckte ihre Hand aus bevor sie mit dieser das Radio anstellte, jedoch nicht so laut dass es nervend wurde. Wie das bei diesem Auto ging wusste sie schließlich auch schon, da Zac oft genug 'Vergessen' hatte das Radio einzuschalten und Cheza dies dann übernehmen musste. Dabei war der Brünetten nun wirklich egal wie lange sie fahren würden, denn da Zac sowieso nicht viel sagen würde und Cheza ihn nicht unnötig nerven wollte füllte Musik dann den Raum, anstatt das nur das seltsame Brummen des Autos zu hören wäre.
Nun jedoch lauschte Cheza dann einfach der Musik und lehnte sich entspannt zurück, während sie wieder ihr typisches Lächeln auf den Lippen trug und einfach wartete. Ab und zu tippte sie auch zum Takt der Musik etwas mit dem Fuß, doch nachdem sie einmal den falschen Fuß dafür genommen hatte ließ sie es dann doch lieber bleiben und versuchte so ruhig wie möglich sitzen zu bleiben, auch wenn dies bei ihr nun wirklich schwer war.
Die prüfenden Blicke, die Zac ihr hin und wieder zuwarf, bemerkte sie zwar schon, kommentierte sie jedoch nicht und beantwortete sie auch nur hin und wieder mit einem Lächeln, denn schließlich war sie es schon gewohnt dass Zac noch vorsichtiger und besorgter wurde wenn sie verletzt war. Außerdem ging es ihr ja gut und er würde dies auch sehen, also war es wohl auch nicht nötig noch etwas zu sagen.
Doch ausnahmsweise hing die Brünette sonst eigentlich mehr oder weniger ihren Gedanken nach, auch wenn sie nicht unbedingt über etwas sehr wichtiges nachdachte sondern eher unbedeutsame Themen fast schon im Minutentakt wechselten und sie nur ab und zu auf den Gedanken mit der Gang kam, diesen eher trüben Gedanken über die Outsider dann jedoch sofort wegschob und an erfreulichere Dinge dachte.

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Jules O'Brian
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BeitragThema: Re: Suburb   So Nov 23, 2014 9:43 pm

Jules war, wenn er ehrlich war, ziemlich erleichtert, dass sie überhaupt auf ihn reagierte. Immerhin hatte sie zuvor nicht wirklich so gewirkt, als hätte sie die Absicht stehen zu bleiben. Dann war es wohl doch eine gute Idee gewesen, sich einfach vor sie hin zu stellen. Auch wenn er es noch immer als sehr unhöflich empfand so aufdringlich einer jungen Dame gegenüber zu sein und das, obwohl er sich schon entschuldigt hatte. Okay, vielleicht entsprach er doch dem britischen Stereotyp. Aber man musste auch sagen, dass das hier in Amerika noch viel schlimmer auffiel, als bei ihm zuhause. Da gab es nämlich einige von den übertrieben höflichen Sorte. Auch wenn man das nie mit Freundlichkeit verwechseln sollte, denn beides auf einmal war selbst in England oder Schottland selten. Und dabei galten sie doch als die gastfreundlichsten Menschen der Welt. Zumindest sofern man der Mundpropaganda einiger Reiseführer glauben konnte. Wahrscheinlich aber eher nicht. Schließlich hatte er dort bis jetzt sein ganzes Leben verbracht und zwar waren hier die Leute weniger höflich, aber bis jetzt waren die meisten eigentlich relativ nett zu ihm gewesen. Falls das auch nur annähernd Sinn machte. Naja, musste es wohl irgendwie, denn zumindest innerlich machte es für ihn irgendwie Sinn. Und wieder ein Grund, weshalb es gut war, das nicht irgendwelche Leute Gedanken lesen konnten. Wobei er schon gern wissen würde, was die kleine Gestalt vor sich veranlasste, sich vor jemanden wie ihm zu erschrecken. Zwar war ihr Größenunterschied wirklich nicht von schlechten Eltern, aber trotzdem war er jetzt nicht unbedingt jemand, den man als angsteinflösend beschreiben würde. Seine Unsicherheit ihr gegenüber wurde aber auch nicht besser, als sie ihn bat die Tasche abzustellen, die er ihr bis jetzt auffordernd hingehalten hatte. Okay, das war nun wirklich ein bisschen sehr seltsam. Außerdem ging sie dabei auch noch einen Schritt zurück, um Abstand zwischen sie beide zu bringen. Jules schloss also schon einmal, dass sie sich wohl schnell bedrängt fühlte und den Kontakt mit anderen Menschen, oder zumindest mit ihm, vermeidete. Hoffentlich habe ich keinen so üblen Mundgeruch., schoss es ihm durch den Kopf, aber er schüttelte diesen Gedanken schnell ab. Nein, es war wohl einfach eine Eigenschaft, die sie hatte. Bis jetzt war sie aber sowieso nur ein riesiges Mysterium, weswegen er aber hoffte, dass sie sich wieder einmal begegnen würden. Aber das tat er in letzter Zeit meistens. Musste wohl daran liegen, dass er außerhalb der South-Lemons nicht wirklich viele Leute kannte. "Ähm, okay.", murmelte er dann aber einfach, ohne irgendeine seiner Fragen auszusprechen, um sie nicht zu verschrecken. Auch wenn sie ihn noch immer interessierte. Immerhin wirkte sie nicht so, als würde sie in einen Banddenkrieg hineinpassen. Wobei, der Schein könnte natürlich auch schlicht und einfach trügen. Jules beschloss allerdings, dass er darüber auch noch später nachdenken könnte, und stellte die Tasche erst einmal vor ihr ab, um dann selbst ein paar Schritte zurückzugehen. Ihren Blick erwiderte er dann auch wieder und lächelte sie weiterhin an. "Pass das nächste Mal ein bisschen besser auf sie auf. Nicht jeder wird sie versuchen dir wieder zurückzugeben.", meinte er dann freundlich und musterte sein Gegenüber noch einmal von oben bis unten. Sie trug wirklich viel zu große Klamotten. Nicht, dass er jemand war, der andere nach ihrem Äußeren beurteilte oder unglaublich heikel war, was die neueste Mode anging, aber sie wirkte nicht so, als würde sie sie einfach nur zum Spaß tragen. Vielleicht wollte sie auch einfach nicht auffallen. Wobei das mit ihrem Verhalten zumindest bei ihm eher das Gegenteil hervorgerufen hatte. Und trotz der guten Vorsätze sich ihr nicht aufzudrängen, so wollte er sie doch nicht einfach stehen lassen, hartnäckig wie er war. Mal davon abgesehen, dass die Gestalt vor ihm nicht unbedingt so wirkte, als könnte sie sich selbst beschützen. Wobei, sicher konnte man sich da nie sein. Vielleicht konnte sie ja alle möglichen strenggeheimen Kampfkünste. "Bei dir ist aber schon alles in Ordnung, oder? Nicht, dass dir etwas passiert."

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BeitragThema: Re: Suburb   So Nov 23, 2014 10:18 pm

Obwohl Fly Jules vorher noch nie in dieser Hinsicht begegnet war, so sah sie doch wie irritiert er wohl sein musste bei ihrer Bitte. Seine kurze Antwort deutete dann zwar nicht auf viel mehr hin, doch die Spionin konnte sich schon vorstellen wie viele Fragen ihm wohl nun durch den Kopf schossen. Es war ja nicht einmal verwunderlich, denn schließlich war der junge Mann noch recht neu in der Stadt und hatte solche seltsamen Gestalten wie sie wohl noch nie gesehen. Und selbst wenn er schon einmal etwas von Fly gehört hätte, so wäre es doch immer noch ein Rätsel ob er nun dadurch mehr Fragen bei ihrem Erscheinen hätte oder ob er weniger verwirrt wäre. Innerlich jedoch sehr dankbar konnte die Rothaarige anschließend beobachten wie er die Tasche abstellte und nun seinerseits ein paar Schritte zurück trat. Eigentlich hatte Fly ja vorgehabt ohne die Tasche abzuhauen, doch nun wo sie so greifbar nah war, wäre es doch wirklich schade die allesamt geklauten Gegenstände einfach so hier auf der Straße vergammeln zu lassen. Aus diesem Grund ging die zierliche Gestalt nun auch langsam und mit bewusst vorsichtigen Schritten auf die Stofftasche zu, die sie anschließend aufhob, jedoch ohne auch nur einmal den Blick von der Gestalt vor sich abzuwenden, auch wenn sie kurz den Kopf nach unten gewandt hatte.
Als sie sich anschließend wieder aufrichtete und kurz darauf erst bemerkte, dass er sie noch immer anlächelte konnte sie nur wieder etwas verwirrt blinzeln. Hatte ihn diese Situation gerade nicht gereicht um fast schreiend oder zumindest überaus verwirrt wegzugehen? Nein, er lächelte sie tatsächlich immer noch an und gab ihr nun auch noch den Rat, dass sie das nächste Mal besser auf ihre Tasche aufpassen sollte. Und erneut schien die Spionin überaus verwirrt, ehe sie sich fasste und nur kurz und kaum merklich mit den Schultern zuckte. "Es ist nichts in der Tasche, was man nicht ersetzen könnte..." murmelte sie anschließend leise, ließ jedoch das 'Und nichts was nicht geklaut wäre' lieber in der Luft hängen und sprach es nicht laut aus. Stattdessen neigte sie nur kurz ihren Kopf schief und glitt mit ihrem Blick erneut über den jungen Mann. Sie wusste ja, dass er Geld hatte, aber momentan interessierte Fly dies recht wenig.
Unter dem musternden Blick ihres Gegenübers schien die Rothaarige den Kopf nur wieder etwas weiter zu senken, während sie mehr oder weniger darauf wartete dass er ging. Dennoch fiel ihr wieder auf, wie seltsam sie wohl auf ihn wirken musste. Die viel zu großen Klamotten, die eigentlich viel zu dunkel und unpassend wirkten für eine junge Frau. Schade nur, wenn man kein Geld zu guten Klamotten hatte. Doch es war ja nicht einmal nur deswegen, denn man konnte sich schließlich auch einmal teure Klamotten klauen, es war mehr wegen ihrem Namen als 'Fly'. Die Leute wussten einfach nicht ob es nun ein Jungen oder Mädchenname war und dies brachte ihr bei den Leuten, die ihr noch nie begegnet waren einen Vorteil ein. Aber auch wenn Jemand mal einen Diebstahl oder ähnliches von ihr beobachten würde - was bisher noch nie so wirklich der Fall war - so könnten sie niemals klar und deutlich erkennen, dass es sich bei der Person um Fly handelte. Schließlich konnte jeder Verbrecher große, dunkle Klamotten tragen, warum also direkt Fly? Doch hier in der Öffentlichkeit und auf der Straße viel sie damit leider mitten am Tage viel zu sehr auf, wie sie selbst nur missbilligend feststellen konnte.
In ihren Gedanken merkte sie kaum dass sie immer noch an Ort und Stelle stand und erst die höfliche Stimme ihres Gegenübers riss sie wieder aus den Gedanken, während sie ihren Kopf wieder etwas anhob und ihre dunklen Augen darunter aufblitzten. Hatte er sie gerade wirklich gefragt, ob bei ihr alles in Ordnung war? Was hatte dieser Kerl denn genommen, dass er so höflich war? Nur an seiner Heimat konnte es ja wohl nicht liegen, oder zumindest konnte Fly sich dies nicht so Recht vorstellen. Möglicherweise lag es aber auch einfach daran, dass die Spionin so wirklich höfliche Personen nicht gewohnt war.
"Nein. Also ich ehm... ja." antwortete sie erst knapp und weniger aufschlussreich, während ihre großen Augen ihn anschließend nur etwas fragend anblinzelten und sie kurz unauffällig den Kopf schüttelte, ganz so als wolle sie ihre Gedanken los werden. "Ich meine Ja, ich denke es ist alles in Ordnung.." hing die Rothaarige anschließend etwas klarer an ihre Aussage, während sie kurz den Kopf schief legte und ihn etwas irritiert erneut musterte. Nein, ein Alien war er nicht, aber allein an ihren Augen konnte man für einen Moment lang sehen wie unwirklich ihr diese Frage allein schon erschien, bevor sie jedoch nur wieder mysteriös ausleuchteten und Fly stattdessen kurz ihren Blick auf die Tasche wandte, jedoch nur um ihn nicht weiterhin anzustarren.
"Jules, kannst du vielleicht deinem Leader, Zachary, ausrichten, dass du eine Nachricht von Fly hättest? Sag ihm, es tut ihr leid." meinte die kleine Gestalt anschließend, ohne viel nachzudenken. Weder dachte sie darüber nach, dass sie seinen Namen unbewusst genannt hatte, noch dass sie damit bekannt gab, dass sie von dem ganzen Bandenkrieg wusste und ganz eindeutig auch irgendwie in ihn verwickelt war. Dabei war sich die Rothaarige nicht einmal wirklich bewusst, ob der Leader der South Lemons ihre Entschuldigung überhaupt richtig deuten könnte und ob er erkennen würde, dass sie ihrem gebrochenen Versprechen galt. Es könnte ja auch sein, dass Zachary dadurch nur wieder an all dies erinnert wurde und wieder nicht sehr gut auf Fly zu sprechen war. Wohlmöglich war dies eine wirklich schlechte Idee gewesen, aber genau genommen hatte die gesamte Situation die Spionin so sehr verwirrt, dass ihr diese Bitte einfach herausgerutscht war.
"O-okay, weißt du was, vergiss einfach was ich gerade gesagt habe." bat sie ihn aus diesem Grund auch schon und richtete etwas nervös ihre Kapuze, bevor sie sich wieder unsicher über einen Arm fuhr. Heute war also wirklich nicht gerade ihr Tag, aber wann war dies auch schon einmal so? Fly konnte nur hoffen, dass Jules ihrer Bitte nachkam und einfach ignorieren würde was sie zuvor gesagt hatte. Andernfalls hätte sie nun einmal Pech gehabt, aber daran war sie nun selbst schuld.

