Gang Wars


»Do you really think New York is a nice, innocent city?
Without criminals and gangs?
Haha, you wish.«


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Es ist nichts Neues, dass die South-Lemons sich mit allen möglichen Leuten anlegen. Aber hier in der Stadt New York regiert nun einmal die 13th Street Gang.
 
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 If we burn - you burn with us

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Leila Cassiel
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Gang des Charakters: The Outsiders
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BeitragThema: If we burn - you burn with us   Do Okt 22, 2015 10:20 pm

Thema:
Tribute von Panem
Spieler:
Rose Morgan und Leila Cassiel
FSK:
(mind.) FSK 12
Plot:
Wieder einmal werden die jüngeren Bewohner der Distrikte aufgerufen zu den alljährlichen Hungerspielen. Wer wird es diesmal schaffen den Titel des Siegers aus der Arena zu tragen und wer wird der bitteren Erkenntnis des Todes ins Gesicht blicken müssen? Zusammen mit 22 anderen Tributen stellen sich zwei Fremde der Herausforderung des Überlebens. Ob sie es alleine oder gar gemeinsam schaffen werden?

Arena:
Umgeben von einer Landschaft aus eisigem Schnee, großen Bergen mit vielen Schluchten und Höhlen und dunklen Wäldern werden die Tribute diesmal in eine völlig neue Arena geschickt, in der sie sich unbekannten Gefahren stellen und um ihr Überleben kämpfen müssen.

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Zuletzt von Leila Cassiel am Fr Okt 23, 2015 9:14 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Leila Cassiel
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BeitragThema: Re: If we burn - you burn with us   Fr Okt 23, 2015 12:32 am

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Name:
Faye Cecilia Reagen

Geschlecht:
weiblich

Alter:
16 Jahre

Distrikt:
Distrikt 10 - Viehzucht

Aussehen:
Wenn man sich Faye genauer ansieht, könnte man kaum glauben aus welchem Distrikt sie stammt und welche Vergangenheit sie hinter sich hat. helle, goldblonde Haare umrahmen ihr schmales Gesicht. Von den fein geschwungen rosa Lippen bis über die kleine Stupsnase wandert der Blick fast automatisch zu den zwei auf den ersten Blick recht schlichten, hellen Augen. Jedoch sagen ihre Seelenspiegel mehr aus als man sich auf den ersten Blick einbilden mag, denn anders als ihr immer aufrecht erhaltener Ruf spiegeln diese ihre wirklichen Gefühle wieder. Je nach Stimmung scheinen daher ihre blauen Augen mal heller und mal dunkler, ja manchmal sogar fast schon grau, und bekommen aufgrund einiger grünlicher Tupfer und Punkte sogar einen leicht mysteriösen Glanz. Auf jeden Fall ist jedoch immer ein gewisses Glitzern in ihren Augen zu sehen, welches von ihrem Kampfgeist und der Stärke ihres Charakters zeugt. In den letzten Jahren wurde dieses gerade durch den Tod ihres Bruder ziemlich gedämpft.
Nicht anders zu erwarten ist auch Fayes Körper von sehr zarter Gestalt und viele Menschen würden sie wohl als zerbrechlich betrachten, auch wenn sie dennoch Rundungen an den richtigen Stellen besitzt und zudem durch tägliche Arbeit straffe, schlanke Muskeln besitzt, die auf den ersten und vielleicht auch zweiten Blick gar nicht auffallen. Auf ihrem Rücken sind zudem auch einige Narben zu erkennen, die sie sich dank der netten Behandlung der Wachen zugezogen hat. Auch an Armen und Beinen besitzt sie Narben, jedoch weitaus unauffälliger und noch blasser als die auf dem Rücken. Seit dem Tod ihrer Eltern waren die Wachen nicht sehr gut auf sie zu sprechen, auch wenn Faye mittlerweile weiß wie man sich ihnen gegenüber zu verhalten hat. Zum Glück fallen diese Besonderheiten an ihrem Körper auch sonst durch ihre helle, ja fast schon blasse Haut nicht wirklich auf.
Zu ihrem Äußeren kann man wohl nur noch sagen, dass sie selbst im Vergleich zu gleichaltrigen mit ihren knapp über 1,60m zwar nicht gerade sehr groß ist, jedoch sonst durch ihr gesamtes Auftreten und Aussehen dennoch aus der Masse heraussticht und immer wieder einige Blicke auf sich zieht, gerade wenn man bedenkt aus welchem Distrikt sie stammt.

Charakter:
Nicht nur wegen ihres Aussehens war Faye in ihrem Distrikt als wahrer Engel bekannt, sondern auch wegen ihrem lieben Charakter. Sie war schon immer ein sehr kluges und wohl durchdachtes Mädchen gewesen, dass sich trotz ihrer schlimmen Vergangenheit lieber um andere gekümmert hat als um sich selbst und den jüngeren Kindern und älteren Menschen ohne zu Zögern ihr letztes Brot geben würde. Jedoch darf man keinesfalls sagen, dass die Blonde somit auch jedem Fremden auf Anhieb vertrauen würde, denn dafür ist sie dennoch viel zu misstrauisch. Hinzu kommt noch, dass sie trotz ihrer lieben, sanften und aufopfernden Art keinesfalls ein fröhlicher Mensch ist, sondern lieber nachdenklich durch die Gegend läuft und ihren eigenen Gedanken nachhängt, jedoch trotz dessen viel zu realistisch denkt um sich die Welt noch schön zu reden. Natürlich schenkt sie dennoch vielen Menschen ein Lächeln, auch wenn sie selbst nicht an eine Besserung glaubt. Denn zu ihrem Charakter gehört auch ihre gute Schauspielkunst, die sie schon in jungen Jahren erlernt hatte. So kann sie auch ihre manchmal sehr rebellischen Züge gut vor den Wachen des Kapitols verstecken und auch ihnen den lieben Engel vortäuschen, selbst wenn sie dass ihnen und dem Kapitol gegenüber keinesfalls ist. Sie aus der Ruhe zu bringen ist mit dieser Eigenschaft äußerlich ebenfalls sehr schwierig, auch wenn sie innerlich über diese ganze Situation seit langem brodelt und trotz ihrer realistischen Sichtweise einen starken Kampfgeist ausgebildet hat - jedoch nicht gegen die Tribute gerichtet, sondern gegen das gesamte Kapitol. Diese Eigenschaft von ihr ans Licht zu führen dürfte sich jedoch auch durch ihren lieben Ruf schwierig gestalten, doch vielleicht wird sich dies auch schnell in der Arena ändern.
Eine weitere Eigenschaft von ihr dürfte bei ihrem Charakter vielleicht nicht schwer vorstellbar, jedoch trotzdem etwas überraschend sein, denn Faye legt an manchen Tagen auch einen sehr schüchternen Eindruck zur Schau und zuckt lieber zurück bevor sie ein Risiko eingeht, jedoch geschieht dies meist nur wenn sie wieder einmal an ihre Vergangenheit und den Grund des Todes ihrer Familie denken muss.
Man kann im Großen und Ganzen wohl einfach nur behaupten, dass sie eine sehr komplexe und schwierige, aber zugleich auch sehr interessante Persönlichkeit besitzt.

Stärken/ Talente:
Zu ihren Stärken gehört auf jeden Fall Fayes große Auffassungsgabe und ihr kluger Kopf, der es ihr leicht macht ihr Gegenüber schnell einschätzen zu können und mögliche Schritte vorauszusehen, gleichzeitig aber auch innerhalb von Sekunden einen Fluchtweg für sich selbst zu finden. Dass sie damit auf längere Zeit auch kluge Pläne zusammenstellen kann steht wohl außer Frage.
Als ein wirkliches Talent kann man ihr wohl sonst physisch nichts anmerken. Ihr großer Bruder schenkte ihr jedoch zwei Jahre vor seinem Tod zwei kleine Dolche und brachte ihr einfache Techniken zur Selbstverteidigung und Jagd damit bei, auch wenn sie es noch nicht einmal übers Herz gebracht hatte damit ein Tier zu erlegen. Schnell zeigte sich jedoch wie flink sie war und wie geschickt sie mit den beiden Dolchen umgehen konnte. Da sie jedoch sonst keine kämpferische Ausbildung hatte sind die Grundkenntnisse und alles was sie sich selbst damit beibrachte ihre einzigen Kenntnisse im Bereich des Kampfes.

Schwächen:
Zu ihren eigenen Schwächen gehört wohl der Kampf generell, denn auch wenn hin und wieder ihre rebellische Ader zum Vorschein kommt, würde sie es sich niemals verzeihen einen Menschen ernsthaft zu verletzen. Bisher hatte sie dies nicht einmal bei anderen Tieren übers Herz bringen können. Generell besitzt sie - ausgenommen mit ihren Dolchen - jedoch keinerlei Kampferfahrung.
Hinzu kommt ihre recht geringe physische Stärke, mit bloßen Händen könnte sie wohl niemanden so einfach verletzen und würde sich eher selbst die Fäuste wund schlagen.

kurze Infos zur Vergangenheit:
Als Waisenkind hatte Faye es in ihrem Distrikt noch nie wirklich leicht, nachdem ihre Eltern starben als sie fünf Jahre als war, getötet von Wachen aus dem Kapitol, die sie nach einer Zwei-Mann-Rebellion ihrerseits ohne zu zucken erschossen.
Begleitet wurde sie jedoch dennoch von ihrem fünf Jahre älterer Bruder Fynn. Er selbst wurde schließlich vor drei Jahren zu den jährlichen Hungerspielen gezogen und starb in der Arena.
Seitdem hatte sich ein älterer Mann im Distrikt mehr oder weniger um sie kümmern können und hatte sie in seinem Heim aufgenommen, in dem außer ihm noch seine erwachsene Tochter mit ihrem Mann und ihrer Tochter lebte. Faye selbst hatte sich von der Familie soweit es ging ferngehalten und sie in Ruhe gelassen um ihnen nicht zur Last zu fallen, lediglich zu dem älteren Mann hatte sie einen besseren Kontakt. Als dieses Jahr seine eigene Enkelin gezogen wurde meldete sich Faye aus Dank freiwillig als Tribut, da sie hoffte die Kleine würde so ein besseres Leben starten können als sie selbst, und ist so schließlich zu den alljährlichen Hungerspielen geraten.


Ich hab die kurzen Infos zu der Vergangenheit einfach mal noch mit hinzugefügt bei mir, musst du aber nicht zwingend übernehmen.

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Rose Morgan

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BeitragThema: Re: If we burn - you burn with us   Fr Okt 23, 2015 8:50 pm

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Name:
Samuel John Oliver
Geschlecht:
männlich
Alter:
17 Jahre
Distrikt:
Distrikt 7 - Holz- und Papierverarbeitung
Aussehen:
Schon vom ersten Eindruck her wirkt Sam - wie er sich selbst lieber nennt - kräftig und bedrohlich. Er zählt mit 1,85 m schon zu den großen Männern. Durch die harte Arbeit in seinem Distrikt hat er im Laufe der Zeit einiges an Muskeln aufgebaut. Besonders an den Oberarmen, denn das Holzhacken fördert die Armmuskeln sehr. Auch wenn Sam breiter gebaut ist sieht man ihm doch an, dass er sehr schlank ist, denn er muss hart arbeiten um seine Familie zu ernähren, da bleibt nicht allzu viel für ihn selbst übrig. Dadurch ,dass er sich praktisch nur draußen aufhält ist seine Haut sonnengebräunt und doch ist sie an einigen Stellen von Narben durchzogen. Die Größte von diesen befindet sich auf seinem Oberschenkel und stammt vom einen Unfall beim Holzhacken, nachdem er beinahe sogar sein Bein verloren hat. Auch wenn er heute noch manchmal noch mit seinem Bein zu kämpfen hat ist es doch gut geheilt. Seine Hände sind ebenfalls vernarbt. Unzählige Blasen und Schnittwunden hatte er sich schon zugezogen, dass er nicht mal sagen könnte wieviel es ungefähr waren. Eine Narbe befindet sich auch auf Sams Wange. Sie stammt aus einer Schlägerei und trotzdem hat er ein hübsches Gesicht. Seine Gesichtszüge sind maskulin, die Wangenknochen etwas höher als bei anderen und die Lippen hinter denen sich schöne weiße Zähne befinden sind schmal und weich. Sams Augen sind von einem dunklen Wimpernkranz umrahmt und sind blaugrau. Doch meistens wirken sie dunkelgrau. Das Blaue fällt einem nur bei Licht wirklich auf. Sein volles Haar ist dunkelbraun, fast schon schwarz. An den Seiten ist es kürzer während es ihm in der Mitte leicht ins Gesicht rein hängt, was ihn allerdings nicht stört. Im Großen und Ganzen ist Sam ein Mann dessen Körper von der Arbeit gezeichnet ist.
Charakter:
Samuel ist ein sehr facettenreicher Mensch. Wenn er fremden Leuten begegnet ist es der erste Eindruck was zählt. Wer den versemmelt wird keine weitere Chance mehr bei Sam bekommen. Auch seine Laune ist ein ganz wichtiger Punkt, doch meist ist er einigermaßen guter Laune. Er ist eigentlich jemand der in jeder Lebenssituation sein strahlendes und fesselndes Lächeln beibehält, egal wie schlecht er sich tief in seinem Inneren fühlt, denn für seine Familie muss er sich stark geben. Wenn er jemanden sympathisch findet oder sich noch keinen wirklichen Eindruck von dieser Person machen konnte ist er meist offen und freundlich. Es fällt ihm eigentlich überhaupt nicht schwer ein Gespräch zu beginnen und andere Leute mit seinem Charm um den kleinen Finger zu wickeln. Doch wenn er gerade mit niemanden im Gespräch ist er ruhig und beobachtet gerne seine Mitmenschen und Umgebung. Er versucht immer erst zu denken bevor er handelt, doch dieser Vorsatz klappt leider nicht immer, denn Sam mangelt es an Selbstbeherrschung. Leute gegenüber die er nicht mag benimmt er sich eiskalt, doch wenn sie ihn provozieren hält er dem nicht lang stand. Da kann es auch vorkommen, dass er mal zuschlägt, auch wenn er versucht Schlägereien aus dem Weg zu gehen.
Stärken/Talente:
Eine von Sams Stärken ist auf seine physische Kraft, denn durch den Kraftaufwand um Holz hacken zu können ist er ganz schon stark geworden. So kann er auch mit Leichtigkeit mit einer Axt, Speer und ähnlichem umgehen, da ihm dies praktisch in die Wiege gelegt wurde. Andererseits ist er ,wenn er sich die Zeit nimmt um sich einen Plan auszudenken auch ganz schön intelligent und versucht immer das beste aus einer Situation zu machen. Auch sein Charisma bringt ihm zahlreiche Vorteile. So wird er sehr gemocht und ist besonders bei den Frauen beliebt.
Schwächen:
Etwas was der junge Herr nicht sehr gut unter Kontrolle hat ist seine Selbstbeherrschung. Bei jeglicher Art von Provokation wird er unruhig. Oft versucht er so eine Situation überhaupt nicht entstehen zu lassen oder geht einfach, doch manchmal schafft er es nicht sich zu beherrschen und tickt dann aus. Dabei kann auch Gewalt ins Spiel kommen. Auch an Geduld fehlt es ihm leider und einen Arbeitsunfall von dem er die Narbe am Oberschenkel hat ist er kein ausdauernder Läufer, kurze Strecken sprinten sind kein Problem, doch bei längeren Strecken in schnellem Tempo fängt sein Bein an zu protestieren.
Vergangenheit:
Samuel ist der älteste von 5 Kindern. Als er 7 Jahre alt war wurde sein Vater durch einen Unfall schwer verletzt und war danach nur noch bedingt arbeitsfähig, sodass er begann ihm dabei zu helfen und von ihm zu lernen. 3 Jahre später verstarb sein Vater was die ganze Familie in tiefe Trauer stürzte und der gerade mal 10 Jahre alte Sam übernahm die Verantwortung für die Familie und wurde das neue Familienoberhaupt. Er begann Wild zu jagen, zu sammeln und illegal zu arbeiten und trotzdem reichte es nie wirklich genug. Beim Holzhacken passierte es ihm eines Tages, das ihm die Axt abrutschte und er sie sich selbst ins Bein schlug. Es war eine tiefe Wunde und es dauerte lange bis sie verheilt war, doch er überlebte es und konnte weiter für seine Mutter und seine jüngeren Geschwister sorgen. Er nahm einige Tesserasteine an, in dem Wissen, dass sein Name nun ein paar Mal öfter als die der anderen in der Lostrommel zu finden war. Schließlich war er erstaunt, dass er gewählt worden war, doch besser er als irgendeins seiner Geschwister. Er versprach ihnen wieder zurück zukommen und für sie zu kämpfen.  
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Leila Cassiel
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BeitragThema: Re: If we burn - you burn with us   Fr Okt 23, 2015 9:59 pm

[Start - das Training im Kapitol]


Es war für Faye noch immer ziemlich suspekt hier hinein geraten zu sein. Seit ihrer freiwilligen Meldung als Tribut war für sie alles einfach nur noch an ihr vorbeigerauscht und nun befand sie sich schon mit 23 anderen Tributen mitten im Training, während der Start der Spiele immer näher heranrückte.
Nachdenklich glitt der ruhige Blick der Blondine zu dem Jungen nicht weit entfernt von sich, der gerade damit beschäftigt war an einigen Knoten eines Seils zu verzweifeln. Es war Jakob Durell, seinerseits Tribute in diesem kranken Spiel. Er kam aus dem gleichen Distrikt wie Faye, weswegen die beiden sich schon mehrmals über den Weg gelaufen waren. Wirklich kannten sie sich sonst aber nicht, auch wenn sie seit der langen Zugfahrt bis ins Kapitol ein längeres Gespräch führen konnten und sich auch schnell ihrer Beziehung zueinander klar wurden. Auch durch die Verbindung des gleichen Kapitols würden sie sich in der Zeit des Trainings unterstützen und das ein oder andere nette Wort miteinander wechseln können, jedoch herrschte immerzu eine kühle Distanz zwischen den beiden, gerade ausgehend von Faye selbst. Es war nicht so, dass sie ihn nicht sympathisch fand, doch es wäre wohl sehr kontraproduktiv wenn sie sich nun, mitten in den alljährlichen Hungerspielen, anfreunden würden. Spätestens in der Arena würden sie sich als Feinde gegenüberstehen und die Blonde wollte es ihm nicht unnötig schwer machen sie im Fall der Fälle zu töten. Sie selbst wollte aber ebenfalls keinen der jetzigen Tribute näher kennenlernen, denn schon nach dem Startschuss würden sie alle nacheinander dem Tod ins Gesicht blicken müssen.
Vielleicht störte es aber auch einige der hier anwesenden überhaupt nicht, wie Faye nach einem Blick auf die Karrieros vermutete. Diese standen in diesem Moment selbstbewusst wie eh und je an einigen Übungsgeräten und schienen sich das Maul über all diejenigen zu zerreißen, die sich nicht gerade sehr geschickt anstellten und ihren Unmut über ihre jetzige Situation zu deutlich zeigten. Fast schon analysierend musterte die Blonde alle diese arroganten Menschen nacheinander, ehe sie kurz ihren Kopf leicht schräg legte, als würde sie irgendetwas hinterfragen wollen. Sehr weit kam sie in ihren Überlegungen allerdings nicht, denn nur wenige Augenblicke später bemerkte der Karriero aus Distrikt 2 ihren Blick und deutete für die anderen mit einem Nicken in ihre Richtung. Ein selbstgefälliges Grinsen zierte sein Gesicht, während er irgendetwas zu den näherliegenden Tributen sagte und anschließend lachte. Er machte sich eindeutig über sie witzig. Dachte er etwa, sie hätte Angst vor ihm? In gewisser Weise hatte sie das, ja, aber nicht weil sie glaubte gegen ihn nichts ausrichten zu können, sondern lediglich weil sie die anderen Tribute nun schon einige Zeit beobachtete und daher ihre Stärken und Schwächen in dem kannte, was sie bereits vorgeführt hatten. Sie selbst war währenddessen recht passiv und im Hintergrund geblieben, hatte bereits bei ein, zwei Übungskämpfen zugesehen und ihre Schlüsse daraus gezogen und versucht so viel wie möglich aus dem Beobachten zu lernen. Lediglich in Aufgaben außerhalb des Kampfes hatte sie ihr Können unter Beweis gestellt und schon mehrmals das Zünden eines Feuers oder ähnliche Aufgaben geübt. Grund dafür war jedoch nicht nur die Tatsache, dass sie einfach nicht kämpfen wollte, sondern auch, weil sie einfach nicht kämpfen konnte und hier niemanden sah, der es ihr beibringen würde - damit würden sie sich schließlich nur ins eigene Bein schneiden. Aber auch sonst wirkte sie wohl nicht gerade sehr gefährlich auf andere Tribute mit ihrem wirklich zierlichen Körperbau und der geringen Größe. Vielleicht lachte dieser Karriero also auch nur aus diesem Grund über sie, weil er seinen Mitstreitern gerade berichtete wie leicht es wäre sie zu töten. Unwillkürlich schlich sich ein leises Lächeln auf ihre vollen Lippen, bevor sie ihren Blick fast schon desinteressiert abwandte. Nichtsdestotrotz konnte sie zuvor noch seinen entgeisterten und völlig verwirrten Gesichtsausdruck ausmachen. Vielleicht merkte er selbst es nicht, aber sie lächelte keinesfalls aus Freude, sondern einfach weil es die einzige Reaktion war, von der sie wusste dass es ihn so aus dem Konzept bringen würde. Ein kleiner Teil davon war vielleicht auch einfach eine Art Schutzmechanismus, um zwischen all diesen kämpfenden, jungen Leuten nicht doch noch zu verzweifeln. Viele Tribute kamen sich neben den Karriero's schwach und unbedeutend vor, aber Faye teilte diese Meinung ganz und gar nicht. Diese Menschen waren einfach nur krank, wenn sie glaubten es wäre alles sich für die Hungerspiele freiwillig zu melden, diese zu gewinnen und dann ein schönes Leben leben zu können. Was war es auch für ein Leben, wenn man das Wissen besaß dafür 23 andere Menschen umbringen zu müssen? Faye konnte es sich nicht wirklich vorstellen, sie hatte ja sogar schon einmal die irrsinnige Idee gehabt sich selbst umzubringen, sollte sie es wirklich schaffen und als einzige Überlebende aus den Spielen herauskommen. Die Idee war jedoch genauso irrsinnig wie auch nur der Gedanke, dass sie diese Spiele gewinnen könnte. Der alte Herr in ihrem Dorf, der sich drei Jahre so liebevoll um sie gesorgt hatte, hatte zwar gesagt er würde an sie glauben und für sie hoffen, sie möge doch die Spiele gewinnen, doch sie beide kannten die Wahrheit. Selbst wenn Faye lebend aus diesem kranken Irrsinn herauskommen sollte, so wäre sie niemals eine Siegerin, sondern lediglich eine Überlebende. Niemals wäre sie mehr die selbe wie früher, egal was man ihr auch noch so erzählen mochte.
Um sich selbst wieder ins Hier und Jetzt zu bringen schüttelte die Blondine kaum merklich den Kopf, während erneut dasselbe Lachen von vorns an ihre Ohren drang und sie nun dem Blick des Karrieros folgte, der mittlerweile seinen Blick auf einen Punkt nicht weit entfernt von ihr gerichtet hatte. Suchend glitt Fayes Blick über die anderen Tribute, bis ihr klar wurde, dass der Karriero ganz eindeutig Jakob Durell aus ihrem eigenen Distrikt ansah und sich über ihn lustig machte. Jakob war nämlich noch immer dabei irgendeinen Knoten üben zu wollen und hatte mittlerweile das halbe Seil verfitzt. Ein leises Seufzen glitt über Fayes Lippen, während sie noch einige Sekunden lang beobachtete was er da versuchte. Keine Frage, er war ein bulliger junger Mann mit vielen Muskeln und besaß sicherlich durch harte Arbeit unmengen an Muskeln, jedoch tat er sich mit allem anderen ziemlich schwer. Er war neben seiner physischen Stärke sehr tollpatschig und hatte große, schwielige Hände, die es ihm verwehrten feinere Arbeiten verrichten zu können. Wie sie ihn so beobachtete tat der Junge ihr wirklich leid. Er konnte schließlich nichts dafür gezogen worden zu sein und auch wenn er selbst vor ihr immer den harten Mann gespielt hatte, sah Faye ihm deutlich an wie sehr er innerlich gerade verzweifelte. Gerade da ihm auch bewusst war, dass er von den Karrieros beobachtet und verspottet wurde.
Ohne weiter darüber nachzudenken begab sich Faye langsam zu ihm und stellte sich schließlich einfach neben ihn, bevor sie ihm das Seil aus der Hand nahm und stumm seinen Fehler erklärte. Anschließend vollführte sie dasselbe noch einmal um den richtigen Knoten hinzubekommen und drückte ihm das Seil mit einem minimalen, ruhigen und äußerlich zuversichtlichen Lächeln wieder in die Hände. Noch kurz legte sie ihm eine Hand auf die Schulter und klopfte einmal kurz mitfühlend, gleichzeitig aber auch stärkend auf diese, ehe sie sich von ihm abwandte und ohne ein weiteres Wort weiterlief. Hoffentlich hatte sie ihm damit zumindest ein bisschen helfen können. Sie würden zwar später Feinde sein, jedoch hatte niemand es verdient keine Hilfe zu bekommen. Und schließlich versuchte er trotz seiner Situation die Hoffnung dennoch nicht aufzugeben und übte all seine Schwächen immer wieder, um sie wenigstens ein bisschen verbessern zu können.
Faye hatte nun jedoch vor endlich mal etwas für ihre kämpferischen Fähigkeiten zu tun, sodass sie sich ein etwas ruhigeres Eckchen suchte und schließlich Ausschau nach ein paar kleinen Dolchen hielt. Damit konnte sie zumindest ein bisschen umgehen und auch wenn sie vielleicht zumindest einmal den Kampf mit einer größeren Waffe probieren sollte, so war sie sich sicher damit nichts erreichen zu können. Sie besaß nun einmal  physisch keine große Stärke und auch ihr Bruder hatte dies gewusst. Genau deswegen hatte er ihr auch zwei Dolche geschenkt, darauf wettend sie wäre flink und geschickt im Umgang mit diesen filigranen Waffen. Dass er damit Recht besaß war kein Wunder, schließlich kannte er sie gut genug. Andererseits war es vielleicht aber auch gerade er, der sie davon abhielt andere Waffen auszutesten. Er selbst starb vor drei Jahren im Kampf mit solchen Waffen, sodass Faye großen Respekt davor hatte und sich auch nicht überwinden konnte diese auch nur anzufassen. Gerade kam sie jedoch an einer langen Wand an, an der ganz verschiedene Waffen zu finden waren. Von einigen Äxten und  Speeren  bis hinüber zu einem Bogen war alles Mögliche zu finden. Das sich hier keine weiteren Tribute befanden überraschte Faye ein wenig, jedoch interessierte es sie im Moment nicht sonderlich während ihr Blick fast schon suchend über all die Halterungen wanderte und sie schließlich bei etwas kleineren Messern stockte. Genau dazwischen befanden sich zwei kleine Dolche, die wie geschaffen für sie waren und sie überraschend sogar an ihre eigenen erinnerte. Mit diesen konnte sie sicher ganz passabel umgehen, sodass sie im nächsten Moment ihre Hände nach den kleinen Waffen ausstreckte und schließlich dennoch kurz bevor sie sie berührte stoppte. Vielleicht sollte sie sich diese kleine Stärke an sich auch noch eine Weile aufheben und noch nicht zeigen. Etwas ratlos nahm sie ihre Hände im nächsten Moment runter, während ihr Blick weiter über die Waffen wanderte und kurz bei dem Bogen hängen blieb. Ihr Bruder war unschlagbar mit dieser Waffe gewesen, gerade in der Jagd bei ihnen zuhause. Faye selbst hatte davon keine Ahnung und war sich sicher sich ziemlich dumm anzustellen, sollte sie diese Waffe ausprobieren wollen. Eigentlich hatte sie ja auch nichts zu verlieren, egal was sie nun tun würde, aber es war dennoch keine leichte Aufgabe unter diesen vielen Waffen eine auszuwählen, die sie neben ihren Dolchen in so kurzer Zeit zumindest ein wenig zu handhaben lernen könnte. Nachdenklich blieb Faye nun also an Ort und Stelle und blendete die anderen Tribute für kurze Zeit ebenfalls aus, während ihre Gedanken um die Vor- und Nachteile der einzelnen Waffen abwägten und sie damit zu bestimmen versuchte in ihrer Entscheidung weiterzukommen.

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BeitragThema: Re: If we burn - you burn with us   Fr Okt 23, 2015 11:21 pm

Für Sam war die Zeit definitiv viel zu schnell vergangen. Es kam ihm vor als wäre er gerade erst gezogen worden. Er konnte sich noch genau an diesen Moment erinnern, diesen Moment indem sich seine Gefühle einfach ausgeschalten hatten, indem er von einen Moment auf den anderen einfach nichts mehr gespürt hatte. Wie jedes Jahr waren alle Bewohner seines Distrikts auf den Marktplatz gekommen. Es war nicht so, dass sie alle heiß drauf waren herauszufinden wer als nächstes in die Arena musste, wer als nächstes zum Sterben verurteilt werden würde, doch sie wurden dazu gezwungen es sich anzusehen. So war er zusammen mit seiner Mutter und seinen vier jüngeren Geschwistern gekommen. Die Namen seiner 15-jährigen Schwester Sara und seines 13-jährigen Bruders Benedict befanden sich neben seinem ebenfalls in der Lostrommel, wobei es einen klitzekleinen Unterschied gab. Durch die zahlreichen Tesserasteine die er in den letzten 10 Jahren beantragt hatte war seine Name um ein vielfaches mehr vorhanden als die der anderen Kindern in diesem Distrikt. Es mussten jetzt schon mindestens 70 sein. Da wunderte es Sam nicht, wenn er genommen werden würde, denn besser er würde leiden und umkommen, als eines seiner Geschwister und wenn einer von ihnen gezogen werden würde, würde er sich selbstverständlich freiwillig melden. Nun wurden also die Lostrommeln durchgeschüttelt und eine Frau aus dem Kapitol griff in den Kessel mit den Namen der Mädchen. "Clarisse Emma Grifford!" rief sie aus. Schreie durchbrachen die angespannte Ruhe. Eine Frau begann zu weinen, es war Clarisses Mutter. Sie flehte um Gnade, doch dieses Wort kannte niemand aus dem Kapitol, besonders der Präsident und seine Friedenswächter nicht. Clarisse wurde auf die Bühne geschoben wo sie sich neben diese Frau -deren Namen Samuel vergessen hatte- stellte. Sie zitterte am ganzen Leib während ihr Tränen über die Wange liefen. Er kannte sie nicht persönlich, doch er hatte sie schon öfters gesehen und auch sehr viel von ihr gehört. Ihre Familie war einige der wenigen die so viel Geld besaß, dass sie niemals Hunger leiden mussten und sie besaßen sogar mehr. Ein schönes Haus mit Grundstück und so weiter. Niemand hätte erwartet, dass sie gewählt werden würde. Nicht so ein unschuldiges und reines Mädchen wie sie. Und als nächstes würde der Name eines Jungen gezogen werden. Plötzlich hörte der Dunkelhaarige diesen einen Namen von dem er irgendwie gewusst hatte, dass er gewählt werden würde und gleichzeitig gehofft hatte, dass er niemals gezogen werden würde. "Samuel John Oliver!" Es war sein eigener Name der da laut ausgerufen wurde. "Nein..." wimmerte seine kleine Schwester die er auf dem Arm hielt leise und schlang ihre dünnen Ärmchen um seinen Hals während Nico sich an sein Bein klammerte. Er überreichte beide seiner Mutter, blickte ihnen kurz allen in die Augen. "Ich komme wieder. Für euch. Versprochen..." hauchte er ihnen entgegen bevor er dann ohne, dass ihn jemand vorantreiben musste nach vorne ging. Er fühlte keine Angst und doch glaubte er auch nicht wirklich daran es zu schaffen zu gewinnen. Aber alles was er fühlte war tiefe schwarze Leere in seiner Brust während er erhobenen Hauptes auf der Bühne stand.