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Jules O'Brian
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BeitragThema: Re: Suburb   Mo Nov 24, 2014 8:57 pm

Irgendwie hatte Jules beinahe schon eine Vorahnung, während er die kleine Gestalt vor sich so betrachtete, denn er hatte das Gefühl, dass ihre Begegnung nicht nur bei einer bleiben würde. Denn vielleicht täuschte er sich ja auch, aber er hatte irgendwie das Gefühl, als ob sie ihn neugierig mustern könnte. Wobei er als Neuling in New York wahrscheinlich sowieso auffiel, wie ein bunter Hund. Der Akzent, die Höflichkeit und auch teilweise einfach seine Kleidung trugen da immerhin alles relativ gut bei. Generell wirkte er aber auch etwas angespannt, nachdem er weder alle Regeln kannte, noch die gesamte Stadt, was ihn mit dem zusätzlichen Prüfungsstress natürlich schon irgendwie nervös machte. Und was ihn nervös machte, das stresste ihn auch gerne. Und sobald er gestresst war, dann war es sowieso vorbei. Okay, sein Leben vielleicht nicht, aber dann bekam er immer diese beinahe schon paranoide Art, während er sich entweder überarbeitete oder viel zu wenig tat. Ein Zwischenteil gab es bei ihm irgendwie nicht. Wobei er immer noch glaubte, dass das daran lag, dass er ein relativ einfaches Leben gehabt hatte, bis jetzt, denn auch in der Schule hatte er sich nie so viel angestrengt wie jetzt. Wahrscheinlich war das aber jetzt so, nachdem er sich inzwischen immer mehr bei seinem Vater unter Beweis stellen wollte. Oder eigentlich eher mehr bei sich selbst. Denn er wollte schon etwas aufzeigen können später, dass er alleine geschafft hatte. Trotz seinen oft nicht gerade hilfreichen Eigenschaften, die er so besaß. Seine Körperhaltung veränderte sich nun aber, denn er entspannte sich etwas, während sie ihm offenbar klarzumachen versuchte, dass bei ihr alles in Ordnung war. Na immerhin einmal etwas, denn bei so einer Gestalt wie ihrer konnte man sich wirklich nicht sicher sein, was das anging. Auf ihre nächste Bitte, nickte er zunächst, ehe er stockte und sich seine Augen merklich weiteten. Sein höflich-freundliches Lächeln wurde auch abgeschwächt und wirkte jetzt mehr wie ein leicht unsicheres. Denn er hatte weder seinen Namen in diesem Gespräch nie erwähnt, noch, dass er bei den South-Lemons war. Also, woher wusste sie es dann? Seine Augen flackerten verwirrt auf und ab, während er sie musterte, was aber keineswegs besser wurde, als sie ihn dann auch noch bat am besten zu vergessen, was sie gerade gesagt hatte. Denn wie sollte er? Es war schließlich nicht wirklich so, dass die Leute normalerweise schon eine solche Menge von einem wussten, obwohl man sie gar nicht kannte. Aber das hieß dann auch automatisch, dass sie wohl auch irgendwie in den Bandenkrieg involviert war. Seltsam, dabei hatte er es bei so einer jungen und zarten Frau nie angenommen. Da hatte der Schein dann aber doch getäuscht. Kurz öffnete er seinen Mund, ehe er ihn wieder schloss, denn nun wusste er wirklich nicht, was er sagen sollte und seine Unspontanität half dabei auch wirklich nicht. Schließlich beschloss er dann aber, das für ihn einzig richtige zu tun, indem er wieder sein Lächeln, allerdings noch immer deutlich verwirrt, aufsetzte und noch einmal nickte, wie zuvor. "Kann i-ich schon... schon machen. W-Woher weißt du meinen Namen?" Obwohl er langsam redete, merkte er deutlich, wie er über die Buchstaben stolperte und sich zugleich dafür verfluchte. Dabei bemühte er sich doch sonst immer so, sein Stottern unter Kontrolle zu halten und jetzt schaffte das Mädchen vor ihm, das anscheinend Fly hieß oder zumindest so einen Decknamen hatte, es schon wieder ihn dazu zu bringen über seine eigene Zunge zu stolpern, während er sprach. Trotzdem war er ihr keineswegs böse - wie sollte er auch?, so wie es nach ihrer Reaktion nach aussah hatte sie es schließlich nicht absichtlich getan - immerhin konnte sie ja auch nicht ahnen, dass er zumindest früher einen Sprachfehler gehabt hatte. Außerdem würde er es Zachary trotzdem sagen, denn es schien ihr wirklich wichtig zu sein. Davon abgesehen, dass er jetzt nur noch neugieriger war, was die kleine, so dunkel gekleidete Gestalt, kurz gesagt das Mysterium, offenbar, namens "Fly", vor sich anging.

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BeitragThema: Re: Suburb   Mo Nov 24, 2014 9:50 pm


Irgendwo schien Jules schon jetzt in diesen Situationen das genaue Gegenteil zu Fly zu sein, denn anders als sie selbst schien er nicht sehr gut mit spontanen und überraschenden Situationen klar kommen zu können - wobei sie selbst es auch nur konnte, da sie die seit früh auf tun musste. Aber woher kam seine Unsicherheit bei solch überraschenden Situationen? Gut, manche Menschen waren einfach etwas unspontaner und mochten die Spontanität gar nicht... aber so verunsichert hatte sie auch noch niemanden in ihrer Gegenwart erlebt. Wohl eher schien das Ego ihres Gegenübers meist noch zu wachsen wenn sie sahen wie unsicher die kleine Spionin doch eigentlich war. Bis auf Elijah Castell waren die meisten Leute ja auch noch nie extrem unsicher ihr gegenüber gewesen.
Bei Jules schien dies jedoch vollkommen anders zu sein und um ehrlich zu sein fand Fly es nicht einmal wirklich schlimm, auch wenn es sie in diesem Moment zusätzlich nur noch mehr verunsicherte. Und genau dies war auch der Grund warum Fly so schnell wie möglich hier weg wollte. Nicht etwa weil sie vor Jules schon jetzt riesige Angst hatte, sondern eher weil sie Angst hatte sich durch ihre wirren Gedanken noch einmal zu versprechen. Auf der Straße war es nie gut, wenn man unnötig Informationen preis gab, die eigentlich niemand wissen sollte - bei Fly nun also allerhand Dinge. Sollte es doch einmal passieren, konnte dies schlimme Folgen mit sich ziehen bei den falschen Leuten.. oder man war gleich Tod in diesem harten Leben.
Dies klang nun vielleicht etwas hart, aber die Rothaarige konnte wohl realistischer nicht denken. Es war nicht einmal so, dass ihre Gedanken rein pessimistischer Ader waren... sondern einfach nur so real, wie die junge Spionin es in all den Jahren immer erleben musste. Sie durfte sich nie zurücklehnen und einfach einen Moment Ruhe, Frieden und vor allem Sicherheit genießen... nein, sie war schon von früh auf auf der Flucht ums Überleben gewesen, bis sie schließlich hier als Fly gelandet war und seitdem niemanden mehr an sich heran ließ. Ob dies bei Jules völlig anders war? Fly wusste, dass seine Eltern wirklich reich waren... aber sie wusste nicht wirklich wie es wohl sein musste immer genug oder gar zu viel Geld zu haben. Wurde man mit der Zeit unvorsichtig oder gar noch vorsichtiger? Es könnte wohl beides auftreten, aber da Fly wohl nie vor einem solchen Problem stehen würde musste sie sich auch keine längeren Gedanken darum machen. Die Spionin würde wohl nie genug Geld haben um sich einfach zurücklehnen zu können und ihr Leben als Fly aufgeben zu können... außerdem könnte sie ja nicht einmal mehr ein vernünftiges Leben anfangen ohne Namen. Leila Cassiel galt schließlich offiziell als tot, nur dass sie es eben nicht war.
Als Fly jedoch bemerkte wie es nach einem leichten Nicken seitens Jules bei ihm Klick machte und er sich wohl bewusst wurde was sie damit preisgegeben hatte blickten ihre dunklen Augen aufmerksam und fast schon forschend in das Gesicht des jungen Mannes. Seine Augen hatten sich deutlich geweitet und auch sein Lächeln wirkte nicht mehr so höflich und freundlich, sondern eher verunsichert. Man konnte ja fast schon sehen wie es in seinem kopf arbeitete und er sich Gedanken zu ihrem Gesagten machte, während er sogar einmal kurz den Mund öffnete als wolle er etwas sagen und ihn anschließend wieder schloss. Jetzt musste ihm wohl spätestens bewusst werden, welch großes Mysterium hier doch vor ihm stand. Man erwartete einfach nicht, dass eine solch junge Frau in den Bandenkrieg verwickelt war und wenn man schließlich herausbekam, dass es doch so war musste man wohl ziemlich verunsichert sein. Denn schließlich wusste man anschließend nicht mehr wirklich was man glauben sollte und was nicht, man konnte sich nicht mehr sicher sein wer hier vor einem stand, solange man keine Informationen über denjenigen hatte.
Jules nächste Aktion verwirrte Fly daher nur noch mehr, denn anstatt alles andere auf der Welt zu tun was sie erwartet hätte lächelte er einfach wieder, wenn auch noch immer deutlich verwirrt. Doch er lächelte und nickte schließlich noch einmal, ehe die Rothaarige seine Worte vernehmen konnte. Hoffentlich würde er sich auch wirklich an sein Wort halten, denn die nicht bewusste Reaktion von zac verunsicherte sie noch immer etwas. Würde sie vor ihm stehen und sich bei ihm entschuldigen würde sie wenigstens sehen wie er darauf reagierte, so aber nicht. Jules Frage hatte sie jedenfalls fast schon kommen sehen, auch wenn sie gehofft hatte dass er doch einfach nicht nachfragen würde, doch warum sollt er auch nicht? Denn auch wenn er wohl noch deutlich verwirrt sein musste und sie hören konnte wie er hin und wieder auf die Buchstaben stolperte, so war es doch sein gutes Recht zu fragen woher die Spionin seinen Namen kannte.
"E-ehm.. nun, ich..." Kurz war Fly doch tatsächlich versucht darin gewesen, zu sagen sie hätte seinen Namen geraten, doch so blöd war ja nicht einmal sie selbst. Es gab so viele namen auf der Welt und da würde sie wohl sicher nicht gerade den richtigen raten bei diesem einen Mann. Also besann sie sich schnell auf die einzige logische Erklärung, die ihr in diesem Moment einfiel. "Die Mitglieder der South Lemons sind nun einmal alle bekannt und... da sie ein eher neueres Mitglied haben kannst das wohl nur du sein." meinte die kleine Spionin so ruhig wie möglich, während sie ihren Blick auf den Boden gerichtet hatte. Selbst in ihren eigenen Ohren klang diese Ausrede viel zu lahm, aber was hätte sie auch sonst sagen sollen? 'Weißt du, ich bin eine der bekanntesten Outsider dieser Stadt und kenne eigentlich ganz New York auswendig, einschließlich fast aller Menschen die darin wohnen. Sonst noch irgendwelche fragen?' Egal wie man es nun also dreht und wendete, hätte sie ihm die Wahrheit gesagt hätte er sie nur für noch bekloppter gehalten und wohl am liebsten gleich eingeliefert. Vielleicht würde er es glauben, wenn Zachary ihm etwas über sie erzählen würde, aber aus ihrem Mund so etwas zu hören klang dann doch viel absurder. Schließlich war sie kein protziger Typ sondern eine wirklich zierliche und eher zerbrechlich wirkende junge Frau, die so gar nicht in einen Bandenkrieg passen wollte. Und genau deswegen war New York ja auch die Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten... oder so ähnlich.


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Zachary Collins
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BeitragThema: Re: Suburb   Di Nov 25, 2014 9:10 pm

cf: Zachary Collins' Penthouse

Irgendwie machte sich Zac Sorgen um Cheza, und das, obwohl er gerade einmal wenige Minuten lang weg war - und länger als eine oder zwei Stunden würde er wohl nicht brauchen. So wie er Cheza kannte, würde die Brünette sich ohnehin irgendeine Beschäftigung suchen, um sich abzulenken. Blieb eben nur noch zu hoffen, dass sie sich für ihre Beschäftigung nicht großartig bewegen musste, auch wenn das irgendwie sehr unwahrscheinlich war. Also war die Sorge so gut wie berechtigt. Einen Grund mehr also, sich zu beeilen, auch wenn sich Zachary nichts von all diesen Gedanken ansehen ließ. Wie immer strahlte er einfach Abweisung aus, gemischt mit etwas Kälte, auch wenn er nie wirklich ignorant wirkte. Einfach, weil er es nie wirklich war. Im Gegensatz zu Naya Blacksmith, allerdings mischte sich bei der Leaderin auch viel zu viel Arroganz dazu. Bei dem Gedanken an die Leaderin schüttelte er leicht den Kopf und konzentrierte sich aufs Auto fahren, bis er schließlich erneut in der Vorstadt ankam. Er parkte fast genau dort, wo er heute schon einmal geparkt hatte, ehe er zum zweiten Mal an diesem Tag ausstieg, die Tür hinter sich zuwarf und abschloss, bevor er sich zielsicher in Bewegung setzte.
Ihm fiel nichts oder niemand besonderes in den Straßen auf, auch wenn er zugeben musste, dass er nicht besonders viel auf seine Umgebung achtete, sondern den Blick eher nach vorn gerichtet hatte, ohne sich umzusehen. Warum genau, konnte er nicht sagen. Wahrscheinlich schlicht und einfach, weil er in Gedanken momentan einfach woanders war und sowieso wäre ihm wahrscheinlich kein Ally direkt vor die Füße gelaufen. Zumindest nicht, um einfach zu plaudern. Mit einer Hand fuhr er sich durch die dunkelblonden Haare, während er schließlich das nächstbeste Geschäft betrat, um Whiskey und Verbände zu kaufen, was er schlussendlich auch tat.
Mit dem Einkauf verließ er das Geschäft wieder, beschloss jedoch, durch einige Gassen zurück zu seinem Auto zu gehen. Nicht, um Zeit zu schinden, sondern einfach, um das Gebiet wieder etwas abzulaufen. Zwar wusste er genau, woran er war, trotzdem hielt er es für sinnvoll, einfach um nie den Eindruck zu wecken, er wäre inaktiv. Denn diesen Gedanken konnte er bei den Outsidern wohl kaum noch gebrauchen, diesen Sieg würde er niemandem gönnen. Und das, trotz dass der Bandenkrieg seid einiger Zeit eigentlich schon nichts mehr war, vor dem man hätte einfach flüchten können. Den Punkt, an dem er mit den South-Lemons hätte umkehren können, war schon längst vorbei und er war sich dieser Verantwortlichkeit deutlich bewusst, allerdings wusste er, damit umzugehen. Schließlich hatte er es nicht einfach aus Glück geschafft, eine solche Bewegung zu gründen und aufrecht zu erhalten. Bei Naya jedoch war er sich sicher, dass es nicht alleine an dem Können der Leaderin lag. Außerdem konnte er mit Stolz behaupten, niemanden erpressen zu müssen, um an seine Informationen zu kommen.
Ein Schnauben entwich seinen Lippen und er richtete den Blick auf den Boden, ehe eine Bewegung aus dem Augenwinkel seine Aufmerksamkeit auf sich zog. Leicht kniff er die goldgrünen Augen etwas zusammen, warf einen Blick hinter sich und musterte den kleinen, schwarzen Hund kurz, der ihm anscheinend gefolgt war, ehe er seinen Weg einfach fortsetzte, allerdings näherte sich der Hund hinter ihm nur, anstatt sich zu entfernen. Normalerweise hätte Zachary es wohl einfach ignoriert, allerdings würde das Tier wohl nicht so einfach locker lassen. Außerdem, seine Laune heute war sowieso keine allzu schlechte, also entschied er sich einfach dafür, dem schwarzen Hund einen Moment lang seine Aufmerksamkeit zu schenken. Seinen Einkauf stellte er einfach neben sich auf den Boden, kniete sich hin und wartete, bis das Tier - etwas verunsichert wirkend - auf ihn zu ging, wenn auch deutlich langsamer als vor wenigen Momenten noch. Dass es in New York nur so von Straßenhunden wimmelte, war nichts neues, dieser allerdings wirkte auf Zac keinesfalls verwittert, nur eben deutlich eingeschüchtert und ziemlich jung, so wie er das beurteilen konnte. Ein Halsband trug der Welpe, der mit seinen dunklen Knopfaugen zu Zachary aufsah, jedenfalls nicht. "Schau nicht so." murmelte Zac, schüttelte dann jedoch den Kopf und strich dem Kleinen kurz über den Kopf, ehe er ihn noch kurz musterte, sich wieder aufrichtete und seinen Weg fortsetzte. Dass er eigentlich vorhatte, den Welpen hier zu lassen, schien dieser kaum zu bemerken, immerhin dackelte der dem Leader fast schon treudoof hinterher. Naives Ding. Nach einer Weile stieß Zac erneut ein fast genervtes Schnauben aus, drehte sich um und warf dem Kleinen einen Blick zu, allerdings wurde sein Blick bei den dunklen Augen des Tieres schon fast etwas weicher.
Und als hätte ihn ein plötzlicher Anflug von Tierliebe gepackt, beschloss er sich einfach, den Kleinen mitzunehmen, allerdings nicht, um ihn selbst aufzunehmen. Er konnte sich noch gut daran erinnern, dass Cheza schon einige Male gesagt hatte, sie hätte gerne Haustiere, und da der Hund ohnehin anhänglich wirkte, wäre es eigentlich der perfekte Begleiter für die Brünette - zumindest sah Zachary das so. "Na schön." knurrte Zac noch vor sich hin, hob den Welpen einfach hoch und trug ihn mit sich. Diesem schien das fast so gut zu gefallen wie Cheza, worüber Zac nur den Kopf schütteln konnte. Er setzte das Tier schließlich einfach auf die Beifahrerseite seines Autos und fuhr den Weg zurück zu seinem Penthouse, jedoch beschloss er, vorher noch kurz im Metrosystem nach dem Rechten zu sehen - immerhin wusste er, wie sehr es der 13th Street Gang widerstrebt war, es abzugeben.

tbc: Subway (Süd)

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BeitragThema: Re: Suburb   Do Nov 27, 2014 8:36 pm

Auch nach ihrer offensichtlichen Ausrede, entspannte er sich nicht mehr. Denn Jules wusste genau, dass ihre Begründung nicht komplett stimmen könnte. Währendessen überlegte er allerdings fieberhaft, inwiefern sie in den Bandenkrieg miteinbezogen sein könnte. Ein Mitglied einer Bande konnte sie schließlich kaum sein, höchstens eines von einer Kleinen, aber so wie sie sich verhielt wirkte sie nicht wirklich wie jemand, der sich einer Gruppe anschließen würde. Vielleicht täuschte es ihn auch, aber aus ihrem bisherigen Verhalten, vor allem aus der dauerhaften Schreckhaftigtkeit und dem Misstrauen, konnte man eigentlich genau das ablesen. Was ihn aber mehr verwirrte war, wie sie auf die South-Lemons gekommen war. Immerhin war er eigentlich erst so kurz dabei, dass er noch nicht einmal bei irgendeiner Aktion von ihnen dabeigewesen war. War sie etwa so eine Art Informantin? Oder wusste sie einfach generell über alles noch so aktuelle bescheid? Sich selbst innerlich mit Fragen löchernd, runzelte er die Stirn und musterte sie erneut. Ihre Statur war wirklich irreführend, wobei er sich die Theorie mit der geheimen Kampfkunst erst einmal im Hinterkopf behielt. In New York konnte man schließlich nie wissen. Vor allem nicht bei jungen Damen. Und das obwohl Fly wirklich klein war, zumindest wenn sie ihm so gegenüber stand. Auch wenn er im Moment wahrscheinlich zumindest was seine Körperhaltung anging, nicht als der Größte erschien. Denn gerade eben hatte er eher das Gefühl, dass er den Sicherheitsabstand zu dem Mädchen mehr brauchte, als sie den zu ihm. "Aber... ich hab nie gesagt, dass ich bei den South-Lemons bin.", murmelte er schließlich und biss sich auf der Unterlippe herum. Mehr fragend, als nervös, aber trotzdem konnte er nicht gerade von sich behaupten die dominierende Person dieser Unterhaltung zu sein. Dennoch wollte er nicht unhöflich sein, vor allem nicht nachdem sie ansonsten eigentlich nicht wie eine unangenehme Gesellschaft gewirkt hatte. Davon mal abgesehen, dass sie offenbar gruseligerweise nicht nur seinen Namen, sondern auch seine Bande kannte, aber gut, vielleicht würde er ja von Zachary herausfinden, wer sie war. Bestimmt, denn er wirkte nicht wie jemand, der seiner Gang etwas verschwiegen würde. Bei der 13th Street Gang war da bestimmt eher das Gegenteil der Fall, nachdem sie ja auch ein eher diktatorisches System hatten. Jules entschloss sich dann trotzdem erst einmal abzuhauen. Er empfand es einfach für das beste. Immerhin war er leicht eingeschüchtert, sie zumindest von ihrer Ausstrahlung her auch und dazu war er noch komplett unvorbereitet auf so eine Situation. Er lächelte also noch einmal etwas breiter, wenn auch noch immer verwirrt und steckte sich eine Hand in die Hosentasche. "Ich, ähm, werde es ihm ausrichten. Pass auf dich auf... Fly.", verabschiedete er sich dann und machte einige Schritte von ihr weg, ehe er sich noch einmal umdrehte und ihr mit der anderen Hand, die er nicht in seiner Hosentasche stecken hatte, einmal kurz zuwinkte. Dann machte er sich auf den Weg. Wohin wusste er noch nicht genau, obwohl er in einer Stunde schon wieder eine Vorlesung hatte, also konnte er sich auch genauso gut wieder zu der U-Bahn, die zu seiner Universität fuhr, gehen. Währendessen hatte er seine seltsame Begegnung heute immer im Hinterkopf, obwohl sie von außen her betrachtet beinahe etwas surreal klang. Jetzt musste er nur noch so viele, möglichst in das Bandenleben involvierte Leute, fragen, wer Fly war und wie sie sie empfanden. Denn eines war sicher: Er wollte mehr über diese kleine Gestalt wissen, die bestimmt einige Geheimnisse barg, da war er sich sicher.

tbc: nowhere

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BeitragThema: Re: Suburb   Do Jan 15, 2015 3:36 pm

[After the Timejump]

Schon eine Weile wartete Andrew inzwischen auf den Leader. Was aber auch kein Wunder war, nachdem er viel zu früh losgefahren war. Denn er wollte wirklich pünktlich sein und mit den verschärften Kontrollen auf beiden Seiten war es nun einmal nicht wirklich einfach vom Gebiet der 13th Street Gang auf das für diese Feindliche der South-Lemons zu wechseln. Erstaunlicherweise hatten die Diskussionen dann aber doch weniger Zeit eingenommen, als wie er es eigentlich vermutet hatte. Anscheinend hatte ihn Naya dann also doch nicht mehr komplett auf ihrem Radar, jetzt wo er wieder für beide Banden gleich viel arbeitete. Gut so, dachte er sich nur. Vor allem jetzt bei diesen ganzen Spannungen. Davon abgesehen, dass er jetzt einen Freund hatte und eher seine Zeit neben den Lieferungen mit diesem geniesen wollte, als sie in Panik zu verbringen, nur weil er wegen seiner eigenen Sturheit auf der roten Liste einer gewissen Naya Blacksmith stand, die natürlich auch ganz zufällig die mächtigste Frau New Yorks war. Vielleicht sogar der ganzen USA. Aber sicher sein konnte man sich da nie. Denn was er da teilweise von L.A. mitbekam, war schon auch ziemlich heftig. Naja, die meisten Leute neigten aber auch zum Übertreiben. Nein, eigentlich eher alle. Das taten sie hier ja auch alle gerne. Und Gerüchte schluckte man dann außerdem auch leichter, als gut überlegte Argumentationen. Schließlich gab es über ihn selbst sogar auch welche, wenn auch äußerst wenige und die meisten und zugleich Uninteressantesten betrafen wohl seine Beziehung. Erstaunlich eigentlich. Unauffällig wie er sich eigentlich verhielt. Oder es zumindest versuchte. Wirklich, sogar seine Kleidung war stereotypisch unauffällig. Aber stylisch natürlich trotzdem. Gerade eben zum Beispiel trug er wieder ein schönes Hemd, dazu passende Jacke und Hose und Anzugschuhe. Wie ein typischer Büromensch. Aber trotzdem schick. Andrew seufzte leise, denn Kleidung war im Moment wirklich nicht das Problem, während er auf seinem Handy die Zeit nachschaute - es war noch immer zu früh - und dann eine SMS an Tyler schrieb, welche er allerdings wieder löschte. Er wusste einfach nicht, was er schreiben sollte. Außer, dass er ihn irrsinnig vermisste natürlich, aber das allein kam ihm dann doch etwas kahl vor. Er hatte ihn jetzt schon beinahe einen ganzen Tag nicht mehr gesehen und dabei kam es ihm so vor, als wären es Wochen - Monate, mindestens! Außerdem fühlte er sich so allein im Moment nicht wirklich sicher. Schon allein wegen den ganzen Spionagen und als ob das noch nicht genug war, gab es immer mehr Gerüchte um anscheinende Entführungen. Und das Geschäft der Auftragsmöder boomte in letzter Zeit auch ziemlich. Aber vor diesen konnte er schlecht im allgemeinen Angst haben, nachdem sein eigener Freund einer war. Und ein ziemlich Guter anscheinend auch noch. Aber das war eigentlich eher eine Tatsache, die er immer wieder vergaß. Tyler war für ihn einfach ein hinreißender Kindskopf der ihm seinen Kopf immer wieder aufs Neue verdrehte. Und nicht ein professioneller Killer. Davon abgesehen, dass es hier doch sowieso normal war, über so etwas einfach hinwegzusehen, nachdem ja beinahe alle seine Bekannten einer solchen Tätigkeit nachgingen. Bandenkrieg war eben Bandenkrieg. Andrew steckte das Handy wieder weg und strich sich einmal nachdenklich durch die Haare. Es war ja nicht so, dass er nicht wüsste, warum Zachary mit ihm reden wollte. Aber trotzdem musste er sich darauf erst einmal eine Antwort überlegen. Und zwar eine möglichst Gute. Oder besonders Schlagfertige. Oder zumindest einfach eine, die kurz und knapp war. Mit Leadern konnte man schließlich ansonsten kaum anders reden, das wusste er aus Erfahrung. Zumindest, wenn es um etwas Geschäftliches ging. Denn Zachary musste einfach einsehen, dass er nicht nur für die South-Lemons arbeiten konnte. Es war zu gefährlich, zu anstrengend. Er müsste umziehen und außerdem würde sein Profit deutlich zurückgehen. Denn egal was er dagegen tun würde, die 13th Street Gang hatte auch Einfluss auf seinen Kunden. Davon abgesehen, dass sich wirklich niemand mit Naya Blacksmith anlegen wollte. Außer den South-Lemons natürlich. Womit er wieder am Anfang seines Gedankenkreises war. Nämlich bei Zachary Collins. Dieser wirklich, wirklich lebensmüde Mensch.

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BeitragThema: Re: Suburb   Sa Jan 17, 2015 6:02 pm

[After the Timejump]

Zwar trödelte Zachary nicht, dennoch ließ er sich die Zeit, die er brauchte, um zum verabredeten Treffpunkt zu gelangen. Dabei konnte man allerdings wirklich nicht behaupten, dass er nicht vorhatte, das ganze so schnell wie Möglich zu klären. Die momentan herrschende Situation ließ nun eben nicht zu, dass er sich innerlich entspannte oder abschaltete. Ein kleiner Fehler könnte innerhalb weniger Stunden - vielleicht sogar Minuten - dafür sorgen, dass alles umkippte. Und dabei war gerade erst eine ziemliche Ruhe eingekehrt, zumindest um die Weihnachtszeit. Doch da diese nun mehr als vorbei war schien es, als würde der Bandenkrieg gerade zu aufblühen. Nun, immerhin hatte sich die Angelegenheit mit den Outsidern geklärt. Doch Zachary hatte nicht vor, das alles so zu lassen, wie es momentan verlief. Nicht, wenn er der Gang - und sich - noch Vorteile verschaffen könnte - und im Moment lag es eben daran, einen alten Bekannten davon zu überzeugen, seine Arbeit gegenüber der 13th Street Gang völlig einzustellen. Auch wenn es nicht der günstigste Moment dazu war, immerhin war die Lage allgemein ziemlich angespannt. Als wäre es nicht schon genug, dass er sich hatte mit Naya über Boten verständigen müssen, nein, anscheinend hatten diese ständigen Botengänge eine ganze Kugel ins Rollen gebracht; momentan schien einfach jeder das zu tun, was er für halbwegs sinnvoll hielt. Fast, als gäbe es irgendwelche Dinge nachzuholen, auch wenn Zachary darin keinen Sinn sah. Natürlich, die Arbeitsverweigerung aller Outsider hatte so ziemlich alle Verbindungen abgeschottet, doch das war noch lange kein Freibrief dafür, dass nun jeder am Rad drehte. Zachary hatte in nicht allzu großer Entfernung geparkt, einfach da er sein Auto in der Nähe haben wollte, falls doch noch etwas passierte - auch, wenn er das nicht wirklich glaubte. Jetzt wäre es zumindest unpassend. Er warf noch einen Blick auf sein Handy, kniff die Augen etwas zusammen und kam schließlich bei Andrew an, der anscheinend schon gewartet hatte. Fast prüfend musterte der Leader den Outsider, ließ schließlich noch den Blick über die Umgebung gleiten und sah anschließend zurück zu Andrew. Blieb nur noch zu hoffen übrig, dass sich niemand aus der 13th Street Gang in der Nähe aufhielt. Und dabei konnte Zac nicht einmal sagen, ob es für eben dieses Mitglied in dem Moment schlechter wäre. Es hatte sich eben einiges geändert. Je mächtiger die South Lemons wurden, desto strenger wurden auch die Maßnahmen. Auch wenn der Leader natürlich nach wie vor noch darauf aus war, nicht in die gleiche Schiene wie Naya zu geraten. "Andrew." begrüßte er den Schmuggler nur knapp und nickte noch, bevor er die Luft einsog und weiter redete. "Ich schätze du weißt, um was ich dich bitten will?" Vielleicht wäre es erst einmal am sinnvollsten, den Outsider selbst dazu zu bringen, sich die Vorteile zu denken - vielleicht aber auch nicht. Einen Versuch war es jedenfalls wert. Sollte diese Strategie nicht funktionieren, müsste Zachary einfach auf seine Überzeugungskraft bauen. Und auch wenn er wusste, dass es bereits schwieriger geworden war, hoffte er dennoch, Andrew für die Gang zu gewinnen. Und schwieriger war es, weil der Schmuggler schon seit einiger Zeit in einer Beziehung mit Tyler Mitchell war. Und dieser stand weder auf der Seite der Lemons, noch auf der der 13th Street Gang. So weit Zac wusste, kam es dem Auftragskiller lediglich auf die Bezahlung an. Verständlich, wenn auch strategisch nicht besonders klug, doch vielleicht konnte man ja selbst das noch ändern.