Ja so hatte sich die Ziehung für Samuel angefühlt. Sie war erst ein paar Tage her und seitdem war auch sehr viel passiert. Hier im Kapitol war alles so ungewohnt. So edel und luxuriös. Alles verschwendetes Geld für Dekoration und Einrichtung. Es war Geld, dass man in die Distrikte hätte investieren sollen ,doch das wurde natürlich nicht getan. So etwas machte Sam wütend. Diese Ungerechtigkeit die in ganz Panem herrschte. Dieser abgrundtiefe zwischen den Distrikten und dem Kapitol, zwischen Arm und Reich, zwischen jeden einzelnen Distrikten. Das regte ihn auf und noch mehr regte es ihn auf, dass er einfach überhaupt nichts dagegen tun konnte.
Momentan waren er und alle anderen 23 Tribute mitten im Training. Morgen würden sie ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen müssen um Sponsoren für die Arena zu gewinnen. Außerdem stand danach auch noch ein Interview an, ehe sie für die Arena in irgendwelchen passende Kostüme gesteckt werden würden um sich dann gegenseitig inmitten eines Blutbades umzubringen. Die Hungergames die es nun schon seit ein paar Jahren existierten waren das unmenschlichste was in der Geschichte von Panem jemals erfunden wurde. 24 Jugendliche im Alter von 12-18 wurden einfach zusammen in irgendeine extreme Arena geschickt. Sei es Wasser, Sand, Wald oder sonst was, wurden den verschiedensten und teilweise auch quasi unbesiegbarsten Gefahren ausgesetzt und mit Waffen ausgestattet um sich dann gegenseitig damit zu ermorden. Dies alles diente nur der Belustigung der Leute im Kapitol. Diese saßen zuhause in ihren Protzbunkern, besauften sich mit Alkohol und wetteten auf ihre jeweiligen Lieblingstribute bei denen sie dachten, dass sie durchkommen würden, was in 90% der Fälle sowieso die Karrieros waren. Diese Kinder des 1. und 2. Distrikts wurden ihr ganzes Leben ausgebildet nur um sich dann später freiwillig für die Arena zu melden. Durch ihr spezielles Training hatten sie natürlich ein großen Vorteil, doch Sam hatte beschlossen sich nicht unterkriegen zu lassen. Er hatte seinen Geschwistern und seiner Mutter versprochen, dass er zu ihnen zurückkommen würde und das würde er jetzt auch tun, das stand fest. Er hatte schon mit einigen der anderen Tribute gesprochen, versucht von ihnen zu erfahren was ihre Stärken und Schwächen waren, während er selbst absolut nichts von sich erzählte. Clarisse war ihm auch keine große Hilfe, sie heulte die ganze Zeit nur herum, trotz, dass er schon versucht hatte sie ein wenig aufzubauen. Nun während des Trainings war sie bei der Tarnung. Sam beobachte im Moment die anderen. Die Karreros übten natürlich das was sie absolut beherrschten, statt etwas zu machen was sie noch nicht konnten so fand er anhand der Stationen die sie mieden heraus was ihre Schwächen waren. Er selbst lernte lieber Dinge die er nicht so gut konnte. Alles was mit Werfen zu tun hatte war quasi etwas was er konnte so übte er die kleineren Dinge wie Feuer machen, herausfinden welche Pflanzen essbar waren und welche nicht. Auch übte er den Kampf mit dem Schwert was ihm persönlich auch noch Spaß machte. Er wollte, dass die anderen ihn für unscheinbar hielten, vertrauenswürdig vielleicht, weil sie dachten dass er eh nicht mehr lange zu leben hatte aber sie würden sich definitiv täuschen. Sam beobachtete ein Mädchen -mehr als ein Kopf kleiner als er- wie sie dem Jungen aus ihrem Distrikt half. Das war sehr sozial von ihr und dies gefiel Sam, da dieses Mädchen nicht so egoistisch schien wie manch andere hier es waren.
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BeitragThema: Re: If we burn - you burn with us   Sa Okt 24, 2015 7:53 am

Auch wenn Faye noch immer etwas ratlos war, war sie irgendwo froh ihren Trainingsplan selbst entscheiden zu können, schließlich hatten die Tribute das obligatorische Training schon hinter sich. Was sie selbst damit bezweckte lediglich durch die Gegend zu laufen und die Tribute zu beobachten wusste sie dennoch nicht, auch wenn sie damit die Schwächen und Stärken der einzelnen Personen gut herausfinden konnte. Sich selbst half sie damit allerdings wenig, aber wenn sie so vor den Waffen stand wurde ihr langsam klar, dass sie das Kämpfen mit diesen Waffen sowieso nicht erlernen konnte. Sie hatten nur noch heute Training, morgen wäre die Vorführung und das Interview - worauf sie sich alle natürlich unmenschlich freuten. Bei ihrer Ankleiderin stimmte dies allerdings wirklich, denn auch wenn sie recht mundkarg war, so hatte sie sich eindeutig über Faye gefreut und hatte Spaß daran sie für die Spiele hübsch zu machen. Sie kannte ja auch kein anderes Leben und verstand scheinbar einfach nicht, was für eine Hölle die meisten Tribute damit durchleben mussten. Dass sie ihren Job gut machte konnte Faye dennoch nicht leugnen, auch wenn sie selbst ihr Outfit kaum interessierte. Die anderen Menschen im Kapitol erfreuten sich jedoch an all den bunten, auffallenden Kleidungen und zeigten hellauf ihre Begeisterung für die Hungerspiele. Denn für sie war es schließlich auch nichts anderes, ein Spiel. Nur leider ein Spiel um Leben und Tod, in dem man nicht gewinnen konnte. Ihre Ankleiderin Patricia hatte ihr jedenfalls gesagt sie solle doch einmal fröhlicher oder zumindest gefährlicher gucken, aber wieso sollte Faye dies tun? Sie war nicht gerne eine Schachfigur in einem solch kranken Spiel. Bei der ersten Vorführung in den Pferdekarren waren schließlich auch das einzige, was sie interessiert hatte, die Pferde. Zu ihnen war sie gegangen und hatte sie ausgiebig gestreichelt, anstatt mit anderen Tributen zu reden. Schließlich würden diese Tiere sie auch nicht töten und konnten nichts für ihren jetzigen Standort, aber andererseits konnten das die anderen Tribute auch nicht. Der andere Grund war, dass sie einfach partout nicht mit einem Tribut ins Gespräch kommen wollte - und es war wirklich nicht so, dass sie es nicht konnte, sondern einfach dass sie es wirklich nicht wollte. Denn mit jedem Gespräch lernte man einen Menschen etwas besser kennen und gerade das wollte sie auch nicht, wenn sie in ein paar Tagen zusehen musste wie sie starben. Jede Information eines Tributs würde es schwerer machen ihn zu töten - Faye bezweifelte jedoch stark, dass sie überhaupt je einen Tribut töten könnte. Vielleicht im angesicht ihres Todes, ja, aber selbst dann könnte sie sich dies nie verzeihen. Es wäre ein anderer Tod gegen ihren und damit genauso sinnlos gewesen wie es ihr eigener gewesen wäre. Und außerhalb des Kapitols hatte sie es noch nicht einmal geschafft ein Tier zu töten, also bezweifelte sie dies dann doch wieder sehr.
Mit einem mehr als nur desinteressiertem Blick betrachtete sie also weiter die Waffen vor sich, während sie schließlich einfach probehalber irgendeinen Griff in die Hand nahm und erst danach betrachtete was es war. Dabei handelte es sich bei der Waffe in ihrer Hand um eine ziemlich große und schwere Axt. Es kostete sie Mühe diese auch nur ordentlich anzuheben, so schwer wie die Waffe war, aber im nächsten Moment war dies sowieso nicht mehr wichtig. Denn nur Sekunden später ertönte in der ganzen Halle ein lautes Geräusch, als sie die Axt fallen ließ als hätte sie sich daran verbrannt. Die Blonde selbst wich nur ein paar Schritte zurück, während sie unbewusst ihre Arme vor der Brust verschränkte, als wolle sie sich selbst schützen. Das Problem war einfach, dass ihr in diesem Moment klar geworden war, dass ihr Bruder mit einer solchen Axt getötet wurde. Sie hatte es life auf den Bildschirmen gesehen, wie er sich schützend vor ein ihr fremdes Mädchen stellen wollte und daraufhin von einer solchen riesen Axt halb zerteilt wurde. Geschockt starrte Faye noch immer auf die Waffe zu ihren Füßen, ehe sie sich schließlich wieder zusammenriss und kurz übers Gesicht fuhr. So etwas durfte ihr in der Arena nicht passieren, sonst wäre sie innerhalb weniger Sekunden nach dem Startschuss tot. Sich selbst und ihren hektischen Herzschlag beruhigend wandte sie sich schließlich nach einem letzten Blick auf die Dolche wieder von der Waffenwand ab. Wenn sie weiter hier stehen würde, würde wahrscheinlich selbst sie in Tränen ausbrechen oder gar eine Panikattacke bekommen. Und dabei hatte sie seit dem Tod ihres Bruders nicht mehr geweint, selbst bei der Auswahl der diesjährigen Tribute nicht. Wenn sie daran zurückdachte, musste sie zugeben dass sogut wie jeder andere, der sie länger kannte, geweint hatte, nur sie selbst nicht.
Das Mädchen für dieses Jahr wurde zu aller erst gewählt und es war wahrlich eine Überraschung, dass die kleine Nichte des alten Mannes, der sich um sie gekümmert hatte, dann gezogen wurde. Sie hatte gerade das Mindestalter der Spiele erreicht und hatte gerade ein Los gehabt. Die Kleine hatte sofort angefangen herzzerreißend zu weinen und hatte sich verzweifelt an ihre Mutter geklammert. Es war das mindeste gewesen, was Faye tun konnte, nachdem sie schon drei Jahre bei ihnen lebte und ihnen bisher kaum ihren Dank dafür ausdrücken konnte. Also hatte sie einfach ihre Hand gehoben und laut, mit fester Stimme verkündet, dass sie sich freiwillig meldete. Dass fast das ganze Distrikt daraufhin erstarrt war hatte sie überrascht, aber nicht weiter in ihrem Tun beeinflusst. Nachdem sie schließlich oben war ging alles unspektakulär weiter. Der andere Tribut wurde gezogen und ging völlig abwesend ebenfalls auf die Bühne. Anstatt ihm die Hand zu reichen hatte die Blonde ihn kurzerhand einfach umarmt, weil er so geschockt ausgesehen hatte. Dabei war sie es selbst doch auch gewesen, nur dass sie all dies nicht nah an sich heran gelassen hatte. Es war fast als stünde sie währenddessen daneben und war erst jetzt, beim Training, wieder in ihren Körper zurückgekehrt.
Ohne sich weiter um diese Gedanken zu kümmern oder gar auf die Axt zu achten, die hinter ihr einen tiefen Kratzer im Boden hinterlassen hatte, lief Faye nun also einfach quer durch die Halle hindurch und stoppte erst, als ein Pfeil nur knapp an ihr vorbeischoss. Als sie sich nach rechts zu der Quelle dessen wandte grinste ihr ein weiblicher Karriero angiffslustig entgegen und versicherte ihr, dass sie in der Arena besser zielen werde. "Dessen bin ich sicher, viel Glück noch beim Üben." meinte Faye lediglich neutral und nickte ihr kurz zu, ehe sie auch diese Tribute etwas sprachlos und verdattert zurückließ und sich ans andere Ende der Halle begab. Erst dann blickte sie sich um, was man hier überhaupt üben konnte und ging schließlich zu einem Tisch mit Pflanzen, auf dem ziemlich viele Pflanzen verteilt waren. Gekonnt und ohne weiter darüber nachzudenken ordnete Faye sie so, dass sie die giftigen auf die eine Seite und die essbaren auf die andere legte. Ihr Bruder hatte ihr dies schon vor langer Zeit beigebracht, schließlich war es zum Überleben wichtig - gerade auch für sie beide, denn wirklich etwas zu essen hatten sie in ihrem Distrikt nie bekommen. Nur ihr Bruder konnte ihnen immer etwas Geld oder Essen einbringen, aber wirklich viel kam dabei auch nicht raus. Dass konnte sie jedoch schon längst, weshalb sie die umstehenden Tribute ein wenig in ihrem Tun beobachtete. Da war einmal das Mädchen aus Distrikt 8 - Faye glaubte sich zu erinnern, dass sie Clarisse hieße. Näher bei ihr stand allerdings der Junge aus demselben Distrikt, den die Blonde neugierig musterte. Clarisse Emma Grifford - sie hatte sich die Namen der einzelnen Tribute recht schnell merken können - stand schließlich ziemlich verzweifelt da und Faye bezweifelte, dass sie ihr in dieser Krise wirklich helfen konnte. Der Junge hingegen wirkte auf den ersten Blick recht ungefährlich und unscheinbar, jedoch vermutete Faye dass dies nicht alles war was er konnte. Nach ihren Beobachtungen hatte er sich schon mit einigen Tributen unterhalten und ging sonst einem ähnlichen Plan nach wie sie selbst - nämlich so wenig wie möglich von sich selbst preiszugeben. Daher vermutete sie auch, dass das was er trainierte, wohl eher auch dass war, was ihn nach seiner Meinung unscheinbar erscheinen ließ. Und das waren eindeutig die Dinge, die man noch nicht wirklich konnte.
Faye hatten seinen Blick bemerkt, als sie dem Tribut aus ihrem Distrikt geholfen hatte, jedoch nicht weiter gezeigt. Er war jedoch einer der wenigen, von denen sie noch gar nichts wirklich wusste, weswegen die Blonde dies nun ändern wollte. Statt ihn nun aber direkt anzusprechen musterte sie ihn erneut. Körperliche Kraft besaß er auf jeden Fall, dass war ihm deutlich anzusehen, doch allen an seinem Plan merkte man auch, dass er nicht gerade sehr dumm sein konnte. Nach einigen weiteren Sekunden wandte Faye jedoch ihren Blick wieder ab, während sie sich an eine Stelle etwas näher von ihm begab, wo man Feuer machen konnte. Nebenbei versuchte sie noch immer so viel wie möglich aus seinen Handlungen herauszufinden, doch um ehrlich zu sein musste sie auch mal wieder üben wie man ein Feuer machte. Also kniete sie sich vor den Hölzern nieder und betrachtete kurz einige verschiedene Arten, ehe sie sich die richtigen zurechtlegte. Und wie war das gleich? Ihr Bruder hatte ihr vor längerer Zeit einmal erklärt wie man ein Feuer ganz einfach machen konnte, jedoch hatte sie dies seit Jahren nicht mehr machen müssen und kam aus diesem Grund nur schwer darauf. nach einigen Momenten nahm sie schließlich einfach den Stock und rieb diesen so zwischen ihren Händen, dass eigentlich ein Feuer entstehen müsste. Nun ja, eigentlich, aber in der Praxis sah es noch etwas mager aus. Faye konzentrierte sich erneut und schloss einen Moment ihre Augen, um sich an die Worte ihres Bruders erinnern zu können, doch jetzt in diesem Moment wollte ihr einfach nichts davon mehr einfallen. Das könnte aber auch daran liegen, dass sie sich innerlich jeglichen Gedanken an ihren Bruder verboten hatte. Nun, das hatte bis jetzt ja auch super funktioniert.