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BeitragThema: Re: Suburb   So Jan 18, 2015 7:20 pm

Überpünktlich konnte man das wirklich nicht nennen. Nicht, dass er es nicht gewohnt war mindestens als Erster aufzutauchen, aber dennoch schien sich der Leader geradezu Zeit gelassen haben. Das war zwar wirklich kein Grund beleidigt zu sein oder anderes zu tun, was in diese Richtung ging. Schließlich kamen auch die meisten Kunden nicht unbedingt früher. Zu spät allerdings meistens auch nicht. Denn schließlich wollten sie ihre Lieferung und nicht er. Außerdem kam er genau einmal und nahm es dann auch nicht mehr mit sich mit. Was aber durchaus verständlich war, denn immerhin war er ein Schmuggler. Vielleicht war er jetzt kein Auftragskiller oder ein knallharter Zuhälter, aber trotzdem war es gefährlich und illegal was er da tat. Und auch wenn er es nur ungern tat, so musste man manchmal doch wirklich Plastiksäcke schlucken oder ähnliches. Egal ob er nur intern in New York lieferte, gewissen Kontrollen musste er trotzdem standhalten. Vor allem jetzt wieder, nachdem die Polizei im neutralen Gebiet offenbar wieder aktiv auf Verbrecherjagd war. Und dort hatte er eben leider keine Vorteile, weil er Lieferungen für die Banden machte. Obwohl er solche Aktionen natürlich über alles hasste, denn erst einmal war es gefährlich und außerdem erinnerte ihn das alles an den Anfang seiner Karriere, wo er fast nur solche Sachen gemacht hatte. Damals war aber noch alles anders gewesen. Und er war noch immer überzeugt, dass er das alles unterbewusst gemacht hatte. Denn vielleicht wollte er sie Gefahr wirklich um sich umzubringen. Selbst hätte er dazu nämlich niemals die Courage gehabt. Zum Glück hatte sein Plan, den er selbst erst viel später bemerkt hatte, aber nicht funktioniert. Ein Leben ohne Tyler? Tyler ohne ihn? Unvorstellbar. Egal wie unrealistisch Gedanken werden konnten, so etwas konnte er sich einfach nicht vorstellen. Mal ganz davon abgesehen, dass er es sich natürlich auch gar nicht vorstellen wollte. Immerhin war sein Leben an einem Höhepunkt angekommen, den er selbst noch immer nicht fassen konnte. Und wenn man das ändern wollte, musste man ganz schön dumm sein. Aber gut, mal sehen wie gut es ihm nach diesem Gespräch noch gehen würde. Der Leader war jetzt bereits mit ihm auf Augenhöhe, wenn man das so nennen konnte, schließlich war er einige Zentimeter kleiner, und ein paar Momente musterte er ihn, ehe er seine Begrüßung erwiderte. "Zachary.", nickte er ihm zu und verschränkte sofort seine Arme. Es war nicht so, dass er es ihm zutrauen würde, gleich wie Naya zu agieren, aber je mächtiger eine Einzelperson nun einmal wurde, selbst wenn eine demokratisch organisierte Gang hinter ihm stand, desto drastischer wurden die Handlungen dieser. Und Ärger brauchte er im Moment wirklich keinen. Die Situation war nämlich auch schon so gefährlich genug, selbst wenn er noch eher weniger betroffen war, als viele andere. So gesehen hatte er also mehr oder weniger Glück gehabt. Wenn man in einem Bandenkrieg überhaupt von Glück reden durfte. Auf die Aussage seines Gegenübers hin, nickte er erneut, diesmal aber knapper als zuvor. Schließlich brauchte er gar nicht lange überlegen um ihm seine Antwort auf den Tisch zu knallen. Oder wie auch immer man seine absolute Verweigerung sonst nennen wollte. "Natürlich weiß ich worum es geht. Und meine Antwort ist…" Sein Kopf machte eine leichte Bewegung zur Seite, während seine linke Augenbraue sich leicht hob. Einen Moment schien es wirklich beinahe schon so, als ob die Zeit stillstehen würde, ehe die Stille durch seine Stimme unterbrochen, oder nein, eher zerschnitten wurde. "Nein." Oh, wie kurz so eine Antwort doch sein konnte und wie wichtig sie dennoch war. Denn er würde sich eindeutig nicht zu etwas anderem überzeugen lassen. Obwohl ihm natürlich klar war, dass Zachary es trotzdem versuchen würde. Schließlich wäre er sonst nicht der sture Leader einer Gruppe von Rebellen gegen die 13th Street Gang, der inzwischen mehr war, als nur ein Gerücht über das man lachen konnte. Zwar hatte Andrew Respekt vor ihm und er war ihm auch deutlich sympathischer, aber er konnte es einfach nicht. Denn egal, wie ernst man ihn inzwischen nehmen musste, Naya Blacksmith hatte sie alle in ihrer Gewalt. Selbst, wenn sie das Gegenteil behaupteten. Dann logen sie nämlich nur sich selbst an, um sich womöglich besser zu fühlen. Aber selbst sie wussten innerlich, dass es nicht stimmte. Und das konnte man doch vor allem bei ihm wunderbar sehen. Ein Musterbeispiel geradezu. Er hatte versucht mit den South-Lemons zu sympathisieren und was war passiert? Er hatte vor einer ausdrücklichen Drohung oder am Ende noch einer Sabotage schon umgedreht. Zu gefährlich. Zu beängstigend. Und vor allem - zu lebensbedrohend.

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BeitragThema: Re: Suburb   Mi Jan 21, 2015 4:35 pm

Es schien Zachary fast schon so, als würde Andrew ihm kein bisschen mehr vertrauen - doch das war irgendwie verständlich. Zwar hatte er nicht direkt im Sinn gehabt, den Schmuggler oder auch andere Outsider einzuschüchtern, denn das würde sich irgendwie mit seinem sonstigen Vorgehen widersprechen, trotzdem hatten die etwas drastischeren Maßnahmen den ein oder anderen wohl davon überzeugt, dass Zachary eben nicht nur gutherzig und recht tolerant war. Auch, wenn durch seine mangelnde Geduld auch schon das ein oder andere mal offen zu erkennen war, dass man auch mit ihm besser nicht spaßen sollte. Doch das sollte langsam selbstverständlich sein, denn die South-Lemons hatten schließlich nicht einfach über Nacht ein solches Ansehen und vor allem eine solche Macht erlangt. Auch wenn der Leader, anders als Naya Blacksmith, nicht darauf aus war, andere einfach nur einzuschüchtern und praktisch mit seiner Macht zu spielen. Nein, denn im Gegensatz zu der 13th Street Gang waren die Ziele, für die er kämpfte, alles andere als Menschen verachtend. Und das, auch wenn der ein oder andere das nicht einsehen wollte, doch das war wiederum nicht Zac's Hauptproblem.
Andrew schien schon genau zu wissen, worauf Zachary hinaus wollte, weshalb eine Antwort nicht sonderlich lange auf sich warten ließ - was nicht heißen sollte, dass es die Antwort gewesen war, die er erhofft hatte. Ganz im Gegenteil, anscheinend hatte der Outsider sich die Sache schon mehrmals durch den Kopf gehen lassen, nur um jetzt mit einem knappen "Nein." abzulehnen. Wobei es fast schon an ein Wunder gegrenzt hätte, hätte Andrew einfach ohne Widerworte zugestimmt, seine Arbeit gegenüber der 13th Street Gang einzustellen. Denn das diese einigermaßen überzeugende Methoden hatte, jemanden einfach gefügig zu machen, sollte recht bekannt sein. Einen Moment lang schwieg Zachary einfach, ehe er den Blick zur Seite ablenkte und die Augen etwas zusammenkniff. Die Arme hatte er nun ebenfalls vor der Brust verschränkt, jedoch mehr aus Angewohnheit als um Andrew zu imitieren. Gut, er konnte sich vorstellen, dass es einige Gründe gab, die jemanden davon abhielten, als Outsider der - sozusagen - kleineren Gang seine Dienste anzubieten, jedoch war der Leader fest davon überzeugt, dass es sich im Endeffekt lohnen würde. Immerhin würde er garnicht erst versuchen, jemanden von etwas zu überzeugen, wenn er nicht einmal sich selbst nicht davon überzeugen könnte. Die South-Lemons waren nun einmal nicht nur mehr eine Gruppe Rebellen mit großen Vorhaben und wenig Potential, das lag schon lange hinter ihnen.
Ein knappes Schnauben kam über Zacharys Lippen und brach somit die etwas angespannte Stille. Vor allem heute war seine Geduld nicht allzu strapazierfähig, doch vorerst würde er sich wohl oder übel noch etwas Zeit nehmen müssen, den Schmuggler davon zu überzeugen, lediglich für seine Gang zu arbeiten. Denn das würde nicht nur einige Vorteile für Zachary mit sich bringen. Auch wenn es für Andrew wohl nicht allzu ungefährlich werden könnte, denn dass Naya zum Ausdruck brachte, wenn ihr etwas nicht passte, war schon nichts neues mehr. Trotzdem, der Schmuggler würde sich wohl bewusst werden müssen, dass es Schattenseiten gab, doch die Situation, in der er sich momentan befand, war nicht minder unvorteilhaft - zumindest aus Zacharys Sicht. "Ich weiß, dass ich viel verlange-" fing er schließlich mit tiefer Stimme an und richtete den Blick zurück auf den etwas kleineren vor sich. "-aber denk einmal an die Vorteile. Und für deine Sicherheit wäre auch gesorgt, falls es das ist, was dich davon abhält, die Arbeit für Naya Blacksmith einzustellen." Fast, als wollte Zac nicht zu viel sagen, hielt er inne, stieß die Luft aus der Nase aus und wartete auf eine Antwort oder eine Reaktion seines Gegenübers. Ob diese jedoch besonders positiv ausfallen würde, wagte Zachary zu bezweifeln - was jedoch nicht heißen sollte, dass der Leader es einfach so hinnehmen würde.

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BeitragThema: Re: Suburb   So Jan 25, 2015 7:47 pm

Als Zachary dann schließlich das Schweigen mit einem knappen Schnauben durchbrach, spannte sich Andrew schon beinahe automatisch an. Es war zwar wirklich nicht so, dass er erwartete, dass er ihn auch nur annähernd physisch angreifen oder bedrohen würde, aber dennoch war es im Moment ja sowieso nicht wirklich der entspannteste Augenblick. Und er begab sich schließlich schon allein mit dem Fakt, dass er hier war auf dünnem Eis. Aber trotzdem war es gut, dass sie das alles jetzt klären konnten. Denn somit konnte er ihm gleich vermitteln, dass er noch nicht einmal das geringste Interesse an seinem Vorschlag nur mehr für die South-Lemons zu arbeiten hatte. Und in diesem Fall waren ihm Gegenargumente wirklich egal. Da konnte er ihm sogar eine Million versprechen. Sein Leben war ihm dann doch mehr wert. Wobei nein, eher sein Überleben. Denn das war in New York ja gar nicht so einfach. Schmuggler oder nicht. Eigentlich beinahe schon ironisch für eine Person wie ihn, die alle als schrecklich unschuldig und naiv beschreiben würden, so tief in einen Bandenkrieg verwickelt zu sein und dann noch nicht einmal als Opfer von diesem. Ziemlich out of character, zumindest wenn man ihn nur sehr oberflächlich kannte. Aber bei seinen Geschäften war er schließlich auch um einiges anders, als privat. Etwas, was ihn bei Tyler auch eine Weile beschäftigt hatte. Andererseits hatte er es schon wieder halb vergessen. Immerhin kamen sie sich auch gegenseitig kaum ins Business. Denn zum Glück hatte bis jetzt noch niemand einen Auftrag gestellt, der ihn oder sein Umfeld betraf. Nicht, dass er ein besonders großes Umfeld hatte. Deshalb interessierte er sich meistens auch erst gar nicht für die Ausführung von Tylers Beruf, davon abgesehen, dass er sich auch nicht sicher war, ob das nicht ihre Beziehung zerstören würde, auch wenn er so etwas natürlich auf keinen Fall hoffte, viel mehr das Gegenteil. Aber eigentlich war sein Freund zumindest sensibel genug, um seine Aufträge nicht zu erledigen, wenn Andrew bei ihm war. Zumindest nicht die, die er nicht sofort einfach so umlegte. Gruseliger Gedanke eigentlich, denn wenn er sich seinen Tyler vorstellte, dann dachte er jetzt nicht unbedingt um einen eiskalten Auftragskiller. Andererseits stand er hier schließlich auch von einem mehr oder weniger alten Freund, der immerhin ein Anführer einer gefährlichen und gefürchteten Bande war, und mit dem er gerade ein Geschäft aushandelte, oder wie auch immer man es nennen wollte. Irgendwann gewöhnte man sich wohl daran, dass man nur von Mördern und anderen Schwerverbrechern umgeben war. Aber zurück zu ihrem Gespräch, denn Zachary hatte dann doch endlich seine Stimme erhoben und versuchte natürlich zuerst einmal verständnisvoll zu wirken, um ihn dann zu überzeugen. Und so leid es ihm tat, seine Antwort änderte sich dennoch nicht. "Zachary, meine Antwort wird sich heute nicht mehr ändern, was auch immer du sagst.", entgegnete er ihm sofort ehrlich, bevor er weiteres sagte, denn er sollte einfach schon einmal wissen, womit er es ihm Moment zu tun hatte. Nämlich einem unüberzeugbaren Schmuggler, "Und nein, du verlangst nicht viel. Du verlangst zu viel. Denn egal was für Sicherheitsvorkehrungen du treffen kannst, wir reden hier von dem, der die meiste Macht hat, zumindest hier, in New York. Mit so jemandem lege ich mich schon allein aus Prinzip nicht an." Andrew nahm wieder eine etwas entspanntere Haltung ein, ließ seine Schultern etwas sinken und sah ihn mit nun einem zumindest ein wenig entschuldigenden Blick an. Denn egal, wie sinnlos seine Anfrage war, Zachary war ihm trotzdem natürlich noch lieber als Naya. Und außerdem waren sie dann doch irgendwo alte Freunde. Immerhin war er einer der ersten, die begonnen hatten, für die South-Lemons zu liefern und dann auch noch sofort regelmäßig. Sympathischer war ihm nämlich vor allem seine Art gewesen und zumindest anfangs nicht unbedingt die Gang selbst. Das hatte sich dann aber auch schon wieder geändert, vor allem, nachdem sie deutlich kleiner waren. Allerdings glaubte er, dass Naya auch deshalb ihn etwas im Auge hatte. Verständlicherweise.

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BeitragThema: Re: Suburb   So Jan 25, 2015 8:52 pm

Anscheinend hatte Andrew wirklich nicht vor, sich heute noch zu etwas überreden zu lassen und das aus einem recht nachvollziehbaren Grund. Naja, teilweise nachvollziehbar. Denn natürlich war es nicht wirklich ratsam oder gar einfach, der "Mächtigsten Frau New Yorks" den Dienst zu verweigern. Trotzdem, Zachary vertraute darauf, dass er genügend Sicherheitsvorkehrungen treffen könnte, sodass Andrew nicht in Gefahr geriet. Außerdem, war der Schmuggler nicht in einer Beziehung mit einem der besten Auftragskiller New York's? Und dieser würde wohl nicht zulassen, dass seinem Freund etwas passierte - zumindest nicht, solange die Beziehung anhielt. Wie es danach aussah, konnte Zachary nicht sagen. Er zuckte leicht mit einer Augenbraue, unterbrach den Schmuggler jedoch mit keinem Wort. Lediglich seiner Körperhaltung konnte man ansehen, dass ihn das ganze nicht im geringsten zufrieden stellte - und dass er etwas ungeduldig geworden war. Und auch der keinesfalls schadenfrohe oder gar feindselige Blick seines Gegenübers beruhigte Zac in keinster Weise. Ein lautloses Seufzen war vorerst alles, was der Leader entgegnete. Sein Blick durch die leicht zusammengekniffenen Augen glitt an dem Schmuggler vorbei, ehe er leicht die Nase rümpfte und die Luft einsog, um schließlich doch zu antworten. "Du erklärst ihr ja nicht den Krieg, Andrew. Es gibt andere Outsider, die nur für die South-Lemons arbeiten und viele Vorteile daraus ziehen." erklärte er und richtete den Blick zurück in die dunklen Augen seines Gegenüber. Nach und nach wurde Zachary ungeduldiger, ließ es sich jedoch nicht anmerken. Und selbst der Gedanke an Cheza blieb in seinem Hinterkopf. Er wusste nicht wirklich, was die Brünette gerade tat oder wo sie sich aufhielt, trotzdem konnte er ihr nicht immer hinterher laufen, um auf sie aufzupassen - immerhin hatte sie sich selbst aus seiner Wohnung geschlichen, als er gesagt hatte, sie solle wegen ihres verstauchten Fußes warten. Kurz darauf hatte er sie auch schon in der U-Bahn Station einfach hochgehoben und weggetragen. Ja, es war sogar Andrew gewesen, mit dem Cheza gesprochen hatte, doch Zachary hatte dem Schmuggler an dem Tag lediglich einen etwas drohenden Blick zugeworfen. "Und man könnte viele Vorteile herausarbeiten." schloss er schließlich und spannte leicht die Schultern an. Gut, er hatte nicht vor, Andrew irgendwie zu erpressen, denn das wäre keinesfalls fördernd und auch nicht dem Ziel, das Zachary anstrebte, entsprechend, trotzdem sollte es sich wohl niemand mit ihm verspaßen. Es war zwar ganz anders als bei der 13th Street Gang, immerhin gab es andere Prioritäten und grundlegend verschiedene Strategien, doch gemütlich waren die South-Lemons und der Leader seid einiger Zeit schon nicht mehr. Vielleicht deutlich freundlicher als Naya Blacksmith's Gang, das war logisch, doch schon lange kein Spaß mehr. "Überleg es dir. Die South-Lemons sind schließlich auch stärker geworden und ich würde mir an deiner Stelle gut überlegen, wem ich zu mehr Macht verhelfe und wem nicht." Er ließ dem Schmuggler genug Zeit, zu antworten, und warf währenddessen einen kurzen Blick auf sein Handy. Nichts besonderes, zumindest bis jetzt. Mit einem knappen Zucken des Mundwinkels sendete er schnell einen mehr oder weniger ernsthaften Snapchat an Cheza - zumindest nahm er das an - ehe er seine Aufmerksamkeit zurück auf Andrew richtete. An wen das Bild tatsächlich gegangen war, würde er wohl früher oder später noch mitbekommen.

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BeitragThema: Re: Suburb   Di Jan 27, 2015 9:20 pm

Der Schmuggler setzte absichtlich ein dramatisches Seufzen an, als Zachary seinen letzten Satz beendet hatte, der wirklich schon beinahe nach einer Drohung klang. Nicht, dass er so etwas nicht gewöhnt war, zumindest von ein paar einflussreicheren Kunden und auch natürlich der 13th Street Gang, aber es kam ihm trotzdem einfach seltsam vor, wenn es jemand tat, mit dem er doch eigentlich ansonsten relativ gut zurecht kam. Aber gut, es war ja eher mehr eine Warnung als eine bedrohende Geste gewesen. Trotzdem, seine Antwort blieb wie sie schon von Anfang an gewesen war. Oh, wie viel kürzer ihr Gespräch eigentlich sein konnte. Allerdings wollte Andrew jetzt nicht unfair sein und ihm dennoch Gelegenheit geben seine Meinung zum Ausdruck zu geben, selbst wenn sie nicht wirklich viel oder eher gar nichts an seiner Endentscheidung ändern konnte. Denn in solchen Zeiten wie sie sie jetzt hatten fand er war es wirklich einfach das Beste seinen Kopf unten zu halten und seine eigenen Einstellungen zumindest zeitweise die der Masse anzupassen. Egal, was es irgendwie für Vor-oder eben Nachteile bringen könnte später. Denn egal wie überzeugend oder sympathisch Zachary war, es gab auf der anderen Seite trotzdem immer Naya. Und das würde sich auch nicht wirklich schnell ändern, zumindest nach dem momentanten Stand. Da konnten die South-Lemons noch so groß werden. Immerhin musste man auch beachten, dass sich Zachary manchmal dann doch deutlich überschätzen konnte. Nicht, dass das bei seiner liebenswerten Gegenspielerin nicht so war. Aber trotzdem würden die South-Lemons noch eine Weile eine Minderheit bleiben. Egal, was sie zu tun gedachten. Andrew sah ihn also weiterhin starrsinnig an, während er nun auch noch eine Augenbraue herausfordernd hob und seine verschränkten Arme wieder etwas anspannte. "Man könnte also Vorteile herausarbeiten? Und was, wenn ich das gar nicht will?", warf er ihm also einfach vor, denn auch wenn der letzte Teil gelogen war, denn er wollte schon, war es dennoch ein klarer Standpunkt. Er schüttelte also einfach noch einmal seinen Kopf und zuckte mit seinen Schultern. "Um ehrlich zu sein, will ich auch niemanden zu mehr Macht verhelfen.", fügte er dann noch hinzu und setzte dabei auch gleich dazu sein bestes "Bitch, please."-Gesicht auf, "Also nein. Nein, das sehe ich nicht ein Zachary." Er presste seine Kiefer etwas zusammen, während man es deutlich in seinen Augen schimmern konnte, was nur noch mehr seinen Kampfgeist und natürlich auch seine Sturheit signalisierte. Denn spätestens jetzt sah er ihre Unterhaltung wirklich einfach nur mehr für beendet an. Völlig gleichgültig was jetzt noch auf ihn zukam.

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BeitragThema: Re: Suburb   Di Jan 27, 2015 11:16 pm

Der Schmuggler schien nicht besonders beeindruckt von Zachary's Argumenten zu sein, was den Leader zwar etwas ärgerte, allerdings ließ er sich eben das nicht anmerken. Zwar wollte er den Schmuggler wirklich voll und ganz auf seiner Seite haben, allerdings glaubte er nicht, dass es sinnvoll war, es so wirken zu lassen, als ob irgendetwas davon abhängig wäre. Außerdem, Andrew hatte den Dienst ihm gegenüber ja nicht eingestellt, also profitierte er noch von der Arbeit des Schmugglers und es war nichts verloren, trotzdem wäre es eben klar vorteilhaft gewesen, würde der 13th Street Gang eben dieser Aspekt fehlen. Trotzdem, dass Andrew Vorteile so gesehen gerade einfach ablehnte, erschien Zachary schlecht durchdacht und zudem unglaubwürdig. Und außer Tyler Mitchell fiel ihm kein wirklicher Grund ein, den Andrew davon abhalten sollte, dem Angebot nachzugehen. Doch vielleicht wäre es das beste, dem Schmuggler erst einmal ein wenig Zeit zu geben, um darüber nachzudenken. Zachary schnaubte leicht, das Handy hatte er inzwischen schon wieder in seine Jackentasche gleiten lassen. Sein ruhiger Blick ruhte auf dem Schmuggler und selbst, als dieser einen recht überzeugenden Gesichtsausdruck aufsetzte, zeigte sich in Zachary's Augen kaum eine Regung. Vielleicht ein wenig Unglaube aber keinesfalls besonders viel Ärger oder gar Rachsucht. Schließlich war Andrew nicht nur einfach ein Outsider, sondern so gesehen auch ein alter Freund. Auch, wenn man bei der momentan eher kühleren Unterhaltung kaum glauben mochte gab es doch Momente, in denen der Leader ganz normale Gespräche mit dem Schmuggler geführt hatte. Außerdem, die Bevorzugung der Lemons war ursprünglich alleine Andrew's Idee, oder besser gesagt Entscheidung. Es war also nicht so, als hätte Zachary aus heiterem Himmel beschlossen, Andrew praktisch vor die Wahl zu stellen. Vorerst stumm nickte der Leader langsam, verschränkte die Arme vor der Brust und musterte den etwas kleineren ihm gegenüber. "In Ordnung." meinte er schließlich mit tiefer Stimme und zuckte leicht mit einer Augenbraue. Dann musste er es wohl akzeptieren und darauf hoffen, dass Andrew nach einigen Tagen des Überlegens doch noch zu dem Schluss kommen würde, dass es das beste wäre, alleine für die South-Lemons zu arbeiten. Sollte er jedoch nicht zu diesem Schluss kommen würde Zachary ihn wohl noch einmal darauf ansprechen. Trotzdem, vorerst reichte es erst einmal, denn die Worte waren eigentlich eindeutig gewesen. Heute würde er wohl keinen Erfolg mehr haben, also wäre es ratsamer, weitere Argumente zurück zu halten um darauf zurück zu greifen, wenn sie wirklich nötig waren. "Zwar nicht das, was ich erwartet hatte, aber schlussendlich ist es deine Entscheidung." fügte er noch mehr oder minder wahrheitsgemäß hinzu, die Arme lockerte er dabei wieder. Es war wirklich nicht das gewesen, was er erwartet hatte, doch ganz und gar Andrew's Entscheidung war es nun nicht ganz. Gut, wie gesagt würde Zachary dem Schmuggler nicht die Hölle heiß machen oder ihn anderweitig bedrohen, sollte er einige Zeit brauchen, um die Entscheidung endgültig zu treffen, doch Argumente konnte er immer wieder bringen.

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BeitragThema: Re: Suburb   Mi Jan 28, 2015 8:10 pm

Eine kleine Weile musterte ihn Andrew schon noch. Nicht aber etwa, weil er ihm gegenüber misstrauisch war oder sich selbst unsicher war, nein, im Moment versuchte er ihn einfach nur ein bisschen einzuschätzen. Offenbar wollte er ihn immerhin jetzt ein wenig seine Sachen klären lassen, ohne ihn überreden zu wollen. Andererseits kannte er ihn inzwischen doch schon lange genug, um zu wissen, dass er vermutlich nicht aufgeben würde. Oder eher sogar sehr sicher. Denn er respektierte zwar Andrews selbstständige Entscheidungen, war aber offensichtlich nicht sonderlich zufrieden und deshalb würde er es vermutlich nicht allzu schnell unterlassen ihn immer wieder auf seine Seite zu ziehen versuchen, wenn man das denn so nennen konnte. Vermutlich sowieso nicht, denn das wäre dann wohl eher das, was Naya versuchte. Nur auf eine... etwas handgreiflichere Art. Aber das lag wohl einfach in ihrer Natur, also wer war er denn schon, um sie zu kritisieren. Außerdem störte es ihn jetzt nicht unbedingt, weder, dass Zachary versuchte ihn davon zu überzeugen völlig nur mehr für die South-Lemons zu arbeiten, noch, dass seine Gegenspielerin öfters in Argumenten Gewalt statt Worte anwandte, solange diese nicht gegen ihn gerichtet war, selbstverständlich. Momentan war aber dennoch immer noch ein ziemlich ungünstiger Zeitpunkt. Und wenn er ehrlich war, würde er sich aus dem Geschehen wirklich einfach nur gerne heraushalten. Denn einen solchen Zirkus mit den Grenzen brauchte er wirklich nicht. War ja schon schwierig genug gewesen überhaupt hierher zu kommen und das, obwohl er eine jahrelange Erfahrung als Schmuggler hatte. Vielleicht, aber auch nur vielleicht könnte er seine Meinung also noch einige Zeit später ändern. Wobei, so wie er seine eigene Sturheit kannte, wahrscheinlich nicht unbedingt. Auf Zacharys letzer Bemerkung hin musste er dann allerdings schon noch etwas anmerken, "Keine Sorge, ich hatte es eigentlich auch nicht unbedingt gedacht, aber gut, man überrascht sich dann wohl doch noch selbst." Er lächelte leicht. Denn sie beide wussten immerhin ganz genau, wie noch vor ein paar Monaten seine Entscheidung ausgesehen hatte. Aber jetzt, jetzt hatte sich schon wieder so viel verändert. Glücklicherweise aber das Meiste zum Guten. Ein Hauch eines Lächelns machte sich bei diesem Gedanken auf seinen Lippen breit, ehe er noch ein etwas leiseres "Aber ich denke nicht, dass es ihr wirklich auffällt, wenn ich immer wieder ein, zwei Aufträge mehr für euch mache." hinzufügte, ohne allerdigs darum einen großen Deal zu machen. Versprechen konnte er ihm schließlich nun auch wieder nicht wirklich viel. Schon gar nicht bei diesen Umständen momentan. "Bis bald also schätze ich.", zuckte er dann also mit den Schultern. Das Gespräch war mit seiner Ablehnung zwar eigentlich sowieso schon beendet gewesen, aber eine formelle Verabschiedung brauchte man dann wohl doch immer. Er machte noch eine kleine salutierende Geste, ehe er sich von Zachary abwandte und in sein Auto begab. Jetzt erst einmal zu sich nach Hause und das so schnell wie möglich und dann erst einmal zu seinem Freund. Die Geschäfte waren also vorerst zumindest noch vergessen.

tbc: Tyler Mitchells Haus

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BeitragThema: Re: Suburb   Mi Jan 28, 2015 10:12 pm