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BeitragThema: Re: If we burn - you burn with us   Sa Okt 24, 2015 2:24 pm

Mit einem Schwert in der Hand begab sich Sam zu eine der zahlreichen Traningspuppen. Einen Moment sah er zu dem Karriero Damian aus Distrikt 1 hinüber der gerade dabei war eine andere Puppe zu zerstückeln. Man sah ihm an, dass er viel Übung hatte und genau wie die anderen 3 Karrieros nur das übte was er in den Jahren seiner Vorbereitung für die Hungerspiele gelernt hatte. Mit einem Lächeln auf den Lippen schüttelte Samuel seinen Kopf ganz unmerklich. Wie dumm diese Karrieros doch waren...
Sie alle wussten wie man sich mit den verschiedensten Waffen wie zum Beispiel einem Schwert, diversen Messern oder Pfeil und Bogen verteidigen konnten, doch was anderes konnten sie nicht. Wie sollten sie in der Wildnis überleben wenn sie nicht wussten welche Pflanzen essbar waren und welche nicht? Ja, da würden sie wahrscheinlich jagen gehen, doch was nützte ihn getötetes Wild wenn sie nicht wussten wie man dieses briet, da sie nicht imstande waren ein Feuer zu entfachen? Nichts. Ihr Können war zwar nicht sinnlos, aber nur im Kampf mit anderen Tributen hilfreich was bedeutete, dass die Karrieros gleichzeitig auch auf die Hilfe von anderen angewiesen waren. So wie sie es all die Jahre zuvor auch getan hatten würden sie sich auch diesen Jahr wieder ein paar nützliche Anhänger suchen, die für sie die Drecksarbeit machen mussten, da sie ohne solche nicht überleben würden, denn was sie im Füllhorn finden würden, würde ihnen bestimmt auch nicht ewig reichen. Dementsprechend übte Sam vorzugshalber die Dinge die nicht viel mit dem Kämpfen zu tun hatten. Er wusste, dass er beobachtet wurde und zwar nicht nur von den Karrieros, sondern auch von den Tributen aus anderen Distrikten. Über jeden von ihnen wusste Sam etwas, sei es auch nur eine Kleinigkeiten. Mit den meisten von ihnen hatte er sich persönlich unterhalten, sie hatten ihm von sich selbst erzählt aber auch von ihren Distriktpartnern. Alle Informationen hatte Sam nun in seinem Kopf gespeichert, besonders die Karrieros prahlten ja gerne mit ihren Talenten und legten so selbst ihre Schwachstellen frei.
Nun konzentrierte sich Sam aber vollkommen auf die Puppe vor ihm. Er stellte sich vor sie wäre ein Mensch, dachte an die Schwachstellen eines Menschen. Das Schwert lag leicht in seiner Hand, vom Gewicht her überhaupt nicht mit einer Axt -die manche noch nicht mal halten konnten- zu vergleichen. Ohne jegliche Vorwarnung sprang der männliche Tribut aus Distrikt 7 plötzlich vorwärts und rammte das Schwert bis zum Anschlag in die Brust der Puppe, wäre sie menschlich wäre sie nun 100 prozentig tot gewesen. Schnell und mühelos zog er das Schwert wieder heraus und hatte im nächsten Moment den Hals der Puppe durchtrennt. Ja mit einem Schwert kam Sam gut zurecht. Es war nicht so unterschiedlich zu einer Axt. Es hatte nur eine längere Klinge, war leichter und man konnte damit besser zustechen aber wie bei einer Axt konnte man das Schwert sehr gut schwingen. Sam war zufrieden mit sich selber. Jetzt hatte er die Möglichkeit gehabt den Umgang mit einer anderen Waffen in kürzester Zeit zu lernen was ihm nur zugute kommen konnte. Damian der ihn beobachtet hatte kam mit Silver -dem weiblichen Karriero seines Distrikts- im Schlepptau zu ihm hinüber. "Hey Sam. Ich hab das gesehen. Du scheinst gut zu sein. Du möchtest dich uns doch sicherlich anschließen oder?" fragte dieser. Samuel dachte nach. Er musterte Damian und Silver. Beide waren groß, Damian ein paar Zentimeter kleiner als er selbst, während Silver doch ein Stückchen kleiner war, doch muskulös waren beide. Das sah man ihnen an. "Vielleicht. Wir werden sehen" erwiderte er dann mit neutraler Miene und schenkte Silver dann noch ein charmantes Lächeln, bevor er sich umdrehte. Er wusste, dass die Karrieros der festen Überzeugung waren, dass er sich ihnen anschließen würde und genau diese Überzeugung würde es auch sein die sie dazu veranlassen würde ihn in der Arena zunächst zu verschonen, denn einen der ihnen nützlich war ließen sie anfangs immer in Ruhe. Erst wenn einer ihnen nicht mehr nützlich war, beseitigten sie ihn. Er ging zu der Wand an der die verschiedensten Waffen hingen. Auf dem Boden lag eine große schwere Axt. Sam hatte mitbekommen wie das Mädchen namens Faye sie genommen hatte und sie ihr dann -wahrscheinlich aufgrund des Gewichts- aus der Hand gefallen war. Noch keiner der anderen Tribute hatte eine Axt in die Hand genommen, wahrscheinlich war sie ihnen schlichtweg zu unhandlich und schwer, doch für ihn war es die perfekte Waffe auch wenn er sich während dem Training von ihr fernhalten würde. Erst wenn er die Sponsoren überzeugen musste würde er wirklich zeigen was in ihm steckte. Das war Sams Plan. Nun steckte er das Schwert also wieder in die dafür vorgesehene Schnalle an der Wand und bückte sich dann um die Axt auch aufzuheben. Diese hatte eine tiefe Kerbe im Boden hinterlassen. Sam warf sie mit Leichtigkeit in die Höhe, fing sie wieder auf und hängte sie an ihren Platz zurück. Mehr würde er nicht machen, auch wenn es ihn ganz schön viel Selbstbeherrschung kostete nicht einfach mit der Axt zu trainieren um allen zu zeigen was er konnte.
Als nächstes sah er sich in der großen Trainingshalle um. Clarisse, das Mädchen aus seinem eigenen Distrikt war nun dabei diverse Knoten zu üben. Das konnte sie bestimmt gut, denn Sam hatte einmal gehört, dass sie wunderschöne Kleider stricken konnte, da würde sie bestimmt auch mit ein paar Knoten zurecht kommen und brauchte deswegen seine Hilfe auch nicht. Das war doch schon einmal sehr gut. So sah er sich weiter um und dieses Mal blieb sein Blick an Faye hängen. Sie war die einzige Tributin mit der er noch persönlich in ein Gespräch verwickelt war, auch wenn er schon einiges über sie wusste, da es sich mit dem Jungen aus ihrem Distrikt, Jakob Durell unterhalten hatte. Sie waren beide aus Distrikt 10. Faye war Vollwaise , da sie vor ein paar Jahren von Friedenswächtern erschossen wurden, da sie rebelliert hatten. Auch ihren älteren Bruder hatte sie verloren. Doch das erstaunlichste was Jakob ihm von ihr erstellen konnte, war dass sie sich für die Hungerspiele freiwillig gemeldet hatte, damit ein anderes Mädchen nicht in die Arena musste und das hatte sie getan obwohl ihr eigentlich klar sein musste, dass sie schon allein wegen ihrer Statur nicht sehr viel Chancen hatte. Und mit irgendeiner Waffe hatte sie bisher auch noch nicht wirklich geübt. Momentan war Faye dabei zu üben wie man in Feuer entfachte. Sam ging einfach zu ihr hinüber und kniete sich neben sie auf den Boden. "Na, will es nicht klappen?" fragte er mit einem Lächeln. "Komm, ich zeige es dir" sprach er ohne eine Antwort von ihr abzuwarten und nahm sich zwei Steine. "Ich bevorzuge die aber mit Stöcken geht es natürlich auch" Er nahm sich einen Büschel trockenes Gras und schlug die Steine solange aneinander bis sich ein Funken bildete und auf das Büschel Gras hinüber sprang. Er legte die Hände um das Gras und begann zu pusten, sodass sich noch mehr Glut bildete und es sich kurze Zeit später auch schon eine Flamme gebildet hatte. Er nahm sich ein paar Stöcke und baute sie zu einer Art Zelt, sodass sie die Glut schützen und diese gleichzeitig auch auf die Äste überspringen konnte. Doch danach löschte er das Feuer wieder mit ein bisschen Sand und sah auffordernd zu dem Mädchen hinüber. "Und jetzt du, Faye..."
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BeitragThema: Re: If we burn - you burn with us   Sa Okt 24, 2015 3:22 pm

Nach einem weiteren Versuch mit dem Stock ein Feuer zu entfachen wusste Faye einfach nicht weiter. Es konnte doch nicht so schwer sein sich daran zu erinnern! Aber scheinbar vergaß man in all dem Stress die wichtigsten Dinge ganz schnell. Hoffentlich würde ihr morgen nicht etwas ähnliches passieren, wenn sie ihre Fähigkeiten vorführen mussten. Was sie dort tun würde war der Blondine jedoch noch unklar. Viele Tribute führten die Kunst ihrer persönlichen Lieblingswaffe vor, doch Faye wusste nicht recht wie sie dies mit ihren Dolchen vorführen sollte. Zusätzlich dazu musste sie auch noch zugeben, dass sie gar nichts vorführen wollte. Natürlich, es würde ihr Hilfe von außen einbringen, aber dafür sollte sie sich lächerlich machen? Sicher nicht. Sie würde den Menschen aus dem Kapitol schon noch zeigen welche Folgen es hatte, sie als Spielfigur einzusetzen. Denn vielleicht sah sie aus wie ein Engel, aber irgendwann hatte auch sie ihre Grenzen erreicht.
Die Gedanken an einen Plan musste sie wohl dennoch auf später verschieben, denn plötzlich schob sich eine andere Gestalt in ihr Sichtfeld und ließ sie kurz in diese Richtung blicken. Samuel aus Distrikt 7 hatte sich neben sie auf den Boden gekniet. Etwas fragend wanderte ihr Blick daraufhin zu ihm, doch nur Sekunden später kam eine Frage seinerseits. Ohne eine wirkliche Antwort zu geben blickte sie erneut auf den Stock in ihren Händen und zuckte nur leicht mit den Schultern, jedoch schien er auch keine wirkliche Antwort abwarten zu wollen und sprach im nächsten Moment schon weiter. Fast schon neugierig beobachtete die Blonde wie er sich zwei Steine nahm und ihr schließlich zeigte wie man ganz schnell ein Feuer entfachen konnte. In genau dem Moment machte es auch in Fayes Gedanken Klick und sie erinnerte sich wieder an die Worte ihres Bruders, jedoch blieb sie still und beobachtete mit einem kaum erkennbaren Lächeln aufmerksam was er tat. Erst als er das Feuer schließlich mit ein wenig Sand löschte wandte Faye den Blick von seinem Tun ab und blickte hinauf in sein Gesicht, gerade als er nun sie auffordernd anblickte und auch verbal aufforderte es ihm gleich zu tun.
Mit einem leichten Nicken drehte sie sich nun also wieder zu ihrem eigenen versuchten Feuer um und schob ihre alten Materialien samt Stock beiseite. Anschließend wiederholte sie seine Taten und nahm sich ebenfalls ein kleines Büschel trockenes Gras, welches sie vor sich hinlegte und anschließend ebenfalls zwei Steine aneinanderschlug, bis ein Funken auf das Gras übersprang und sie vorsichtig in dieses pustete. Schnell hatte sich auch bei ihr eine kleine Flamme gebildet, sodass sie sich nun ebenfalls ein paar dünnere Äste nahm und sie ähnlich wie er aufbaute. Während sie mit einem leichten Lächeln beobachtete wie das Feuer nun langsam auch auf die Äste überging stand sie jedoch im nächsten Moment einfach auf, ohne das Feuer zu löschen. Sollte es doch die ganze Arena abbrennen.
Ihr Blick fiel wieder auf Samuel, dem sie nun ein leichtes, engelsgleiches Lächeln schenkte. "Vielen Dank... Samuel?" Ganz bewusst stellte sie seinen Namen eher als eine Art Frage dar, denn schließlich vertrat sie hier sowieso schon den Ruf eines unschuldigen und definitiv leicht verletzbaren Engels, der einfach viel zu zart und zerbrechlich für die Arena war. Sollte er also ruhig denken, dass sie nicht einmal alle Namen der Tribute auswendig kannte, auch wenn dies natürlich vollkommen gelogen war. Sie kannte nicht nur alle Namen, sondern hatte auch zu jedem einzelnen einige Informationen. Doch mit einem hatten die meisten Tribute nicht ganz unrecht, sie war schon so gut wie tot. Die Frage, die jeden hier bei ihr beschäftigte die wussten, dass sie sich freiwillig gemeldet hatte, war ein offenes Geheimnis. Wieso meldete sich Jemand für ein kleines Mädchen freiwillig, obwohl diese nicht einmal verwandt waren - schließlich wusste niemand wie sie zueinander standen - und obwohl sie sich dadurch selbst in den Tod stürzte? Nun, so genau konnte Faye sich das auch nicht erklären.
"Oh, und danke auch dass du die Axt wieder aufgehoben hast, das hätte sonst aber sicher Jemand aus dem Kapitol gemacht." hängte sie noch an ihre Worte dran und nickte in Richtung der Waffenwand. Natürlich musste es für ihn und die anderen so ausgesehen haben, als hätte sie die schwere Axt nicht einmal hochheben können, aber vielleicht war das auch besser so. Sie anzuheben war ja nicht einmal das größte Problem gewesen, aber das musste schließlich auch niemand außer ihr wissen. Selbst Jakob hatte ihr daraufhin einen fast schon mitleidigen Blick geschenkt, den sie jedoch gekonnt ignoriert hatte. Sie war hier definitiv fehl am Platz, das wollte sie gar nicht leugnen, aber das man sie so sehr unterschätzen würde hatte sie auch nicht gedacht. Ob sie das nun überhaupt zu ihrem Vorteil nutzen konnte war jedoch die Frage.
Fast schon forschend wandte sich ihr Blick erneut auf Samuel, den sie noch einmal kurz musterte. Was versuchte er damit zu bezwecken sich mit ihr abzugeben? Wollte er einfach nur herausfinden ob sie wirklich nichts drauf hatte oder was hatte er sonst vor? Ganz leicht kniff sie ihre Augen zusammen, ehe sie minimal ihren Kopf schüttelte und sich nachdenklich von ihm abwandte. Sie hatte schließlich nicht vor ein weiteres Gespräch mit irgendwem zu führen, auch wenn sie ihm natürlich dankbar war.
"Also, vielen Dank nochmal für die Hilfe. Du kannst dann ruhig wieder zu deinen Karriero-Verehrern gehen.." Faye wusste, dass sie vielleicht etwas reserviert oder gar kühl wirkte, aber das war die einzige Möglichkeit für sie um kein mögliches Gespräch aufkommen zu lassen. Sie hatte bisher schon jedem Tribut geholfen, der Hilfe nötig gehabt hat, aber sobald diese dann ein Gespräch mit ihr starten wollten war sie immer abgehauen. Bei Samuel würde sie dies sicher nicht anders machen. Natürlich könnte sie sich auch gut mit ihm stellen, schließlich schien er der kleine Liebling der Karrieros zu sein - unbeschreiblich wie naiv diese doch waren und sofort annahmen, jeder würde sich ihnen anschließen wenn er die Möglichkeit besaß. Ob Samuel dies tun würde wusste Faye zwar nicht, aber es war einfach nur die Wahrheit. Natürlich könnte Faye ein Gespräch mit ihm auch nutzen um mehr über ihn herauszufinden, aber gleichzeitig müsste sie dann auch von sich etwas preisgeben; und das wollte sie auch nicht. Also war ein Rückzug immer noch das Netteste und beste was sie tun konnte. Ob er dadurch nun wirklich gut auf sie zu sprechen wäre war die Frage, aber das musste er ja auch nicht unbedingt. Das machte es ihm sicher leichter sie später zu töten, sollte er es denn sein durch dessen Hand sie sterben würde. Er schien jedoch schon jetzt allerhand Informationen über die einzelnen Tribute sammeln zu wollen, denn auch wenn er selbst noch nie mit ihr gesprochen hatte, wusste Faye dass er schon einiges von ihr wusste. Jakob hatte es ihm erzählt und anschließend auch ihr anvertraut, was er mit Samuel besprochen hatte. Jakob war schließlich der einzige hier, mit dem sie mehr als nur zwei Sätze hintereinander sprach und er schien ehrliches Mitleid und Sorge für sie zu empfinden. Natürlich grundlos, wie sich Faye immer wieder einzureden versuchte.