Andrew schien nicht irgendwie genervt zu sein, was Zachary jedoch schlussendlich so oder so recht egal gewesen wäre. Außerdem, der Schmuggler war zu dem Treffen erschienen, wohl wissend, um was es gehen würde, also hatte er doch gewusst, was auf ihn zukommen würde. Es war ja nicht so, als würde Zac so unvorhersehbar wie Naya Blacksmith handeln, nein. Zwar konnte man nicht voraussagen, wie er als nächstes im großen und ganzen handeln würde, immerhin wäre es dann ziemlich leicht, ihm und der Gang das Handwerk zu legen, dennoch musste man, als Outsider, nicht unbedingt befürchten, schon auf dem Weg zu dem Treffpunkt sich eine Kugel einzufangen. Zac nickte bei Andrews erster Anmerkung nur, wirkte dennoch schon gleich etwas weniger angespannt. Bei dem lächeln und den folgenden Worten des Schmugglers jedoch nickte auch er deutlich entspannter. Für den Anfang war es wenigstens gut zu wissen, dass Andrew nach wie vor ein besseres Verhältnis zu ihm als zu Naya hatte. Und gut, wenn Zac nicht locker lassen würde könnte man aus diesen ein oder zwei Aufträgen bestimmt noch mehr heraus schlagen. "Na also." meinte er nur, schließlich wusste Andrew ja, was Zachary sich heute erhofft hatte. Und das war wirklich schon ein Anfang, aus dem Mund des Schmugglers zu hören, dass er an seiner momentanen Einstellung - oder früheren - gegenüber den Lemons nicht unbedingt etwas ändern wollte. "Bis dann." Kurz blieb Zachary noch an Ort und Stelle stehen, bis er schließlich alleine an dem Treffpunkt war. Sein Blick fiel erneut auf sein Handy und auf das Bild, das er versendet hatte. Und als er sah, an wen es gegangen war, hätte er sich gerade selbst ohrfeigen können. Er hatte tatsächlich ein solches Bild an Naya Blacksmith gesendet. Gut, es war schon kurios, dass er die Leaderin überhaupt auf Snapchat hatte, doch mit Informationen von Handynummern etc. konnte man ab und an etwas anfangen, doch dass so etwas passieren würde, hätte er nicht gedacht. Genervt stieß er die Luft aus, machte sich jedoch nicht zu viele Gedanken darüber, immerhin hatte Naya auch schon eine Menge unseriösen Mist gebaut: An der Halloween Party zum Beispei. Mit einem Seufzen machte sich Zac schließlich auf den Weg zu seinem Auto und beschloss, kurz nach Hause zu fahren, um dort noch ein wenig organisatorisches zu erledigen.

gt: Zachary Collins Penthouse

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BeitragThema: Re: Suburb   So Okt 11, 2015 9:25 pm

cf: Side Branch [South-Lemons]

Jules war völlig in seinen Gedanken versunken, während er durch die Vorstädte streifte. Der Hauptausgang der Kanalisation befand sich leider nämlich nicht gerade in der Nähe seiner Wohnung, weshalb er immer erst durch dieses Gebiet gehen musste. Nicht, dass es ihn störte, normalerweise hatte er aber Begleitung von einem anderen Mitglied. Er wusste natürlich, dass es auch andere Ausgänge von der Kanalisation gab, hatte sich bis jetzt aber aus irgendeinem Grund nie getraut zu fragen, wo diese waren und noch wichtiger - wo diese endeten. Vermutlich lag das aber einfach nur daran, dass er noch viel größere Angst hatte sich dort dann zu verlaufen und ihn am Ende niemals jemand wiederfinden würde, da diese andere Ausgänge eigentlich niemand benutzte. Keine besonders angenehme Vorstellung. Mehr oder weniger elegant sprang er auf seinem Weg zwischen den kleinen Häusern und der Hauptstraße über eine riesige Pfütze. Die waren hier aber wirklich auch überall. Die letzten Tage hatte es nämlich ziemlich stark geregnet, was ihn allerdings beinahe schon in eine melancholische Stimmung versetzt hatte. Irgendwie erinnerte es ihn an zuhause, wo es ja auch immer regnete und das nicht zu wenig. Zuhause, wo er keine Angst haben musste, dass ihn irgendwelche Bandenmitglieder der 13th Street Gang umbringen oder zumindest erpressen wollten. Zuhause, wo er aber auch nicht frei war. Irgendwie war es ihm also dennoch wert, hier zu sein. Der Freiheit willen. Plötzlich hörte er ein lautes Hupen und er drehte sich verwundert um. Klar, sie befanden sich hier an einer Hauptstraße, aber kaum einer hatte Grund in so einer verarmten Gegend zu hupen, schließlich gab es hier aufgrund der wenigen Autos kaum oder eigentlich nie Stau. Wie es sich herausstellte, war auch nirgendswo Stau, aber ein grauer SUV donnerte gerade mit einem rasenden Tempo an ihm vorbei - und leider somit auch durch die riesige Anhäufung von Wasser, die sich direkt neben ihm befand. Zum Wegspringen war es schon lange zu spät, also kniff er einfach fest die Augen zusammen und hob noch so gut es ging seine Hände, während er von oben bis unten durchnässt wurde.

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BeitragThema: Re: Suburb   So Okt 11, 2015 9:53 pm

cf: Roosevelt Island

Mindestens zehnmal hatte Fly ihren Plan geändert, nur im ihn dann wieder umzuändern. Ganz danach war sie natürlich auch immer wieder im Zickzack und hin und wieder vielleicht sogar im Kreis gelaufen, doch sie hatte sich stets bemüht im Schatten kleiner Gassen und Dächer zu bleiben, um auch ja von niemandem entdeckt zu werden. Denn auch wenn sie noch so klein und unauffällig war, in ihrer jetzigen Verfassung würde sie auf jeder noch so schäbigen Straße auffallen. Vielleicht sah man die leicht aufgeschürften Hände durch ihren langen Mantel nicht und auch in ihrem Gesicht sah man lediglich eine leicht aufgeplatzte Lippe mit einer kleinen Blutspur daran, da auch ihr Auge und sonstiges Gesicht von ihrer Kapuze überdeckt war, doch ganz eindeutig war sie schon durch mindestens fünf Pfützen gestolpert, denn ihre leicht zerrissene und ausgeblichene schwarze Hose war an den unteren Beinen völlig durchnässt und dreckig von dem schmutzigen Wasser der Pfützen. Hinzu kam, dass sie sich immer wieder abwesend umblickte, sobald sie an einer Ecke ankam, denn stehen blieb sie sonst nicht.
So kam es dann auch, dass sie schließlich über einen großen Umweg in die Vorstädte kam, in denen sie auch mal gezwungen war eine etwas größere Straße zu überqueren. Autos kamen hier zwar kaum lang, aber es war dennoch ein großes Risiko überhaupt gesehen zu werden. Ohne dies wirklich zu beachten oder ohne dass es sie wirklich interessierte überquerte Fly diese Straße nun also und blieb auf der anderen Seite nur wenige Sekunden unschlüssig stehen. In dieser Zeit jedoch hörte sie plötzlich die Reifen eines Autos und sprang mehr als nur verschreckt noch weiter zur Seite, während sie sich nun in diese Richtung drehte und gerade noch sah wie eine Person am Rande der Straße wegen des Autos voll vom Wasser einer großen Pfütze getroffen wurde und einfach pitschnass stehen blieb. Dass das Auto im nächsten Moment an Fly vorbei fuhr bemerkte diese gar nicht, denn ihr Blick lag starr auf der nassen Person neben der Straße, bei der sie total erstarrte sobald sie erkannte wer denn da stand. Und wer würde dies denn wohl nicht auf den ersten Blick erkennen? Kein New Yorker würde dies sonst einfach so über sich ergehen lassen und lediglich eine Hand zum Schutz heben. Normale Menschen hier riefen dem Autofahrer noch wüst hinterher und beschimpften ihn bis aufs äußerste, oder fluchten zumindest leise vor sich hin.
Ohne es nun aber wirklich steuern zu können lief Fly eilig ein paar Schritte auf ihn zu, ehe sie abrupt stoppte und dabei erneut fast über ihre eigene Beine stolperte - aber hey, auf dem Hinweg war ihr dies nur zweimal passiert. Doch was dabei wirklich in ihr vorging konnte sie nicht richtig beschreiben. Sollte sie wirklich zu ihm gehen und mit ihm sprechen? Sie musste mit irgendjemandem darüber sprechen was gerade geschehen war, oder etwa nicht? Früher hatte sie dies auch nicht tun müssen, also nein, wahrscheinlich musste sie dies wirklich nicht. Aber sie sollte ihm schon von ihrem Vorhaben erzählen oder ihm zumindest mitteilen, was sie sich in den letzten paar Minuten immer wieder in Gedanken klar gemacht hatte. Es wäre unfair einfach von der Bildfläche zu treten, ohne ihm auch nur ein wort zu sagen.
Trotz dieser entschlossenen Gedanken spürte Fly wie ihr erneut die Tränen kamen und sie schluckte leise. Sie konnte ihm das nicht einfach sagen. Immer wieder stieß sie Leute vor den Kopf und ließ sie auflaufen, in dem sie zu einem geschäftlichen Treffen nicht erschien oder erst gar kein treffen mit ihnen ausmachte. Aber bei Jules war dies anders. Sie hatten sich bisher nur privat gesehen und Fly wusste nicht wirklich ob sie es wirklich über sich brachte ihm einfach so zu sagen, dass sie sich nicht mehr sehen konnten und Fly ihn nicht mehr privat besuchen würde. Schließlich war sie so schon total auf sich gestellt und allein, aber vielleicht würde es ihr auch leichter fallen solange sie noch so unter Schock stand. Oder es würde ihr schwerer fallen, da sie so schon wieder kurz davor war in Tränen auszubrechen - und sie war schon mehr als froh, dass diese während ihrem Weg hierher versiegt waren.
Fly war sich einfach zu unsicher und in ihrer Meinung zu geteilt um im Moment einen klaren Entschluss fassen zu können. Möglicherweise sollte sie auch wirklich einfach nichts sagen, das war für alle Beteiligten am einfachsten. So konnte sie ihre Sorgen und ihre Schuld zu Emily Sinclair weiter in sich hineinfressen und er konnte einfach weiterleben wie zuvor. Ohne noch länger darüber nachzudenken und ziemlich abwesend, als wäre sie nicht sie selbst, wandte sie sich schließlich schon wieder von der Person ab, zögerte jedoch noch immer einfach zu gehen.

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BeitragThema: Re: Suburb   Di Okt 13, 2015 11:23 pm

"Oh nein, warum immer ich?", seufzte der nun wirklich vollkommen durchnässte Jules. Das Auto, das an ihm vorbeigefahren war, war durch eine so große Wasserlache gefahren, dass gigantisch schon gar kein Ausdruck mehr war. Jedenfalls stand er jetzt mitten auf der Straße und das durch und durch nass, davon abgesehen, dass es noch mehr als eine halbe Stunde mit der U-Bahn und dem zusätzlichen Fußweg zu seiner Wohnung war. Jeder andere hätte natürlich in dieser Situation wild zu fluchen begonnen und wäre ziemlich aggressiv geworden, aber so war Jules einfach nicht. Es brauchte sehr viel mehr um ihn aus der Fassung zu bringen, davon abgesehen, dass er einfach niemand war, der Schimpfwörter benutzte. Manchmal fragte er sich ernsthaft, was er hier überhaupt zu suchen hatte. Er war doch ernsthaft ein zu großer Feigling um zu fluchen, also wie genau war er noch einmal in einen Bandenkrieg gestolpert? Oh, stimmt ja, er konnte es sich selbst noch nicht einmal erklären. Schien wohl einfach im Package "Reise nach New York" dabeigewesen zu sein. Leider wurde es immer unwahrscheinlicher, dass er das hier überlebte. Wow, vielleicht sollte er nicht ganz so dramatisch denken, aber es war zumindest ziemlich unwahrscheinlich, dass er das hier unbeschadet überstand. Wobei, bis jetzt hatte er es doch auch geschafft. Er sollte sich wirklich nicht so hängen lassen, aber nach dem Vorteil mit seinem Vater war es einfach immer schwieriger geworden seine andere Seite zu unterdrücken. Zumindest innerlich. Äußerlich war er natürlich wie immer derselbe Jules und niemand hier kannte ihn gut genug, so hoffte er, um das minimale Flackern in seinen Augen zu entdecken, dass etwas anderes verriet. Sein Halbbruder war schließlich nicht hier. Langsam war er immer glücklicher über diese Tatsache. Klar, er vermisste seine zwei "Geschwister", aber so war es auch viel einfacher geworden diese Seite in sich zu ignorieren. Von was redete er da eigentlich? Die existierte doch gar nicht. Jules O'Brian war niemand, der solche Gedanken hatte. Er war der fröhliche, etwas seltsame Engländer, der sich noch nicht ganz in New York eingelebt hatte. Alles außerhalb dieses kleinen Universums war doch sowieso nur frei erfunden. Der Vorfall mit Fly, als sie ihn nach seiner Mutter gefragt hatte, hatte ihn wirklich außer Gleichgewicht gebracht. Das musste aufhören, jetzt - sofort. Er sollte über solche Dinge überhaupt nicht nachdenken, auch wenn er nur an die Oberfläche der ganzen Sache kratzte. Sie waren unwichtig, irrelevant und hielten ihn nur auf. Jules fuhr sich durch seine komplett nassen Haare und strich sie zurück, wobei sie durch ihre Feuchtigkeit flach kleben blieben. Toll, jetzt sah er auch noch aus wie eine schlechte Kopie von Draco Malfoy mit dünkleren Haaren. Wobei das schon irgendwie wieder lustig war. Loslachen sollte er vielleicht aber doch nicht darüber, sonst würden ihn die Passanten noch für völlig durchgedreht halten. Immerhin würde es dann so wirken, als ob er sich tatsächlich über diesen riesigen Wasserschwall, der auf ihm gelandet war, freuen würde. Bei dem Gedanken an Passanten erinnerte er sich, dass hier ja noch andere Leute sein müssten und sah sich um. Hoffentlich starrte ihn niemand seltsam an, das machte ihn immer so schrecklich nervös. Allerdings stach ihm nur eine einzige Person ins Auge. Sie stand mit dem Rücken zu ihm und machte allem Anschein nach gerade Anstalten zu gehen. Außerdem wirkte die Gestalt eher klein, trug weite Klamotten und hatte sehr leise Schritte offenbar, nachdem sie beinahe direkt hinter ihm stand. Er würde sie überall erkennen. "Fly!", rief er also und machte ein paar schnelle Schritte in ihre Richtung. Hoffentlich hatte sie nicht wegen ihm die Richtung gewechselt. "I-ich hab dich gar nicht bemerkt.", meinte er, während er aufholte und nun vor ihr stand. Weggerannt war sie bis jetzt vor ihm zumindest noch nie. Sie sah allerdings so schrecklich aufgewühlt aus und genau das machte ihn schon wieder nervös genug um zu stottern. Er hoffte wirklich sehr, dass er ihre Situation nicht noch schlimmer machte oder dass er sie nervte. Denn er mochte sie wirklich und das war wirklich das Letzte, was er jemandem antun würde, den er gern hatte. Davon abgesehen, dass er sich eigentlich immer freute sie zu sehen, auch wenn sie beschloss, dass sie bei ihm einbrechen würde. Vielleicht war er im ersten Moment etwas überrascht, allerdings verstand er langsam, dass nun einmal sie es war, die entschied wann sie gesehen wurde und wann nicht. Sein Gesichtsausdruck wechselte von erfreut zu besorgt. Sie sah wirklich nicht gut aus. "Alles... alles in Ordnung?"