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BeitragThema: Re: If we burn - you burn with us   So Okt 25, 2015 12:32 pm

Natürlich hatte Faye aufmerksam dabei zugesehen wie Sam das Feuer entzündet hat und so schaffte sie es bei diesem Anlauf auch selber. Sam lächelte. Er wusste, dass das Mädchen aus Distrikt 10 nicht dumm war. Nein, im Gegenteil. Es schien als würde sie einen ähnlichen Plan wie er verfolgen, denn wie alle anderen Tribute der anderen Distrikte hatte er auch sie beobachtet und sie schien auch sehr viel zu beobachten. Desöfteren hatte er ihren Blick auf sich gespürt und gerade weil sie eine ähnliche oder vielleicht auch die gleiche Taktik hatte wie er selber war sie so interessant für ihn, nur machte sie den Fehler und schleimte sich nicht bei den Karrieros ein. Aber dies war ihr eigenes Problem und nicht seines und so würde er ihr definitiv auch nicht helfen. Nun war es der Dunkelhaarige der Faye dabei zusah wie sie die Schritte die er ihr gerade gezeigt hatte nachmachte. Sie legte die Stöcke aus den Händen und nahm sich das Paar Steine welches er gerade verwendet hatte. Dann entschied sie sich ebenfalls für ein Büschel trockenes Gras obwohl es auch diverse andere Dinge gab die man verwenden konnte um die erste Glut zu bekommen. Zum Beispiel trockene Baumrinde, ein Stück Seil aus Hanf oder die Stängel von Getreide. Hauptsache die Dinge waren sehr trocken und somit leicht entflammbar. Faye schlug die Steine aneinander bis ein Funken auf das Gras übersprang und sie anfangen konnte zu pusten. Kurze Zeit später hatte sie ein kleines Feuer. Sam lächelte sie an. "Geht doch" meinte er und streute dann eine Handvoll Sand auf das Feuer, da Faye es selber nicht getan hatte. "Ich denke jeder hier würde gerne die Halle in Brand setzen, doch abgesehen davon, dass sowieso sofort jemand da wäre um es zu löschen würde es uns nur wertvolle Trainingszeit kosten. Also völlig sinnlos diese Idee" erklärte er kurz und hob eine Hand um sich durch das dunkle Haar zu fahren. "Nichts zu danken und ich denke, dass du aufmerksam genug gewesen bist um zu wissen, dass ich gerne Sam genannt werde" gab er zurück, als sich die Blonde letztendlich bei ihm bedankte, da er ihr ja geholfen hatte. Sam konnte sich nur denken was sie damit erreichen wollte, dass sie sich dümmer gab als sie eigentlich war, doch ihn überzeugte es nicht mehr. Dafür war sie in den letzten Tagen einfach viel zu aufmerksam gewesen und dumme Leute waren nicht aufmerksam. Er wollte wissen, in welchen Dingen Fayes Stärken lagen. Er wusste nun, dass sie sehr intelligent war, doch sie brauchte doch irgendeine Stärke um morgen punkten zu können und da würde sie sich nicht einfach hinsetzen können und die Spielmacher und potentiellen Sponsoren beobachten können so wie sie es hier machte.
Als nächstes bedankte sie sich jedenfalls dafür, dass er die Axt die sie einfach liegen gelassen hatte aufgehoben hatte um sie wieder zurück zu hängen. Sam nickte daraufhin nur während er sie musterte. Völlig belangloses Zeug, das ihn nicht weiterbrachte...
Faye wollte nicht mit ihm reden das war ihm klar, aber wollte mit ihr reden. Und dabei wollte er nicht nur belangloses Zeug aus ihrem Mund kommen hören. Er sah ihr herausfordernd in die Augen und wartete ab. "Ich soll also zu meinen "Karriero-Verehrern" zurück?" fragte er leicht amüsiert. "Danke für den Hinweis, aber ich denke ich weiß am besten was ich nun tun sollte oder nicht. Ich weiß aber auch was du nun tun solltest, also denk mal nicht an die Karrieros sondern an dich selber. Du bist ein intelligentes Mädchen und weißt bestimmt wie deine Chancen liegen. Nicht sehr gut, stimmts? Ich möchte dir helfen, Faye! Aber um das zu können musst du meine Hilfe auch annehmen..." sprach er direkt aus was er ihr sagen wollte. Sowohl er als auch sie wussten, dass ihre Chance gen 0 ging. Sie würde vielleicht wegrennen können. Sich irgendwo verstecken können, doch nicht für ewig. Sie würde Essen und Wasser brauchen, Waffen um sich zu verteidigen. Außerdem würde sie entweder von einem der anderen gefunden werden oder von einer der Naturkatastrophen oder Monstern die die Spielmacher in das Spiel einbauen würden. Niemand würde sich einfach verstecken können um zu warten, dass sich alle anderen gegenseitig umbrachten. Diesem Plan, würden spätestens die Spielmacher einen Strich durch die Rechnung machen um die Spiele spannend zu halten, denn die Hungerspiele in der Arena dienten ja lediglich nur der Belustigung des Kapitols. Nichts weiter. Wer als Letztes übrig war und gewann, war kein Sieger sondern lediglich ein Überlebender dieser kranken Spiele. Er würde zwar dann ein Leben in Luxus führen können wie er es davor nicht hatte, doch er würde nie wieder die Person sein die er gewesen war bevor er sich in die Arena begeben hatte. Diese Spiele zerstörten jeden. Wenn nicht physisch dann mental!
Sam wusste dies. Er hatte die letzten Hungerspiele gesehen indem jemand aus seinem Distrikt gewonnen hatte. Es war vor 4 Jahren gewesen. David Collins sein damaliger Nachbar wurde im Alter von 18 Jahren in die Arena gewählt. Er war ein Riese von über 2 Metern und glich eher einem Bären oder einem Stier als einem Menschen. Schon damals war er sehr stark gewesen, hatte sogar Holzstämme durch die Luft werfen können und so hatte er auch gewonnen. Indem er seine Gegner mit irgendetwas erschlug, mit Steinen oder sonstigem. Vor den Spielen war er ein optimistischer stets gut gelaunter Mann gewesen. Nun war er ein in sich zurück gezogener 22-Jähriger ,der nur noch mit seinen engsten Vertrauten sprach oder wenn er es musste. David war dieses Jahr Samuels Mentor. Sie hatten viel miteinander gesprochen seitdem feststand, dass Sam in die Arena musste. David hatte im erklärt, dass man in der Arena sofort verloren war, wenn man mental nicht stark genug war. Denn wer durchdrehte hatte quasi schon verloren. Man musste einen kühlen Kopf behalten ,Pläne schmieden und einen eisernen Willen haben um eine Chance für den Sieg haben zu können. Sam würde sein bestes Geben, allein seiner Familie wegen schließlich hatte er es ihnen versprochen. Die Verantwortung für das Überleben trugen nun Sara und Benjamin, seine 15-jährige Schwester und sein 13-jähriger Bruder. Beiden hatte er einiges beigebracht und ihnen war es auch denen er, als er sich von ihnen verabschieden musste, den Ring übergab welchen er von seinem Vater geerbt hatte. "Passt gut auf ihn auf, damit ich ihn wieder bekomme, wenn ich aus der Arena zurück komme" waren seine Worte gewesen.
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BeitragThema: Re: If we burn - you burn with us   So Okt 25, 2015 1:31 pm

Bei seinen Worten über das Feuer konnte Faye nur leise schnauben, sobald er die 'wertvolle Trainingszeit' ansprach. Natürlich stimmte es, sie brauchten alle Zeit die sie kriegen konnten um zu trainieren, aber im Endeffekt war es egal. In der Arena wäre alles anders und egal wie gut man auch geübt hatte, die gesamte Einstellung einer Person änderte sich unter all dem Druck schlagartig. Faye war sich nicht einmal sicher, ob sie ihrem Bruder nach den Hungerspielen je wieder hätte in die Augen sehen können. Er hatte Menschen getötet. Immer nur um sich selbst oder andere zu schützen und nie aus dem Hinterhalt, aber er hatte es getan. Er hatte ihr versprochen für sie zu kämpfen und war schließlich mit diesem Versprechen gestorben. Gleichzeitig hatte Faye ihm jedoch bei der Verabschiedung ebenfalls versprochen um ihr Überleben zu kämpfen, sollte sie jemals in die Arena kommen. Heute war sie sich nicht mehr sicher, ob sie dieses Versprechen wirklich einhalten konnte. Natürlich hielt sie ihre Versprechen - immer - aber irgendwo sah sie darin keinen Sinn. Sie kannte ihre Stärken und Schwächen und wusste welche Chancen sie hatte, aber sie würde sicher nicht kopflos in die Arena stürmen mit dem Gedanken, dass sie einfach gewinnen musste. Denn spätestens dann würde sie ihre Menschlichkeit verlieren und Menschen töten, ohne einen wirklichen Grund dafür zu haben. Und diese kranken Spiele waren einfach kein Grund dafür.
Ohne es wirklich zu merken legte sich ein leichtes Lächeln auf ihre Lippen, während er die Sache mit seinem Namen klarstellte. Natürlich hatte er auch sie beobachtet, das hatte sie schon mehrmals bemerken können. Einen Versuch war es dennoch wert gewesen, aber wenn er mit offenen Karten spielen wollte, bitte.
Und auch wenn sie im nächsten Moment vorgehabt hatte zu gehen, ließen seine Worte sie zögern. Fast automatisch blieb sie stehen und drehte sich wieder zu ihm um, während sie ihre Arme vor der Brust verschränkte und ihn aus ebenso herausfordernd glitzernden Augen anblickte. Im Vergleich zu ihm hatte sie währenddessen jedoch ein ruhiges Lächeln auf den Lippen, auch wenn dieses nach seinen Worten schnell verschwand. Sie wirkte äußerlich jedoch sonst vollkommen ruhig und nur ihre Augen verrieten, dass sie alles andere als das war und seiner stummen Herausforderung wortlos entgegentrat. Auch wenn er ihr gerade noch einmal laut gesagt hatte, dass ihre Chancen bei null standen, lächelte sie im nächsten Augenblick wieder kaum erkennbar.
"Gut erkannt, Sam. Also spielen wir doch mit offenen Karten. Du willst meine Stärken herausfinden, weil dir die sonst niemand sagen konnte. Meine Schwächen liegen wohl für jeden offen auf dem Tisch: Ich bin allein von der Statur her machtlos gegen die Hälfte der Tribute hier im Raum, physisch gesehen bin ich auch sonst ziemlich schwach und ich schenke dir das Wissen zu einer weiteren Schwäche, die meine Chancen nochmals um fünfzig Prozent verringern: Ich kann nicht kämpfen. Ich kann nicht nur ein bisschen kämpfen, ich kann es gar nicht, verstanden?
Das meiste davon weißt du sicher sowieso, aber meine Stärken kennt hier noch niemand. Nun, da du sie wissen möchtest, bitte: Du hast es gerade selbst gesagt, ich bin sehr intelligent. Und mehr gibt es dazu nicht zu sagen."
erklärte sie schließlich vollkommen ruhig, während das Lächeln auf ihrem Gesicht jedoch langsam gefror und sich auch in ihren Blick eine leise Kälte schlich, kaum erkennbar jedoch für Leute die sie nicht kannten. Sie mochte es einfach gar nicht, wenn Jemand wie er mit jedem hier sprach um dessen Stärken und Schwächen herauszufinden. Aber wenn er es so haben wollte, bitte. Eigentlich tat Faye dies alles schließlich nur um das Gespräch frühzeitig zu beenden. Bei niemandem sonst war sie bisher so ein Eisklotz gewesen, aber auf eine Diskussion mit ihm wollte sie sich nun wirklich nicht einlassen. Sie wusste auch dass es unhöflich war und innerlich entschuldigte sie sich dafür bei ihm, aber vielleicht wäre er ja schon bald genervt von dieser reservierten Art und würde sie in Ruhe lassen.  Jedoch war sich Faye sicher, dass sie allein mit ihrem dritten Satz vollkommen ins Schwarze getroffen hatte. Er war nur deswegen hier, denn wieso sonst wollte er ihr wohl helfen? Es gab keinen Grund dafür, deswegen konnte sie dies auch einfach nicht akzeptieren. Und sie wollte es auch nicht akzeptieren. Er hatte sehr gute Chancen hier lebend herauszukommen, hatte einen ähnlichen Plan wie sie und schleimte sich zudem noch bei den Karrieros ein. Das hieß, dass er schon einmal länger überleben würde wie sie, denn die Karrieros konnten sie ganz offensichtlich nicht wirklich leiden.
Ein leises Seufzen schlich sich schließlich über ihre Lippen, während sie sich kurz über den Nacken fuhr und anschließend etwas freundlicher zu ihm blickte. "Hör zu, ich glaube wir wissen beide, dass wir ungefähr denselben Plan verfolgen. Und ich weiß auch, dass du damit bisher besser dran bist als ich, allein schon weil du dich bei den Karrieros so erfolgreich eingeschleimt hast. Aber sehen wir es mal realistisch, du hast hier gute Chancen und ich habe eigentlich gar keine. Du musst auch gar nicht verstehen warum ich all das hier mache, nimm es einfach hin. Aber ich verstehe nicht warum du mir helfen willst. Warum möchtest du mir helfen, obwohl wir beide meine Chancen kennen? Und es tut mir wirklich leid, dass ich gerade nicht sehr nett geklungen habe, aber ich möchte mich hier mit niemandem länger unterhalten. Wenn du mich also entschuldigen würdest..."
Nach diesen Worten nickte sie kurz in eine ganz andere Ecke der Trainingshalle, wieder ohne Waffen und zum einfachen Training für das Überleben, als Zeichen dass sie nun dorthin wollte - obwohl die Ecke mehr oder weniger willkürlich von ihr gewählt wurde.
Aber es war einfach die Wahrheit, alles was sie gerade gesagt hatte, also konnte sie ihn vielleicht wenigstens so davon überzeugen, dass sie nicht mit ihm reden wollte. Sie hatte nicht einmal verzweifelt geklungen bei ihren Worten, sondern einfach nur völlig ruhig und doch mit einer versteckten Stärke in ihrer Stimme, die sie selbst oft nicht einmal bemerkte. Jedoch musste sie auch zugeben, dass sie bei ihren Worten ein wenig verschwiegen hatte. Zum Beispiel beim Thema kämpfen, denn schließlich konnte sie ja mit einer Waffe halbwegs umgehen, nur sonst konnte sie nicht kämpfen. Ansonsten hatte er nun ja die Informationen, die er scheinbar haben wollte. Durch Jakob wusste sie was er mit all den anderen so besprochen hatte und konnte daher auch schließen, was er von den anderen Tributen wissen wollte. Wenn sie so also einem Gespräch aus dem Weg gehen konnte, legte sie gerne die Karten offen auf den Tisch. Nun ja, einige Karten zumindest.
Er durfte jedoch spätestens bei ihrer Entschuldigung gestutzt haben, denn schließlich zeugte dies einfach nur wieder davon, dass sie viel zu nett war um hier zu sein. Faye hatte ja vorgehabt ihm so kühl wie möglich gegenüberzutreten, aber unhöflich wollte sie dennoch nicht werden. Das hatte er einfach auch nicht verdient, schließlich konnte er auch nichts dafür, dass er nun hier war.
Jedoch zweifelte sie ganz offensichtlich an seiner angebotenen Hilfe. Es wollte ihr einfach nicht klar werden, warum er ihr helfen wollte. Natürlich, sie war intelligent und verfolgte einen ähnlichen Plan wie er, aber was brachte ihm das denn bitte? Wenn er mit diesem Angebot nur ins Gespräch kommen wollte um mehr über sie herauszufinden, hatte er ja spätestens jetzt viele weitere wichtige Informationen, die er später gebrauchen könnte. Ansonsten konnte sich Faye partout nicht erklären, warum er ihr helfen wollte. Wenigstens hatte sie so eine Aufgabe, über die sie während des Trainings grübeln konnte und sich dadurch von jeglichen anderen Gedanken trennen konnte. Sie wollte aber zumindest noch eine Antwort von ihm abwarten, bevor sie ging.

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BeitragThema: Re: If we burn - you burn with us   So Okt 25, 2015 3:22 pm

Da Faye aufgestanden war, da sie anscheinend vorhatte zu gehen war auch Sam aufgestanden. Er mochte es nicht wenn er saß und andere von oben auf ihn hinunter blickten. Er setzte sich eigentlich allgemein nicht gerne, denn er bevorzugte es zu stehen. So konnte man immer schnell reagieren. Bei Gefahr würde man so sofort reagieren können und musste dazu nicht erst aufstehen. Außerdem bevorzugte er es auch auf andere hinab zu sehen, denn dies war ein Zeichen von Stärke. wenn er über anderen stand, da diese einfach kleiner waren als er selbst.
Er beobachtete wie das Mädchen aus Distrikt 10 -dem Distrikt der für die Viehzucht zuständig war- auf dem Absatz stehen blieb und sich bei seinen Worten wieder umdrehte. Sie verschränkte die Arme schützend vor der Brust und sah ihm ebenso herausfordernd in die Augen wie er selbst es bei ihr tat. Während sie sprach kam und ging ihr Lächeln immer wieder, doch sie schien genau zu wissen was er von ihr wollte. Ja, so aufmerksam wie sie war hatte sie bestimmt mitbekommen, dass er sich auch schon mit all den anderen Tributen unterhalten hatte. Doch von ihnen hatte er ihre Stärken und Schwächen eigentlich relativ leicht erfahren. Entweder sie hatten es ihm von sich aus erzählt oder er bekam es raus indem er sie beim Training beobachtete. Schließlich sah er ja welche Disziplinen sie bevorzugt trainierten und welche sie schon die ganze Zeit mieden. Die meisten waren bestimmt der Meinung, dass sie sich nur blamieren würden wenn sie die Dinge üben würden die sie nicht konnten. Klar, wenn sie es selber peinlich fanden ,würden sie sich definitiv blamieren. Sam war so etwas nicht peinlich. Er versuchte einfach neue Dinge zu lernen. Manche klappten besser und als andere und wenn es mal nicht klappte, probierte es er halt so lange bis er es einigermaßen konnte. Alles war eine neue Erfahrung die ihm in der Arena noch weiter helfen konnte.
Nun legte ihm Faye ein paar Karten offen auf den Tisch. Natürlich nicht wirklich, denn es waren nur Fakten die er bereits schon wusste oder sich erahnen konnte und sie hatte es ihm einfach nur nochmal bestätigt. Besonders, dass sie intelligent war wusste er schon und das war auch der Grund warum sie ihm gefiel. Die anderen Tribute waren nicht schlau. Sie schon. Im Gegensatz zu all den anderen hatte sie ihn nämlich fast durchschaut und wusste auf was er es abgesehen hatte. "Schön von dir, dass du mir das jetzt so offen dargelegt hast aber leider habe ich diese Informationen schon vorher gehabt..." meinte er mit neutraler Stimme aber einem charmanten Lächeln auf den Lippen. Die Tatsache, dass ihr Ton nicht gerade freundlich gewesen war und sie versucht hatte kalt zu wirken, ignorierte er dabei einfach schlichtweg. Als nächstes sprach sie genau das aus was er auch wusste: Sie hatten beide einen ähnlichen Plan. Sie war so intelligent und hatte es auch bemerkt. Sie deutete an in eine andere Richtung der Halle gehen zu wollen, nachdem sie ihm fragte warum er ihr helfen wollte. Er blieb einfach ruhig dastehen. Er wusste, dass sie eine Antwort von ihm haben wollte und nicht gehen würde, bevor sie diese nicht haben würde. "Du möchtest sicherlich eine Antwort stimmts?" fragte er und kam ein Stückchen näher. "Ja, du traust mir nicht. Wir beide wissen, dass du körperlich gesehen eine 0 bist. Wenn ich wollte könnte ich dich mit Leichtigkeit umbringen, ganz ohne irgendeine Waffe zu benutzen. Es wäre so einfach dich einfach zu erwürgen..." Um diese Aussage zu unterstützen, legte er sogar eine seiner großen Hände auf ihre Schulter und strich mit zwei Fingern über ihren Hals. "Doch es gibt eine Sache die uns beide verbindet. Eine Suche die du hast und all die anderen Tribute mit denen ich gesprochen habe, nicht. Denk nach, Faye. Du bist nicht dumm und wirst selber draufkommen, das bezweifle ich nicht und genau deshalb brauchst du meine Hilfe und um es zuzugeben ich deine auch. Denk drüber nach. Ich meine es ernst und wenn du es auch ernst meinst wirst du mich heute Nacht auf dem Dach finden. Bis dahin müsste die Zeit reichen..." Er sah ihr in die Augen, nahm seine Hand wieder von ihrer Schulter und fügte hinzu: "Meine Verehrer warten schon auf mich!" Danach drehte er sich um und ging. Er wusste, dass sie schlau war und interessiert. Sie würde drauf kommen was er meinte und selbst wenn nicht, würde sie bestimmt aufs Dach kommen nur um eine ordentliche Antwort zu bekommen.
Und auch er selber würde nun viel nachdenken müssen. Er musste seinen Plan den er somit mit diesem Gespräch angefangen hatte, weiterentwickeln müssen und ihn zu Ende denken müssen. Er musste es von vorne bis hinten durchplanen und wenn er was falsch machte und gerade eben ein viel zu großes Risiko eingegangen war, dann könnte ides sein Untergang bedeuten. Doch er vertraute Faye in einer Weise die er selbst nicht wirklich verstand. Wahrscheinlich weil sie sich so ähnlich waren. Deswegen wusste er auch, dass sie nichts was sie über ihn wusste weitererzählen würde. Auch den Karrieros würden sie nicht erzählen können, dass er sich nur bei ihnen einschleimen wollte, schließlich waren diese der festen Überzeugung, dass er unbedingt u ihnen gehören wollte. Da würden sie Faye bei solchen Beschuldigungen nur auslachen. Sie dachten ja, dass es niemanden gab der nicht zu ihnen gehören wollte, schließlich waren sie ja unübertreffbar, doch Sam wusste es besser. Er hate einen intelligenten aber zugleich auch risikoreichen Plan, doch jetzt wo er hier war gab es sowieso nicht viel zu verlieren. Entweder er würde es hier wieder lebendig hinaus schaffen und zu seiner Familie zurückkehren können oder er würde irgendeines qualvollen Todes sterben und seine Familie damit im Stich lassen, was er um jeden Preis zu verhindern versuchte. Sein eigenes Leben war für ihn nicht besonders kostbar, doch seine Familie war von ihm abhängig und deshalb musste er ihretwegen am Leben bleiben. Seine Mutter und seine 4 jüngeren Geschwister glaubten alle an ihn. Er wollte und konnte sie einfach nicht enttäuschen. Das würde er sie nie verzeihen.
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BeitragThema: Re: If we burn - you burn with us   So Okt 25, 2015 4:05 pm

Es ärgerte Faye schon ein wenig, dass sie zu ihm hochblicken musste seit er aufgestanden war. Schließlich überragte er sie um mehr als einen Kopf, aber sie ließ sich ihren Unmut darüber nicht anmerken. Darüber, dass sie ihm nichts neues erzählen konnte und er all die Fakten, die sie ihm erzählt hatte wusste, ärgerte sie sich jedoch nicht. Es war besser, wenn sie alles andere für sich behielt und er nur so viel wusste wie nötig, von wem er dann all dies erfuhr war ihr aber relativ egal.
Aus diesem Grund reagierte sie auch keineswegs überrascht auf seinen ersten Satz und blickte abwartend in sein Gesicht, welches ein charmantes Lächeln zierte. Sie wollte noch eine Antwort auf ihre Frage und das wusste er ganz genau. Aus diesem Grund blieb er schließlich auch genauso ruhig stehen wie zuvor, auch wenn sie angedeutet hatte in eine andere Ecke der Halle zu wollen.
Gerade deswegen gab sie auch auf seine rhetorische Frage keinerlei Antwort, sondern hob lediglich ihren Kopf fast schon rebellisch ein klein wenig weiter an, als er ihr näher kam. Zurückweichen würde sie sicher nicht, auch wenn er mit seinen nächsten Worten voll ins Schwarze traf. Er hatte vollkommen Recht, wenn er wöllte könnte er sie auch hier und jetzt ganz einfach umbringen, es würde nicht lange dauern. Doch Faye reckte ihm lediglich trotzig ihr Kinn entgegen und presste ihre Lippen zu einem schmalen Strich zusammen, als er schließlich auch noch seine große Hand auf ihre Schulter legte und mit zwei Fingern über ihren Hals strich. Wenn er ihren Puls spüren konnte würde er auch wissen, dass es sie keinesfalls so kalt ließ, mit welcher Leichtigkeit er sie töten könnte, aber äußerlich ließ sie dies sonst nicht erkennen.
Stattdessen lauschte sie lieber aufmerksam seinen anschließenden Worten. Und sie konnte nicht leugnen, dass eine seltsame Neugier sie währenddessen ergriff. Was hatte dieser Junge nur vor? Misstrauisch kniff sie ihre Augen ein wenig zusammen und musterte abschätzend seinen Gesichtsausdruck, doch sie konnte keine Lüge in seinen Worten erkennen. Er meinte es wirklich ernst. Ohne noch weiter auf ihre Reaktion zu warten verkündete er schließlich, dass seine Verehrer warten würden, drehte sich einfach um und ging. Und ließ sie mit all ihren Fragen zurück. Faye jedoch legte einen Moment lediglich ihren Kopf nachdenklich schief und blickte ihm nach. Was nur konnte sein Plan sein? Und was hatte sie, was alle anderen Tribute nicht hatten? Etwas abwesend blinzelte sie ein paar Mal, bevor sie sich kurz umblickte und schließlich scheinbar unbeeindruckt weiter durch die Halle zu einem Trainingsobjekt lief.  Doch sie konnte auch noch so gut schauspielern wie sie wollte, er hatte ihr Interesse geweckt. Und bis heute Nacht hatte sie tatsächlich genug Zeit um nachzudenken, denn dass sie auf das Dach kommen würde stand außer Frage.
Irgendwem von ihrem kurzen Gespräch erzählen würde sie jedenfalls nicht. Natürlich ging sie damit ein großes Risiko ein und sie würde lügen wenn sie sagen würde, dass sie ihm vertraute, aber irgendwie war dieser Junge schon interessant und sie vertraute auf ihr Bauchgefühl, dass seine Worte aufrichtig waren.
Andererseits hätte sie schließlich auch niemandem zum reden. Mit Jakob würde sie darüber sicher nicht reden, er war in dieser Hinsicht nicht schlau oder gar vertrauenswürdig genug und selbst ihr Mentor, Blake Reyfeld, war keine wirklich vertrauenswürdige Person. Wobei sie ehrlicherweise zugeben musste, dass er von all denjenigen, mit denen sie aus ihrem Distrikt angereist war, immernoch der ihr liebste Gesprächspartner war. Er machte die Dinge nicht schöner als sie waren. Blake hatte vor 11 Jahren die Spiele überlebt, seitdem war nie wieder Jemand aus ihrem Distrikt erfolgreich gewesen. Und er schien im Gegensatz zu vielen anderen viel von ihr zu halten, denn schon oft hatte er lieber sie aufgesucht als Jakob und sich auch nach dem Essen länger mit ihr unterhalten. Faye selbst konnte nicht sagen was sie von diesem Mann halten sollte. Natürlich mochte sie seine Art irgendwo und war froh, wenigstens eine raffinierte Person auf ihrer Etage zu haben, jedoch war er auf der anderen Seite auch ein Mörder. Ihn dafür zu verurteilen fände Faye jedoch falsch, denn dass tut er selbst schon zu genüge. Vielleicht hatte er auch wegen seiner Spiele seine leicht aggressive Art und das Verlangen, fast wie an der Kette zu rauchen. Irgendwie schien es ihm ja zu helfen. Doch egal was sie auch von ihm hielt, erzählen würde sie ihm von der Sache mit Sam sicher nicht.
Selbst wenn sie es den Karrieros erzählen würde um ihn schlecht dastehen zu lassen, was würde es ihr bringen? Die würden ihr erst gar nicht glauben und sie verspotten. Doch warum darüber nachdenken, wenn sie es sowieso nicht vorhatte.
Schließlich hatte sie nun eine ganz andere Sache, die sie bis zum Abend hin beschäftigen würde. Vielleicht auch deswegen suchte sie sich für ihre nächste Aufgabe im Training einen einfachen Hindernisparkour aus. So konnte sie seine Aussage immer im Hinterkopf behalten und weiter darüber nachdenken. Aber was konnte er denn meinen? Dass sie klug war wussten sie beide und Faye war auch bewusst, dass neben Sam und ihr sonst keiner der Tribute diese Art von Intelligenz besaß. Natürlich waren auch einige von ihnen ganz klug und hatten interessante Taktiken, wie Faye wusste, aber sie verstanden all dies scheinbar auf einer ganz anderen Ebene. Meinte er dies? Irgendetwas in ihr bezweifelte dies. Natürlich ging es bei der ganzen Sache nur um das Überleben in der Arena, aber gerade bei diesem Gedanken fragte Faye sich gleichzeitig, ob er ihr Überleben dabei ebenfalls mit eingeplant hatte oder nur sein eigenes. Irgendetwas sagte ihr, dass er sie tatsächlich für seinen Plan brauchte, aber die Frage war ja auch immernoch wie lange. Und sie wusste, dass er noch Familie hatte. Sicher würde er für diese kämpfen und alle Mittel ausschöpfen, um lebend aus der Arena herauszukommen. Er hatte zusätzlich eine mentale Stütze durch seine Familie im Rücken, aber das hatte vorerst nichts mit ihnen zu tun.
Faye hoffte jedenfalls, dass ihr die Antwort auf diese Frage bald klar werden würde, denn ganz ohne eine mögliche Antwort wollte sie ihm nicht unbedingt entgegentreten. Bis dahin musste sie aber sowieso noch warten und vielleicht würde ihr wirklich in den nächsten Stunden etwas einfallen. Suchend glitt der Blick der Blonden nach ihren Übungen durch die Halle. Vielleicht konnte sie ja in der Zwischenzeit noch irgendjemandem helfen.