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BeitragThema: Re: Suburb   Mi Okt 14, 2015 7:51 am

Flys halbherzige Versuche, einfach von hier zu veschwinden um nicht mit Jules reden zu müssen, wurden je unterbrochen als sie eine männliche Stimme ihren Namen rufen hörte. Fast sofortig blieb sie daraufhin wie angewurzelt stehen, konnte sich jedoch nur langsam dazu durchringen, sich wieder in seine Richtung zu drehen. Als er schließlich war ihr stand und sie seine Worte hörte zuckte sie nur ein wenig unbeteiligt mit den Schultern. Das war so gar nicht ihre Art, erst recht nicht bei Jules. Aber im Moment wusste sie auch einfach noch nicht, ob sie sich freuen sollte oder eher nicht, dass er sie doch noch bemerkt hatte. Die Tatsache, dass sie unauffällig und leicht zu übersehen war wusste sie ja schließlich, nicht umsonst trug sie in ihrem Leben keine Neongrellen Klamotten - wobei sie dies wohl auch in einem normalen Leben nie getan hätte, aber das spielte ja nun nichts zur Sache. Etwas verwirrt über sich selbst und ihre wirren, ungeordneten Gedanken runzelte sie daraufhin einen Moment lang die Stirn, ehe sie sich erinnerte wer da vor ihr stand und dies schnell unterließ.
"J-Jules." murmelte sie nun also doch endlich mal, wenn auch ziemlich leiser als eben genannter. "V-vielleicht solltest du nachhause gehen u-und dir etwas trockenes anziehen..." meinte sie im nächsten Moment noch halbherzig, auch wenn sie dies natürlich andererseits ehrlich meinte. Es war nur eher ein halbherziger Versuch, ihn doch noch zum Gehen zu bringen. Aber sie wollte schließlich nicht unhöflich werden und gerade nicht bei ihm, der doch auch immer so höflich war. Andererseits wusste sie wie leicht man mit so nassen Klamotten krank werden konnte und machte sich deswegen doch auch unterschwellig Sorge. Was sie ihm bei ihren nächsten Worten jedoch nicht zeigen sollte, denn schließlich war sie nicht hier um sich nett zu unterhalten. Dass sie sich dennoch sehr freute mal wieder in sein Gesicht sehen zu können war dabei allerdings auch nicht wirklich hilfreich. Und auf der anderen Seite bekam sie ihn gar nicht wirklich mit, zu sehr wandelten ihre Gedanken noch immer um das eben Geschehene und dessen Folgen. Aber wie sollte sie ihm das bitte erklären? Sie war ja so schon froh genug noch stehen zu können.
Außerdem mochte es wohl fast schon sarkastisch klingen, zu sagen sie würde sich freuen in sein Gesicht sehen zu können. Denn um genau zu sein tat sie dies nicht. Zusätzlich zu ihrem ziemlich aufgewühlten Auftreten, blickte sie schon die ganze Zeit, seit er sie bemerkt hatte, nur hinunter auf den steinigen und nassen Boden. Vielleicht auch einfach, weil sie ihn nicht ansehen konnte. Denn schon die nächste Frage von ihm zeigte ihr deutlich, dass er natürlich bemerkt hatte, dass etwas nicht stimmte. Und natürlich fragte er sofort besorgt nach. Also konnte sie sicher nicht in seine Augen sehen, wenn sie ihn jetzt auch noch so vor den Kopf stoßen musste. Andererseits sollte sie vielleicht auch einmal auf seine Frage antworten, die sie sich jedoch erst Sekunden später in ihr Gedächtnis rufen konnte. Vorher hatte sie gar nicht wirklich oder nur sehr abwesend darauf reagiert, wie ihr jetzt erst auffiel. Sie sollte wirklich einmal bei der Sache bleiben.
"J-ja... also nein." antwortete sie schließlich und fuhr sich fast schon verzweifelt mit beiden Händen über ihr Gesicht. Dass daraufhin jedoch die Ärmel ihres Mantels hochrutschten und man natürlich deutlich die aufgeschürften Hände zu sehen waren - mit denen sie wohl auch auf dem Hinweg bis hier her noch zehnmal gegen eine Wand gekracht war, weil sie kurz vorm umkippen war - bemerkte sie erst im nächsten Moment. Und auch die Tatsache, dass daraufhin natürlich ihre Kapuze hochrutschen und ihr Gesicht erkennbar machen könnte. Der Grund für das Senken ihrer Hände war jedoch der, dass kurz nach der Berührung sofort ein stechender Schmerz durch ihr ganzes Gesicht ging und sie daraufhin sofort schmerzhaft zusammenzuckte und ihre Hände wieder hinunternahm.
Hatte sie ihm jetzt eigentlich schon geantwortet? Im nächsten Moment war ihr dies nicht mehr klar, vielleicht auch durch die Kopfschmerzen, die sie dank Naya nun hatte. Doch natürlich hatte sie gerade geantwortet, wenn auch ziemlich verwirrend. Dass das wahre an ihrer Antwort das Nein war, konnte wohl dennoch jeder erkennen. Es machte Fly aber einfach verrückt keinen klaren Gedanken fassen zu können, doch so sollte Jules sie doch eigentlich nicht erleben. Ein paar mal atmete sie noch tief ein und aus, ehe sie zu einer erneuten Antwort ansetzte. Sie hatte diese Worte schließlich schon tausendmal umgeändert und in ihrem Kopf wiederholt, während sie in Richtung seiner Wohnung gelaufen war. Nebenbei bemerkt schien er wohl wie jeder andere Mensch dafür die U-Bahn zu benutzen, denn der Weg, den Fly immer nutzte, führte in die andere Richtung. Konzentrier dich. erinnerte sich die junge Spionin im nächsten Moment, während sie aufgewühlt und ohne es wirklich zu merken den Kopf schüttelte.
"I-ich...also ich muss dir etwas sagen. Ich kann... d-dich nicht mehr privat treffen. Es geht einfach nicht." Einen Augenblick später wurde ihr bewusst wie dumm diese Worte klangen und sie versuchte zumindest sich durch eine Erklärung ein wenig zu retten, auch wenn allein durch ihre Stimme und die Tatsache, dass sie ihm nicht in die Augen blickte, deutlich wurde dass sie all dies gar nicht wollte und es sich wahrscheinlich nur ihren aufgewühlten Gedanken zu danken war, dass sie überhaupt auf so eine Idee kam. "Also versteh.. versteh das nicht falsch. E-es liegt nicht an dir, aber wenn wir uns weiterhin treffen... d-dann bringst du dich selbst in Gefahr." klang auch nicht viel plausibler in ihren eigenen Gedanken, aber wie sollte sie ihm auch deutlich machen, dass sie ihn einfach nicht mehr sehen konnte? Sobald irgendjemand hier auf der Straße Wind davon bekam, dass Fly doch tatsächlich eine Person kannte, die sie mochte und mit der sie sich privat unterhalten konnte, wären sie beide in viel größerer Gefahr als vorher. Und dabei war es völlig egal ob es nun ein zwiespaltiger Polizist, ein Drogenhändler, ein kleiner Leader oder gar Naya Blacksmith persönlich war, die diese Information bekam. Sobald dies nämlich der Fall war, konnte Fly mit diesem Umstand viel leichter erpresst werden und Jules wohlmöglich auch noch auf irgendeine Art gefoltert, um mehr Informationen über sie zu bekommen. Okay, es war scheinbar doch einfacher zu erklären, das Problem bei dieser Variante war lediglich das, dass sie dabei zugeben musste ihn zu mögen. Und das würde sie sich nicht erlauben, denn selbst in Gedanken stritt sie dies im nächsten Moment wieder einmal ab. Und natürlich war sie auch schon wieder völlig abwesend, weshalb sie im nächsten Moment entschieden ihre Hände in den großen Taschen ihres Mantels vergrub und ihre Augen schloss, um sich zu sammeln. Ohne es selbst zu merken hatten sich während ihrer Worte nämlich erneut Tränen in ihren Augen gesammelt. Doch dies schob sie wieder einmal auf den Umstand, dass sie im Moment wohl ein klein wenig aufgewühlt war.
"I-Ich möchte nur auch nicht, dass ich dich eines Tages gar nicht mehr besuchen komme u-und du dich dann fragst warum. Es... es könnte ja auch immer sein dass ich dann... dass ich dann tot bin." versuchte sie es schließlich noch einmal, wobei ihre Stimme diesmal jedoch zum Ende hin immer leiser wurde und schließlich noch fast vor dem letzten Wort ganz erstarb. Sie konnte ihm das einfach nicht so vermitteln. Und das ihr im nächsten Moment wirklich Tränen über die Wangen liefen machten diese Sache hier auch nicht leichter. Gerade deswegen vergrub sie ihre Hände nun aber noch tiefer in ihren Taschen und wandte sich halbherzig von ihm ab, damit er dies auch ja nicht mitbekam. Den Kopf hatte sie währenddessen natürlich noch extremer gesenkt als zuvor, während dennoch ihre Schultern neben dem vorherigen Zittern nun auch noch leise bebten, wobei Fly nur hoffen konnte, dass man dies wegen des Mantels nicht sehen konnte. Jules sollte schließlich nicht diese zerbrechliche und einfach nur traurige Seite an Fly kennenlernen, erst recht nicht wenn diese gerade vorhatte ihre... nun was auch immer das war, denn als Freundschaft konnte man es wohl kaum betiteln, zu beenden. Sie war aber auch wirklich erbärmlich.
Schnell und hoffentlich unauffällig wischte sie sich bei diesem Gedanken die Tränen aus dem Gesicht und zog ihre Kapuze erneut tiefer, als ihr Gesicht daraufhin erneut weh tat. Sie hatte ja schließlich keine Ahnung wie schlimm sie aussehen musste. Anschließend und um vielleicht doch noch einen etwas entschlosseneren Eindruck zu machen versuchte sie ihre Schultern etwas zu straffen. Jetzt brauchte sie nur noch zu hoffen, dass er einfach nicht nachfragen und gehen würde. Auf der anderen Seite hoffte sie innerlich jedoch auch, dass er da einfach hartnäckiger war und vielleicht nicht einfach gehen würde, denn schließlich würde das heißen, dass sie ihm nichts bedeutete. Andererseits sollte sie dies ja auch nicht, denn sie wollte keinesfalls dass er sich neben dem ganzen Bandenkrieg auch noch mit all den Leuten auseinandersetzen musste, die mit ihr zu tun hatten und davon Wind bekamen.
Es war aber auch einfach zum verzweifeln, was sollte sie denn jetzt tun? Wenn er wirklich einfach ging musste sie sich schließlich einen anderen Ort suchen, zu dem sie nun hin könnte. Natürlich kannte sie eintausend andere bisher von sonst niemandem entdeckten Plätze in ganz New York und könnte auch einfach in ihre eigene Wohnung gehen, aber Fakt war einfach dass sie sich bei Jules irgendwo auch sicherer fühlte. Und das wiederrum durfte sie natürlich auch nicht, denn dieses Gefühl von scheinbarer Sicherheit war eine Lüge. Jedes Gefühl von Sicherheit hier in New York war eine Lüge, zumindest in Flys Augen. Es war eine Lüge zu sagen man wäre in einem Heim besser aufgehoben und geschützter als auf der Straße, oder das vermeintliche Freunde einen besser schützen und nicht hintergehen. Aber wieso kam sie jetzt auch auf solche Gedanken? Sie sollte diese Sache hier einfach hinter sich bringen und dann vorerst untertauchen. Denn etwas anderes konnte sie im Moment definitiv nicht tun. Eigentlich hatte sie ja vorgehabt eventuell auch mal wieder bei Zachary Collins aufzukreuzen, doch das würde sie sich nach der Aktion von Naya vorerst nicht mehr trauen. Denn schließlich hatte sie Naya nun schon das zweite mal eine Antwort verweigert, den Leader der South Lemons hatte sie jedoch vor noch etwas längerer Zeit ziemlich enttäuscht, als sie die Sache mit Lucia zugegeben hatte. Und das auch noch vor Naya. Wenn er da nicht immer noch sauer auf sie war, wusste sie auch nicht weiter. Aber auch wenn er nicht mehr sauer war, wer versprach ihr denn das er nicht vielleicht während eines Treffens sauer wurde, sollte sie auch ihm eine wichtige Information vorenthalten? Natürlich war er bisher immer der ruhigere und einsichtigere der beiden Leader gewesen und hatte auch immer versucht auf seine eigene Art und Weise Rücksicht auf sie zu nehmen, da sie noch so jung und bekanntlichermaßen hin und wieder auch sehr unsicher war, aber wer konnte ihr versichern, dass nicht auch er irgendwann einmal ausrasten würde? Gerade da er auch ziemlich offensichtlich viel Alkohol trank - wobei Fly dies natürlich nicht nur wusste, da es sehr offensichtlich war. Und alkoholisierte Menschen waren meist viel gewalttätiger als nüchterne. Oder zumindest lauter, aber das reichte ja schon.
Doch wieso machte sie sich im Moment überhaupt Gedanken über diesen Leader? Schnell schüttelte sie den Kopf und zögerte im nächsten Moment wieder. Hatte Jules gerade schon etwas gesagt, was sie in ihren Gedanken nicht mitbekommen hatte? Wieso war sie heute auch so unvorsichtig!
Langsam wurde jedoch auch ihr bewusst, wie aufgewühlt und fertig sie doch durch das Geschehene und dessen Folgen war. Wahrscheinlich sollte sie sich tatsächlich erst einmal wirklich beruhigen und sich nicht nur einreden, dass sie ruhig wäre. Andernfalls konnte es schließlich auch sein, dass sie bald einfach umkippen oder zusammenbrechen würde. Eine Panikattacke zu bekommen wäre da auch noch eine Variante, aber Fly wollte da nicht so optimistisch sein. Auf jeden Fall sollte sie dabei dann nicht mehr einfach so auf der Straße stehen, sondern wenn möglich irgendwo sein, wo ihr über einen kurzen Zeitraum mit großer Wahrscheinlichkeit nichts passieren würde.

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BeitragThema: Re: Suburb   So Okt 25, 2015 12:05 am

OoT: Sorry dass ich so lange gebraucht habe, aber letzte Woche ist echt nicht gut gelaufen für mich...