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BeitragThema: Re: If we burn - you burn with us   Mo Okt 26, 2015 9:57 pm

Sam steuerte auf eine Station zu an der es Steinschleudern gab. Er hatte dies schon am vorherigen Tag einmal geübt, doch nun wollte er es noch mal machen und sich verbessern. Eigentlich war es ja überhaupt nicht so schwer. Man musste nur die Entfernung einschätzen und das Gummi dann auch stark genug spannen, was je nachdem was man schleudern wollte entweder schwer oder einfach war. Dann zählte natürlich auch der Winkel, doch wenn man den Trick einmal heraushatte war der Umgang mit der Steinschleuder doch nicht einmal so schwer. Außerdem würde man dies bestimmt auch in der Arena gut selbst anfertigen können. Dazu war ja nicht viel nötig. Sam griff nach eine der vielen verschiedenen Steinschleudern welche auf einem Tisch ausgelegt worden waren und wiegte sie in seiner Hand. Er betrachtete sie von allen Seiten. Im Prinzip bestand diese Waffe nur aus einem Ast welcher wie eine Gabel geformt war und ein weder ganz biegsam noch ganz fest sein sollte, also eher so ein Mittelding. Dann brauchte man nur noch ein Gummi daran zu befestigen und man konnte anfangen mit allem Möglichen um sich zu schießen, was ein weiterer Vorteil an dieser vielseitigen Waffe war. Man konnte alles was man zum Beispiel im Wald fand als Munition verwenden. Steine, Tannenzapfen oder irgendwelche Nüsse waren dafür ideal. Eigentlich hatte Sam nun vor damit zu üben, doch da kamen Damian und Silver auf ihn zu. Er hatte gesehen, dass diese bis gerade eben noch in einer Ecke gestanden hatten um Pause zu machen und etwas zu trinken, da sie ja schon die ganze Zeit wie die Verrückten mit ihren Waffen trainierten. Damian war mit dem Schwert am Stärksten und im Falle von Silver war es Pfeil und Bogen mit dem sie am Besten konnte. "Hey Sam, was hast du denn mit dieser kleinen nichtsnutzigen Langweilerin?" besprochen wollte sie wissen und sah aus ihren hellen Augen zu ihm hinauf. "Ach, nichts. Hab ihr nur klar gemacht wie wenig Chancen sie hat und hab gesehen, dass sie noch nicht einmal imstande ist Feuer zu machen, obwohl ich versucht habe ihr dabei zu helfen?" gab er zurück und setzte wieder sein charmantes verführerisches Lächeln auf. "Und warum hast du das getan?" hakte Silver nach und ihre Augen verengten sich zu Schlitzen. Anscheinend war sie eifersüchtig geworden. "Weil ich weiß, dass sie sogar zu ihm ist um es nachzumachen, wenn man es ihr vormacht. Guck sie dir an Silver. Sie ist nichts, nichts gegen dich..." versicherte er ihr und sah zu wie sich sowohl ihre Gesichtszüge, als auch ihre Körperhaltung wieder entspannte. Sie atmete aus und ihr Blick wurde freundlicher, auch ihre Arme hatte sie nun nicht mehr in die Seiten gestemmt. "Ich weiß, sie ist schon so gut wie tot" bestätigte sie und Sam nickte zustimmend.
Dieser wandte sich dann aber wieder dem Tisch mit den verschiedenen Steinschleudern zu und wählte nun einen geeigneten Stein aus um ihn zu schleudern. Rund war immer gut... So griff er sich einen möglichst runden normal kurzen Stein und legte in die Gummischlinge ein, dann spannte er das Gummiband und zielte auf die Puppe welche als Zielscheibe diente und der Stein traf sie direkt an der Schläfe. Wäre dies ein Mensch gewesen, wäre er spätestens genau in diesem Moment tot umgefallen. Nun war es aber noch einigermaßen leicht, da sich die Puppe ja nicht bewegte und trotzdem war es ein sehr gutes Ergebnis für Sam auch wenn es immer besser ging. Jede Leistung konnte übertroffen werden. Ob dies sich dann noch im möglichen Bereich für einen Menschen befand war eine ganz andere Frage. "Das war gut..." meldete sich nun aber auch Damian zu Wort und klopfte Sam fast schon freundschaftlich auf die Schulter, ehe er sich ebenfalls eine Steinschleuder nahm und nach einem Stein griff um es ihm gleichzutun. Sam sah lächelnd wie Damian das Band spannte, doch da er nicht wirklich Feingefühl hatte, spannte er es so fest, dass das Gummiband einfach riss. Damian fing an zu fluchen und es fiel Sam richtig schwer nicht laut loszulachen, doch das durfte er nicht, denn sonst würde er den Karriero aus Distrikt 1 nur zutiefst verärgern und das war eines der Dinge, was ihm nun auf keinen Fall passieren durfte. So versuchte der Junge aus Distrikt 7 ruhig zu bleiben und griff einfach nach einer anderen Schleuder und hielte diese Damian unter die Nase. "Versuchs einfach nochmal, ich weiß, dass du das kannst" Zuversichtlich sah er ihn an und beobachtete wie er das Band der Schleuder nun deutlich weniger spannte und das Band dieses Mal nicht riss. Stattdessen schoss Damian der Puppe aus Stroh direkt in die Brust. Auch dies wäre bei einem Menschen ein tödlicher Treffer gewesen. "Habt ihr das gesehen? So macht man das!" prahlte der junge Mann natürlich sofort.
Sam nickte nur ohne etwas zu sagen. Langsam gingen ihm die beiden Karrieros auf die Nerven, wobei er Damian schlimmer fand als Silver. Dieser prahlte nämlich die ganze Zeit herum, während Silver ihn nur die ganze Zeit anmachte. Anscheinend hatte sie wirklich Interesse an ihm, aber dies konnte Sam natürlich verstehen. Dieser wusste ganz genau wie gut er aussah und wie gut er bei der weiblichen Gesellschaft ankam. Zuhause hatte er auch einige Beziehungen geführt, doch keine hatte wirklich lange gehalten, was Sam aber nicht wirklich bedauerte. Manche Mädchen sind nach kurzer Zeit einfach viel zu eifersüchtig geworden und hatten ihn die ganze Zeit überwacht und waren an ihm geklebt wie Kletten, da merkte man, dass es manchen so gut ging, dass sie nicht arbeiten mussten oder sich einfach zu gut waren um ordentlich zu arbeiten. Und wenn das Mädchen ganz okay war, dann hatte es auch manchmal an Sam gelegen, denn für ihn selbst stand seine Familie an erster Stelle, noch vor seiner Freundin und sich selbst. Für Frauen war es bestimmt schwer dies zu akzeptieren. Außerdem musste Sam tagein tagaus ja hart arbeiten um seine Familie zu ernähren und da blieb auch nicht wirklich Zeit für ein Treffen mit der Freundin übrig, welche ihn am liebsten rund um die Uhr um sich haben würde.
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BeitragThema: Re: If we burn - you burn with us   Di Okt 27, 2015 12:10 am

Faye war an einer Station hängen geblieben, in der es um Tarnung ging. Ein junges Mädchen stand an einem kleinen Tisch und malte ihre Hand gerade in den Farben an, die ihr Untergrund haben würde. Als Untergrund hatte sie sich hierbei  Moos ausgesucht, welches in einem saftigen Grün erstrahlte und auf dem einzelne, abgestorbene Äste und Rindenteile zu sehen waren. Erstaunlicherweise hatte sie selbst diese Details nicht ausgelassen, wie der Blonden im nächsten Moment auffiel. Kurz musterte sie das Mädchen. Es war Rose Annabel Summer aus Distrikt 11. Sie war eine der jüngsten Teilnehmerinnen hier und allein daran wie aufgewühlt ihre Augen hin und wieder bei lauten Geräuschen hin und her zuckten konnte Faye erkennen wie viel Angst ihr all dies hier doch machte. Auf der anderen Seite jedoch beschäftigte sie sich mit einer solchen Präzision mit ihrer Tarnung, dass es die Tributin aus Distrikt 10 wunderte wie sie die Konzentration dafür aufbringen konnte. Neugierig trat Faye daraufhin etwas näher zu ihr und blieb ein paar Schritte von ihr entfernt stehen, um sie auch ja nicht in ihrem Tun zu stören. Nach einigen Augenblicken jedoch zuckte sie dennoch erschrocken zusammen, woraufhin Faye sie beruhigend und vertrauenswürdig anlächelte. "Keine Sorge, ich möchte dir nichts böses. Darf ich zusehen, wie du das machst?" höflich stellte sie ihre Frage, während das junge Mädchen vor ihr nur eingeschüchtert nickte und nun viel unsicherer ihr Tun fortführte. Jedoch schien Faye für sie schnell vergessen zu sein, da sie sich schon nach wenigen Sekunden wieder vollkommen auf das was sie tat konzentrierte. Wirklich einschüchternd wirkte Faye ja sowieso nicht und auffällig war sie in einer gefährlichen Art und Weise schon gar nicht, sodass sie auch irgendwo froh war wie schnell die Kleine sie ausblenden konnte. Während ihr Blick jedoch noch immer aufmerksam den einzelnen Bewegungen der Tributin folgte und so viel nützliche Informationen wie nur irgendmöglich in sich aufnahm, wanderten ihre Gedanken schnell wieder zu Sams Worten. Ohne es selbst zu merken wanderte ihr Blick mit ihren Gedanken und sie suchte die Halle unauffällig nach diesem seltsamen Jungen ab. Schnell wurde sie auch fündig, wie er tatsächlich wieder bei den Karrieros - Damien und Silver aus Distrikt 1 - angelangt war und sich mit ihnen unterhielt. Die drei waren gerade mit einigen Steinschleudern beschäftigt, wobei Faye sich ein leises Schnauben nicht verkneifen konnte als Damien eben diese mit einem einfachen Handgriff kaputt bekam. Um was sich jedoch ihr Gespräch drehte war nicht schwer zu erkennen, denn kurz nachdem Faye erkennen konnte wie Sam zu irgendeinem Kommentar zustimmend nickte, warf Silver ihr einen mehr als giftigen Blick zu und lächelte währenddessen selbstgefällig, als sie den Blick der Blonden bemerkte. Faye selbst jedoch ließ sich davon nicht beirren und erwiderte ihren Blick einen Moment lang, ehe sie sich einfach weiter in der Halle umsah. Wirklich stören tat sie all dies schließlich nicht, es ließ sie nur etwas mehr an Sams Glaubhaftigkeit zweifeln. Natürlich war er nicht dumm genug um etwas mit den Karrieros anzufangen und ihnen zu vertrauen, aber gerade bei dem Bild was sich ihr bot wollte ihr Gehirn diese Logik einige Momente lang noch nicht wirklich begreifen. Für ihn war es aber sicherlich ein leichtes die Karrieros um den Finger zu wickeln - natürlich gerade die Mädchen dieser Distrikte. Diese einfältigen Gänse fingen ja fast schon an zu sabbern, wen er ihnen ein Lächeln schenkte, und wollten offensichtlich jedem anderem Mädchen am liebsten die Augen auskratzen, sobald Sam in deren Nähe war. Irgendwo war es ja auch verständlich für Faye. Sam sah wirklich gut aus und schaffte es mit seinem Charme ohne Anstrengung ein Mädchen für sich zu gewinnen, dumm nur dass Faye auf soetwas nicht hereinfiel. Sie war immun, wie man fast schon sagen konnte. Und sie konnte sich noch genau daran erinnern, dass vor wenigen Stunden einer der Karrieros genau dieses Dessinteresse als Dummheit bezeichnet hatten. Es war aber auch wirklich amüsant ihnen zuzuhören, nur mit der Zeit gingen sie einem auf die Nerven. Und durch Fayes perfekten Ruf unter den Tributen wäre sie zudem noch eine der ersten, die von den Karrieros gejagt werden würde. Dabei hätte sie sich all dies ersparen können. Bei der Eröffnungsfahrt auf ihren Karren waren die Karrieros sogar noch mehr als interessiert an ihr gewesen - nun, zumindest die männliche Partei davon. Selbst Damien hatte versucht sie um den Finger zu wickeln und für sich zu gewinnen. Nun, dass sie ihn hatte eiskalt abblitzen lassen schien er ihr wohl auch jetzt noch schlecht anzuschreiben. Und die Mädchen dieser Distrikte waren anfangs eben wegen genau dieser Aufmerksamkeit eifersüchtig gewesen. Seit sie die Jungs abblitzen hatte lassen und seitdem als das schwache Opfer unter den Karrieros galt und nicht mehr als der liebe Engel, hatte sich diese Eifersucht jedoch schnell gelegt. Und alle Karrieros hatten sich auch schnell darauf geeinigt, sie zu ihrem persönlichen Gegner zu machen. Wie lustig, dass manche Leute einfach keine Abfuhr ertragen konnten. Aber es sollte ihr auch nichts weiter ausmachen, denn auch wenn die sonstigen Tribute in ihr keine Gefahr sahen und sie als so gut wie tot abstempelten, schienen diese sie wenigstens zu mögen. Einige hatten sogar Mitleid mit ihr, auch wenn Faye dies wiederum nicht verstehen wollte. Wie groß die Unterschiede zwischen diesen Meinungen waren überraschte Faye jedoch immer wieder von neuem, denn bis jetzt hatte sie ja sonst kaum ein Wort mit den meisten hier gewechselt. Gut, sie hatte ihnen geholfen, aber mehr auch wirklich nicht.
Außerdem war es für sie noch immer unverständlich, weshalb Leute wie Silver in diesen Momenten sauer oder gar eifersüchtig auf sie sein konnten, wo es doch etwas viel wichtigeres gab um dass sie sich den Kopf zerbrechen konnten. Aber das wäre ja auch zu anstrengend und sie wollten lieber noch ihren Spaß haben, egal wie ernst die Lage im Moment auch war. Sie waren schließlich schon jahrelang trainiert und nahmen auch nun an, dass sie damit einen klaren Vorteil gegenüber allen anderen Tributen hatten. Was ja rein kämpferisch gesehen auch wahr war, aber sonst sollten sie sich kein zu großes Eigenlob herausnehmen. Und wer da noch Jungs im Kopf hatte, na der konnte für Faye doch nur leicht eingeschränkt oder vollkommen verrückt sein. Gut, vielleicht verstand sie dies auch einfach nicht weil sie selbst noch nie verliebt gewesen war oder gar einen Freund gehabt hatte. Aber auch in ihrem früheren Leben hatte sie einfach nie Zeit dafür gehabt. Natürlich hatte sie viele Verehrer in ihrem Distrikt, aber mehr war da auch nicht. Sie hielt sich ja von den meisten Bewohnern fern - und das erst recht nach dem Tod ihres Bruders - also konnte da auch gar nicht mehr passieren. Und das wollte sie auch gar nicht, gerade weil sie schon zu oft miterleben musste wie schnell man einen geliebten Menschen verlieren kann. Mit einem leisen Kopfschütteln wandte sich Faye schließlich von den Tarnübungen ab und murmelte der anderen Tributin noch leise ihr Glück für das weitere Training zu, während sie selbst sich nun zur nächsten Trainingsstation begab, an der sie jemandem helfen konnte.

[Timejump bis zum späten Abend]