Die Situation änderte sich so schnell, dass Jules überhaupt nicht richtig reagieren konnte. Plötzlich wirkte alles bedrückend. Fly machte ihm richtiggehend Angst. Was war los mit ihr? Als sie sich endlich zu Wort meldete, starrte er sie entsetzt an. Er glaubte das einfach nicht. Konnte es denn wirklich sein, dass sie das ernst meinte? "W-warum, i-ich…" Er konnte es sich einfach nicht selbst erklären, aber er fühlte sich so, als hätte er etwas verbrochen. Und zwar etwas richtig schlimmes, wofür er sich schämen sollte. Davon abgesehen konnte er es einfach nicht fassen, was sie da gerade gesagt hatte. Sie wollte ihn aus ihrem Leben aussperren und das, obwohl sie doch gerade so schöne Fortschritte gemacht hatten und er sich weniger allein als sonst gefühlt hatte. Vorsichtig umarmte er seinen eigenen Bauch. Ihm war schlecht. Genauso schlecht, wie er sich fühlte. Hätte sie ihm doch besser in die Eingeweide geschlagen, das hätte er besser verkraftet als das hier. Dabei hatte er sich doch so unglaublich gefreut, dass er sie wiedergesehen hatte. Schließlich tauchte sie nicht so oft auf und doch oft genug, dass er sie vermisste, wenn sie sich eine Woche überhaupt nicht blicken ließ. Scharf zog er die Luft ein und sah sie argwöhnisch an, als sie dann auch noch behauptete, dass es nicht an ihm liege, bevor er noch richtig etwas entgegnen konnte. Mehr als sinnfreies Stottern würde er im Moment aber sowieso kaum zusammenbringen. Trotzdem war das, was da aus ihrem Mund kam nicht wirklich hilfreich. Das sagten sie doch alle immer. In den Serien, in den Videospielen, bei Trennungen . Ein Klischee, das meistens noch nicht einmal stimmte. Mit starren Augen musterte er sie. "A-aber Fly du bist doch bis jetzt meine einzige richtige Freundin hier…", murmelte er verzweifelt, während er seinen Griff um seinen eigenen Torso nur noch verstärkte. Langsam kamen ihm die Tränen, seine Augen glänzten wahrscheinlich schon von ihnen. Das was sie aber als nächstes sagte, machte die Situation nur noch schlimmer. Jetzt brachte er die Vorstellung nämlich einfach nicht mehr aus seinem Kopf. Fly – aber tot. Leblos. Am Ende angelangt. Sie würde vermutlich irgendwo in einer Gassenecke liegen oder ein Bandenmitglied brachte sie um und niemand würde jemals ihren Körper finden. So als hätte sie gar nicht erst existiert. Wie sollte er das denn aushalten? Jules war doch schon ein empfindlicher Mensch, der sich schnell an Leute band, aber die Vorstellung, dass jemand den er mochte einfach aufhörte zu existieren, brachte ihn wirklich innerlich um. Seine Augen wurden beinahe comic-haft groß und er starrte sie an. "Oh ich hätte es doch unendlich mal lieber dass du mich ignorierst und mich einfach nie wieder besuchen kommst, als dass du tot bist. Du kannst mir wirklich alles antun, aber das wäre wirklich das Schlimmste."

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BeitragThema: Re: Suburb   So Okt 25, 2015 9:16 am

OoT: Brauchst dich doch nicht dafür zu entschuldigen, lass dir einfach Zeit. ich hab schon in meine PN was dazu geschrieben <3

Tatsächlich hatte Fly in ihren wirren Worten und Gedanken seine ersten Worte nicht verstanden, jedoch rief sie sich nun ins Gedächtnis dass es nur zwei waren und diese auch keinen wirklichen Sinn ergeben haben konnten. Andererseits konnte sie es natürlich verstehen und glaubte auch kaum, dass ihre eigenen Worte einen Sinn ergeben haben. Sie konnte seinen entsetzten Blick auf sich geradezu sehen, jedoch starrte sie selbst noch immer auf ihre eigenen Füße. Es war feige, aber sie konnte ihm einfach nicht in die Augen blicken. Er würde mittlerweile schon zu viel darin sehen können und vielleicht würde ihm dann auch der Gedanke kommen, dass sie all dies ernst meinte. Wobei sie selbst doch schon jetzt wusste, dass sie ihre Worte bereuen würde, aber in ihrer jetzigen Verfassung war ihr dies egal. Vielleicht konnte sie sich nicht von Jules fernhalten, aber sie konnte ihm zumindest weismachen dass sie dies tat.  
Als er im nächsten Moment seinen Arme um seinen Bauch legte, fast so als würde er diesen umarmen, fühlte sich Fly nur noch schlechter. Ihr war schlecht, schwindelig, sie hatte Kopfschmerzen und ihr gesamtes Gesicht so wie ihre Hände brannten höllisch vor Schmerz. Aber noch schlimmer war einfach Jules vor ihr, wie er scheinbar fast schon verzweifelt zu überlegen versuchte was der Grund für ihren plötzlichen Ausbruch war. Für ihn musste es schließlich so aussehen, als hätte sie Fortschritte gemacht. Sie hatte Essen von ihm angenommen, hatte ihn sogar bei sich zuhause besuch - auch wenn sie dafür eingebrochen war- und sie hatte ihn absichtlich immer wieder aufgesucht, einfach um mit ihm reden zu können. Aber all dies waren für sie keine Fortschritte. Es jagte ihr einfach nur eine Höllenangst ein. Ja, vielleicht war sie in der Hinsicht tatsächlich gestört, aber sie hatte ihre Gründe dazu. Und vielleicht stimmte der Satz ja auch, dass man manchmal einen Schritt vor und zwei zurückging. In dieser Metapher wäre Fly aber den gesamten Weg zurückgerannt und hätte dort anschließend eine Sperre hin gebaut, um auch ja nicht erneut diesen Pfad zu gehen.  Sie hatte einfach zu oft gesehen, welche Auswirkungen es haben konnte, wenn man anderen Menschen vertraute - und natürlich meinte sie dabei keine gute Seiten, sondern nur die schlechten. Was hatte sie eigentlich bisher schon gutes von Menschen bekommen? So aus dem Stehgreif fiel ihr jedenfalls nichts ein, zumindest nichts bis Jules kam. Er hatte ihre Überzeugungen gegenüber anderen Menschen so rapide ins Wanken gebracht, dass sie doch nichts anderes konnte außer rückwärts zu flüchten. Aber egal welchen Grund sie dafür auch noch nennen konnte, der Größte lag noch immer in dem, was gerade geschehen war. Selbst wenn sie einen Menschen noch nie länger gesprochen hatte und nur vom Sehen und ihren eigenen Informationen kannte, musste sie erst dem Tod ins Gesicht blicken bevor sie auch nur eine wichtige Information von dieser preisgab. Wie konnte dies dann erst bei Jules sein? Vor allem, da Jules dieses harte Straßenleben gar nicht kannte. Wie leicht konnte man ihn wohl foltern?
Seine Freude über ihr Wiedersehen war jedenfalls schnell verflogen. Eine gute Freundin wäre sie aber allemal nicht. Wenn dann tauchte sie aller paar Wochen auf und brachte dann auch meist nur die schlimmsten Nachrichten mit sich. So verrückt es auch klang, sie konnte fast schon spüren wie sein Blick bei ihren Worten plötzlich argwöhnischer wurde, aber natürlich sah sie ihn nicht an. Wieso sollte er ihr auch glauben? Sie wusste zwar nicht, dass es in Filmen Klischeehaft war so etwas zu sagen - schließlich hatte sie eigentlich noch nie einen wirklichen Film gesehen und wenn doch, dann nur zur Spionage und definitiv nicht bis zum Ende - aber plötzlich kamen ihr ihre Worte tatsächlich falsch vor. Hatte sie wirklich irgendetwas falsches gesagt oder einfach nur die falschen Worte benutzt? Man konnte schließlich behaupten sie hätte ein photographisches Gedächtnis, aber mit Menschen konnte sie noch nie gut umgehen. Irgendwann verpasste sie ihnen immer einen verbalen Schlag in den Magen, auch wenn sie es dann meist nicht einmal wollte oder nur unbewusst tat. Hier war ihr das mehr als bewusst gewesen, auch wenn sie natürlich keine Ahnung hatte, dass Jules tatsächlich so extrem reagieren würde. Sie hatte immer gedacht, sie wäre nur eine unter vielen seiner Freunde.
Seine nächsten Worte ließen sie auf das genaue Gegenteil schließen, während sie selbst fast schon unbewusst immer wieder den Kopf schüttelte, als wolle sie diese Worte gar nicht hören oder konnte es nicht verstehen. Lieber konzentrierte sie sich auf jeden anderen Eindruck, den er ihr vermittelte. Jedoch hörte sich seine Stimme fast schon danach an, als ob ihm Tränen kommen würden. Oh nein, er konnte sie gerne schlagen oder sonst etwas tun, aber er sollte ja nicht weinen! Das würde sie einfach nicht aushalten. Seine anschließenden Worte machten das alles auch nicht gerade besser, aber sie konnte es verstehen. Leise bebten ihre Schultern, als ihr erneut die Tränen kamen und noch immer über die Wange liefen, ehe sie ihre aufgeschürften Hände anhob und sich unwirsch übers Gesicht fuhr, die Augen hatte sie währenddessen geschlossen. Dennoch zuckte sie erneut kurz bei dem Schmerz in ihrem Gesicht zusammen und senkte ihre Hände anschließend wieder, während sie verzweifelt nach Atem rang und versuchte sich irgendwelche Worte zurechtzulegen.  Aber Weinen wollte sie nun wirklich nicht, dazu hatte sie einfach kein Recht. Schließlich wollte sie all dies zwischen ihm und ihr gerade beenden und nicht er.
"B-Bitte..." bekam sie schließlich wenige Augenblicke später über die Lippen, auch wenn sie noch nicht einmal wusste was sie wirklich sagen sollte. Auch wenn sie diese Option wohl niemals sonst gewählt hätte, so wäre es jetzt sicher das beste einfach ehrlich zu sein. Vielleicht würde er sie so besser verstehen. "Bitte schau mich nicht so an.... d-das hab ich gar nicht verdient. Schrei mich an, wirf mir irgendetwas vor... aber schau mich nicht so traurig an." murmelte sie schließlich leise und niedergeschlagen, ihrer Stimme waren deutlich die Tränen anzuhören, die sie zuvor vergossen hatte. Tief durchatmend dachte sie noch einige Atemzüge länger darüber nach, was sie denn eigentlich sagen sollte, bevor die ersten Worte geradezu aus ihr heraussprudelten.
"V-Verstehst du das denn nicht? Wir können keine Freunde sein! Ich... Ich habe keine Freunde, das wäre für beide  Seiten viel zu gefährlich. Außerdem bin ich gar nicht dazu fähig mit jemandem... befreundet zu sein." Ihre Stimme war viel leiser als zuvor noch, sodass vermutlich außer ihm niemand sonst sie verstehen konnte. Aber genau so sollte es ja auch sein, es war hier viel zu gefährlich so miteinander zu sprechen. Was wenn sie beschattet wurden?
Im nächsten Moment hob sie ihren Blick doch an und begegnete dem seinen. Tatsächlich sah sie in seinen Augen Tränen glitzern und konnte all die Gefühle darin kaum zusammenfassen. Ihre dagegen hatten für einen kurzen Moment dieses mysteriöse, besondere Glitzern in sich verloren und wirkten einfach nur müde, matt, erschöpft und kraftlos. Vielleicht auch ein wenig resigniert, aber allem voran unendlich traurig und verzweifelt. Ihre Lippe bebte erneut, als sie ihn so vor sich sah, bevor sie ihre Arme ein wenig ausbreitete und ihre nächsten Worte durch einige verzweifelte Gesten auf und um sich unterstrich.
"Bitte, mach es mir nicht noch schwerer.... als es eh schon ist. Ich bin Niemand. Wenn ich irgendwann einmal leblos in irgendeiner Gasse liegen sollte, gibt es niemanden der mich vermissen würde. Es soll ja auch niemanden geben! Ich..Es würde nicht einmal jemand erfahren, verstehst du? Ein einfaches Peng und meine Zeit ist vorüber. Niemand wird es je erfahren. Es wird in keinen Zeitungen stehen - oder doch. Unbekannte Leiche gefunden, Identifikation nicht möglich. Ich bin nirgendwo registriert. Außer vielleicht in den Polizeiregistern, aber niemand hat ein Bild von mir. Fly ist ein nicht existierendes Mysterium, weil sich hinter ihr nur ein kleines, dummes Mädchen versteckt. Ich habe Nichts. Keine Freunde, keine Familie... und du bist meine größte Schwachstelle! Seit du in New York bist stellst du mein ganzes Leben auf den Kopf. Bist freundlich, zuvorkommend, höflich... ich kenne das alles nicht! Ich kann damit umgehen wenn man mich anschreit, mich schlägt oder in diese Richtung behandelt, a-aber nicht damit.
Und ich habe verdammt nochmal Angst! Es macht mir Angst, dass ich dich so mag und ich habe Angst, dass dir dadurch etwas passieren könnte!"
Ganz abrupt stoppte sie ihren Redeschwall, während ihr erst jetzt klar wurde was sie gerade alles gesagt hatte. Unwillkürlich begann sie erneut zu zittern und starrte ihn aus großen Augen an, ehe sie ihren Blick wieder senkte und ein paar Schritte zurückstolperte. "E-es tut mir so leid... aber i-ich kann das einfach nicht. A-außerdem könnten wir hier auf offener Straße... jederzeit beschattet werden, wir sollten das nicht hier besprechen. Und mit einer Mörderin willst du sowieso nichts zu tun haben." murmelte sie währenddessen resigniert und verzweifelt, während sie noch weiter zurückwich. Noch währenddessen ertönte plötzlich ein lauter Knall in irgendeiner Seitengasse, vermutlich einfach verursacht durch irgendein Blech das auf den Boden geknallt war. Vielleicht war eine Katze darauf gesprungen oder ähnliches.
Für Fly jedoch war all dies zu viel. Vollkommen erschreckt fuhr sie zusammen und sprang während sie sich mit dem Rücken zu Jules drehte ein Stück in seine Richtung, da das Geräusch hinter ihr hergekommen war. Es war keine Überraschung dass sie im nächsten Moment einfach das Gleichgewicht verlor und auf den Po fiel, jedoch tat sie auch nicht viel um dies zu verhindern. Stattdessen schlang sie nun einfach verzweifelt ihre Arme um die Beine und blieb so zusammengekauert auf dem kalten und nassen Boden sitzen. Spätestens jetzt dürfte Jules klar sein, dass irgendetwas passiert sein musste. So verzweifelt wie sie sich zusammenkauerte und nun doch wieder leise vor Tränen aufschluchzte konnte es gar nicht anders sein. Sie musste gerade ein ziemlich jämmerliches Bild geben, wie sie da so verzweifelt auf dem Boden kauerte und ihre Augen zusammenpresste, als könnte sie damit alles andere ausblenden. Aber der Schock von gerade eben saß einfach noch zu tief. Dieser Knall hätte auch den Tod von Emily  Sinclair ankündigen können. Oder aber Flys eigener, denn noch immer hörte sie den Countdown von Naya Blacksmith in ihren eigenen Ohren. Als könnte sie dies damit übertönen wimmerte sie leise, während sie ihre Hände an ihre Ohren presste. Also traf wohl doch zuerst die Panikattacke zu, denn nichts anderes als das geschah hier gerade eben. Dass Jules natürlich noch immer hinter ihr stand bekam Fly währenddessen gar nicht wirklich mit, zu sehr war sie damit beschäftigt hektisch ein und auszuatmen. Oder atmete sie überhaupt? Sie hatte keine Ahnung. Das Zittern ihres Körpers erschwerte all dies zusätzlich noch, während Fly verzweifelt versuchte sich irgendwie zu beruhigen.

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