Faye konnte gar nicht sagen wie sehr das ganze Benehmen hier sie aufregte. Sie hatte sich nach dem Training noch ein wenig mit Jakob unterhalten, bis sie sich auf ihr eigenes großes Zimmer bis zum Abendessen zurückziehen konnte. Aber auch dort war sie einfach nicht zur Ruhe gekommen. Es war alles zu steril, zu groß, zu prunkvoll... und die Blonde Tributin bekam einfach nur Kopfschmerzen bei all dem Glanz hier, während andere Leute in den Distrikten elendig verhungern mussten. Dennoch hatte sie sich hauptsächlich auf das konzentriert, was Sam ihr gesagt hatte  und versucht sich darüber weiter den Kopf zu zerbrechen. Lange Zeit hatte sie dafür jedoch auch nicht mehr gehabt, denn schon kurze Zeit später war sie zum Essen gerufen worden und durfte sich mit den anderen aus ihrem Distrikt an einem Tisch versammeln. Am liebsten wäre sie bei dem Essen, welches serviert wurde, jedoch sofort wieder aufgesprungen und in ihr Zimmer zurückgegangen. Ihr war einfach nur schlecht als sie sah wie viel hier zur Auswahl stand und wie viel davon wohl weggeworfen wurde. Es war so unnütz und krank, alles für sich zu behalten anstatt es anderen zu geben. Auf ihr Verweigern des Essens hatte sie kaum eine Reaktion bekommen, lediglich Jakob hatte sie kurz gemustert und gemeint, dass sie es dringend nötig hätte für den nächsten Tag Energie zu tanken. Ihr Mentor jedoch hatte lediglich mit den Schultern gezuckt und gemeint, er solle sie doch lassen. Auch wenn das vielleicht nicht gerade nett aussah, war Faye erleichtert als sie bemerkte, dass wenigstens einer sie verstand. Sie war jedoch tatsächlich im nächsten Moment schon aufgestanden, hatte sich verabschiedet und war mehr oder weniger auf ihr Zimmer geflüchtet. Dort war sie schließlich noch eine Weile geblieben und hatte den Gesprächen gelauscht, bevor sie nach und nach hörte wie die einzelnen Personen sich in ihr Zimmer zurückzogen um zu schlafen. Ihre eigenen Gedanken waren derweil immer wieder abgedriftet, aber egal wie langte und oft sie auch darüber nachdachte, eine wirkliche Antwort wollte ihr bei Sams Worten einfach nicht einfallen. Natürlich hatte sie schon Ideen, was er meinen könnte, aber sie war sich einfach nicht sicher und konnte auch keinen wirklich klaren Gedanken mehr in diese Richtung fassen. Und sie brauchte dringend frische Luft, sonst schien diese ganze Umgebung hier sie geradezu zu erdrücken.
Aus diesem Grund schlich sie sich schließlich auch sehr früh auf ihrem Apartment heraus, niemand der hier  Anwesenden schien sie zu bemerken - oder sie schliefen tatsächlich alle schon. Faye störte dies jedoch keinesfalls, denn so hatte sie freie Bahn um sich auf das Dach zu schleichen. Als sie schließlich nach einiger Zeit tatsächlich oben ankam atmete sie ein paar mal tief durch, bevor sie sich richtig umblickte. Zwar war die Luft hier schön kühl und erfrischend, jedoch gefiel ihr der Ausblick nicht gerade. Es tat eher in ihrem Herzen weh, wenn sie all die riesigen Häuser des Kapitols sehen musste und lediglich dahinter einen kleinen grünen Streifen Land entdeckte, der irgendwo auch in ihren Distrikt führen würde. Faye war es egal wie hoch es hier wirklich war, das machte ihr nun wirklich keine Angst. Gerade deswegen lief sie auf leisen Sohlen über das Dach und stellte sich schließlich an den Rand des großen Gebäudes, bevor sie ihre Arme auf die Brüstung legte und ihr Kinn einen Moment lang darauf bettete. Soweit sie sehen konnte gab es hier nicht einmal ein Gebäude, dass größer war als dieses hier. Aber vielleicht war das auch gar nicht so schlecht, denn sonst hätte sie sicher keine so weite Sicht gehabt und hätte an die nächstbeste Betonwand blicken müssen.
Einen Moment lang schloss Faye die Augen, während sich ein ruhiges Lächeln auf ihre Lippen schlich als sie einen kühlen Wind an ihren Klamotten spürte, auch wenn sie im gleichen Moment eine Gänsehaut bekam bei der leichten Kälte, die aufgekommen war. Vielleicht hätte sie sich auch einfach etwas dickeres anziehen sollen, aber sie wollten ja nirgendwohin wandern, sondern nur miteinander reden. Außerdem wäre es zu auffällig gewesen mit irgendeiner Jacke durch die Zimmer zu laufen. Stattdessen hatte sie ihre Trainingsklamotten also lieber gegen Sachen getauscht, die einfach etwas unauffälliger waren und nicht zu sehr nach Kapitol stanken, als das Faye gleich wieder schlecht geworden wäre. Denn für diese wenigen Tage wurden ihr so edel aussehende Sachen bereitgestellt, dass Fly sich gleich noch schäbiger fühlte als in ihren alten Klamotten aus dem Distrikt.  Einige Teile waren ja nicht einmal hässlich, aber für was sollten sie sich denn noch aufhübschen? Außerdem war der Stoff allein sicher so teuer, dass man davon die Distrikte ernähren könnte. In der enganliegenden, schwarzen Hose und dem lockeren, langen und dunkelblauem Shirt jedoch fühlte Faye sich nicht ganz so edel.  Im Gegensatz zu dem grässlichen Nachtkleid, all den anderen Kleidern und Röcken und sonstigen hübschen Oberteilen waren schließlich doch noch ein zwei normale Klamotten versteckt, in denen man sich etwas normaler fühlte. Und eigentlich war es Faye auch weitestgehend egal was sie trug, sie hatte sich noch nie viel aus Klamotten gemacht, aber wenn es um das Kapitol ging war sie nun einmal etwas eigen. Genau so wie das Kapitol durch diese Eigenarten einen riesen Knall hatte, aber das wussten sie schließlich schon alle.
In ihren Gedanken hatte Faye jedoch einen Moment lang sogar vergessen können weshalb sie hier war, weshalb sie nun umso aufmerksamer erneut über Sams Worte nachdachte und auf ihn wartete. Da sie so früh hier herauf geflüchtet war, war er schließlich auch noch nicht da gewesen und sie musste sich noch ein wenig gedulden. Es fiel ihr jedoch nicht sonderlich schwer, denn auch wenn sie müde war könnte sie nun niemals schlafen und hatte so eine sinnvollere Beschäftigung als den eigenen, gedanklichen Alpträumen nachzuhängen, die sie sonst immer plagten. Auch wenn sie sich noch nicht sicher war ob es wirklich besser war sich darüber den Kopf zu zerbrechen, aber das würde sie ja auch bald herausfinden.

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BeitragThema: Re: If we burn - you burn with us   Mi Okt 28, 2015 8:22 pm

Sam hatte zusammen mit Damian noch an ein paar anderen Stationen wie Schwert- und Nahkampf trainiert. Dies hatte ebenfalls einige Vorteile gehabt. Durch den Kampf mit ihm, hatte er sehen können welche Seite seine schwache Seite war und was für Taktiken er benutzte. Sam hatte die ganzen Kämpfe über besonders auf die Körpersprache des Karrieros aus Distrikt 1 geachtet. So hatte er bemerkt, dass dieser bevor er angriff erst einen Schritt nach vorne machte. Außerdem kamen seine Schläge meistens von der rechten Seite, was bedeutete, dass er auf der linken Seite ganz schön angreifbar war. So hätte Sam bestimmt einige Gelegenheiten gehabt um ihn ernsthaft zu verletzen wenn er es gewollt hätte, doch dies war nur das Training. Da sollte man üben und seine Mittributen natürlich noch nicht umbringen. Dieser Teil würde erst später kommen, denn in der Arena würde das Spiel um Leben und Tod erst so richtig beginnen. Die Spielmacher und die Zuschauer aus dem Kapitol wollten Spannung haben und sehen wie sie sich gegenseitig abmetzelten , um ihr Leben flehten und sich an ihr Leben klammerten. Sie wollten einen blutigen Kampf der den Boden der Arena rot färben würde und schon die Schlacht am Füllhorn um Waffen und Proviant würde blutig enden. Im Kampf ums Überleben kannte kaum jemand wirklich Gnade auch wenn es im Moment noch anders, ja sogar fast friedlich schien.
Nachdem das Training für beendet erklärt worden war, machte sich der Dunkelhaarige auf den Weg in sein Zimmer. In diesem hohen Gebäude war für jeden Distrikt eine eigene Etage vorgesehen. Dieses Gebäude war so riesig, dass man locker einige komplette Familien aus seinem Distrikt hier hätte unterbringen können wenn es mehr Betten geben würde, doch das Geld wurde lieber für andere unnötige Dinge ausgegeben. Wie den Aufzug indem Sam gerade stand. Dieser war ihm nicht wirklich geheuer. Er fuhr wirklich schnell zwischen den verschiedenen Etagen hin und her und war eigentlich nur dazu da, damit sich die Leute nicht mit all den Treppen herumschlagen mussten. In den Augen Sam pure Verschwendung, alten und kranken Menschen würde er vielleicht sehr hilfreich sein, doch junge gesunde Menschen wie er selber waren durchaus imstande ein paar Treppenstufen hochzusteigen um zu ihren jeweiligen Etagen zu kommen, oder?

Das größte Zimmer in dieser Etage war das riesige Esszimmer mit dem großen Panoramafenster von aus man die Hochhausfassade vom Kapitol sehen konnte, lediglich in der Ferne ließen sich die verschiedenen Distrikte erahnen, welche von den Bewohnern des Kapitols einfach ausgeblendet wurden. Wahrscheinlich wussten die meisten über die schlimmen Zustände in den Distrikten überhaupt nicht Bescheid, da ja nur die wenigsten von ihnen schon einmal persönlich dort gewesen waren. Für sie war alles heile Welt, denn sie lebten in Luxus und kannten nur diesen einen Lebensstil. Sie kamen ja noch nicht mal auf die Idee, dass es irgendwo da draußen Menschen geben könnte die in Elend und Armut lebten und Tag für Tag für die ihr Leben kämpfen mussten. Die Leute in den Distrikten mit Ausnahme von den reicheren Distrikten wie Distrikt 1 und Distrikt 2 arbeiteten täglich hart für Geld und Essen und es reichte nie, nur die stärksten überlebten. Wer krank wurde, konnte froh sein wenn er dies überlebte. Das alles musste Sam schließlich selbst miterleben. Er bekam mit, wie Leute verstarben. Die meisten an Krankheiten und an Arbeitshelfen, da es keinerlei Sicherheitsvorschriften gab oder ähnliches um die Sicherheit eines jeden Arbeiters gewährleisten zu können. Nur selten starben Leute aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters. Zahlreiche starben in ihren besten Jahren oder im Kindheitsalter.
In dieser Etage gab es für die beiden Tribute, den Mentoren und die Betreuerin jeweils ein eigenes großes Zimmer mit angeschlossenem Badezimmer. Sam öffnete die Tür zu seiner Schlafstätte. Dieser Raum allein war schon größer als der Platz den sie zuhause zum Leben hatten. Das Haus der Olivers bestand quasi nur aus drei Zimmern. Einem Schlafzimmer indem sie alle zusammen schliefen, einem Esszimmer indem sich auch die Küche befand und eine kleine Küche. Im Anbau hatte er noch einen provisorischen Stall für die Kuh erbaut die sie besaßen. Diese war eine der wertvollsten ihrer Besitztümer und sicherte einen großen Teil ihres Lebens. Sie gab Milch, die man verkaufen konnte und auch zu Käse oder Butter weiterverarbeiten konnte, was man dann ebenfalls verkaufen konnte und wenn sie zu alt war um Milch zu geben, würde ihr Fleisch das Überleben der Familie für einige Wochen sichern. Also barg sie quasi nur Vorteile.

Da Sam sich im Training ganz schön angestrengt hatte, beschloss er sich zuerst unter die Dusche zu stellen, bevor es Abendessen geben würde. Schließlich hatte er sich beim Training sehr angestrengt und dementsprechend auch stark geschwitzt. Donata, die Betreuerin die für seinen Distrikt zuständig war, achtete sehr auf Pünktlichkeit was er in den letzten Tagen desöfteren zu spüren bekommen hatte und zog er es vor, nicht zu spät zum Essen zu kommen. Denn Donata sollte sich lieber nicht noch einmal aufregen. Von ihrem Gekreische bekam man nicht nur tierische Kopfschmerzen sondern auch Ohrenschmerzen und das wollte Sam sich nicht noch einmal antun.  So nahm er sich aus dem großen Kleiderschrank eine möglichst schlichte schwarze Hose und ein weißes enges Hemd aus feinster Seide. Was für ein Luxus. Diese Materialien mussten schon ein Vermögen gekostet haben. Das hätte man lieber den Distrikten zugutekommen sollen. Sam seufzte . Leider würde er nichts machen können. Wahrscheinlich hatte er sowieso nur noch wenige Tage zu leben und in denen würde er die Distrikte sicherlich nicht retten können. Als nächstes suchte er nach einem Handtuch. Er wusste nicht wo sich diese befanden, da sich die Avox in den letzten Tagen immer um ihn gekümmert hatten, obwohl er es nicht gewollt hatte und deshalb so viel wie möglich selbst getan hatte und ihnen auch geholfen hatte. Schließlich fand er saubere Handtücher im Schrank des großen mit Marmorfließen ausgestatteten Badezimmers.  Darin gab es eine große Badewanne mit verschiedenen Massagedrüsen wie Donata ihm einmal erklärt hatte, da sie selbst ein großer Fan von den Badewannen war und ihre freie Zeit quasi nur in einen von diesen verbrachte. Sam selbst war noch in keiner drinnen gesessen. Ihm selber genügte eine schnelle Dusche, wobei die Duschen hier natürlich auch purster Luxus waren. Man musste das Wasser nicht selber mühselig aufheizen wie es zuhause der Fall war, wenn man sich duschen wollte. Man konnte die Temperatur aufs genauste einstellen und eine schier unendliche Menge an Wasser stand einem auch zur Verfügung. So verbrachte Sam eine Weile unter der wohltuenden Dusche und versuchte einen Moment einfach mal abzuschalten und seine Sorgen und Probleme zu verdrängen, was ihm letztendlich dann aber doch nicht so gut gelang.

Schließlich zog er sich um und rubbelte sich noch kurz mit dem Handtuch durch das nasse Haar, bevor er sich mit völlig zerzaustem  Haar ins Esszimmer begab, da es höchste Zeit fürs Essen war. Alle anderen 3 saßen schon am Tisch. „Oh mein Gott, Samuel. Was ist denn mit deinen Haaren passiert?“ stieß Donata entsetzt aus, als sie ihn erblickte und stand auf um ihm sein Haar einigermaßen zu richten. Sam ließ es stumm und widerstandslos über sich ergehen und setzte sich anschließend auf seinen Platz neben Clarisse. Diese trug ein bezauberndes blaues Kleid und trug ihre Haare hochgesteckt. Sie sah wunderschön aus, was er ihr auch sagte. Dabei wurde sie rot, doch dann klopfte Donata gegen ihr Glas und sprach ein Tischgebet aus. Sie bestand darauf. Sie war ein gläubiger Mensch und glaubte daran, dass im Himmel ein Schöpfer den sie Gott nannte wohnte und auf die Menschheit achtete. Für Sam war das der reinste Quatsch. Wenn es einen großen unsichtbaren Herrscher geben würde, würde diese die Leute in den verschiedenen Distrikten doch nicht so leiden lassen, wie sie es unter der Herrschaft des Präsidenten taten.

Ein Avoxmädchen kam mit dem Wagen voller Essen herein und begann zu servieren, doch Sam stand auf und begann ihr zu helfen. Sie blickte ihn erschrocken an, doch sagte nichts. Das konnte sie ja auch nicht, schließlich wurde ihr die Zunge herausgeschnitten. Sam schenkte dem Mädchen ein Lächeln. „Danke“ hauchte er ihr entgegen, ehe er sich setzte und sie wieder verschwand. Das Essen roch köstlich und sah noch besser aus. Es waren zahlreiche Gänge mit den verschiedensten und verrücktesten Gerüchten. Da Sam für die Spiele gut gestärkt sein musste packte er sich den Teller voll und probierte von jedem Gericht ein bisschen. Er aß sich satt und verließ schließlich den Tisch. „Wo willst du hin? Bleib hier, wir sind noch nicht fertig. Hast du denn keine Manieren?“ ermahnte Donata ihn. Doch sein Mentor nuschelte nur irgendetwas von: „Lass den Jungen doch machen was er will….“ Bevor er sein Bier exte. Sam nickte ihm nur dankbar zu und verschwand in Richtung seines Zimmers. Dort legte er sich auf das große Bett indem er sicherlich mit einem Großteil seiner Geschwister Platz gefunden hätte und dachte nach. Über die Spiele, seine Familie, die Distrikte, die Karrieros und über Faye und seinen risikoreichen Plan.
Die Zeit verging nur so und ehe er sich versah war es schon dunkel. Der Tribut aus Distrikt 7 blickte auf die Uhr. Es war spät. Höchste Zeit um sich aufs Dach zu begeben. Faye würde  sich heute Nacht sicherlich auf eben dieses begeben um herauszufinden was sein Plan war. Unweigerlich lächelte er bei diesem Gedanken und stand auf um sein Zimmer langsam und lautlos zu verlassen. Er schlich sich durch die Gänge, denn er wollte nicht, dass andere auf ihn aufmerksam gemacht wurden. Wie er Donata kannte lag diese schon lange im Bett und schlief, denn wie sie selbst immer beteuerte brauchte sie eine bestimmte Anzahl Stunden an Schönheitsschlaf um ihre Jugend zu erhalten. Darüber konnte Sam nur kopfschütteln. Er konnte sich nur ausmalen wie vielen operativen Eingriffen sich Donata schon unterzogen lassen hat um so unnatürlich auszusehen wie sie es jetzt tat.  Ihre Haut war schneeweiß. Ihr Gesicht wurde jeden Tag von Tonnen von Makeup verdeckt und ihre Perücke und ihr Outfit hatte jeden Tag eine andere schrille Farbe. Donata hatte erzählt, dass sie sich in der Farbe kleidete die zu ihrer Laune passte. Sam lief schnell weiter bis er schließlich an der Tür angelangt war die ihn raus aufs Dach führen würde. Er sah nochmal an sich hinunter. Sein eigener Anblick war ihm fremd. Die Hose lag eng an und das Hemd lag sogar so eng an, dass man die Konturen seiner Muskeln durch die weiße Seide hindurch erkennen konnte. Sam spürte deutlich wie es sich über seiner Brust spannte, als er den Arm hob um die Tür zu öffnen. So trat er nun nach draußen. Die kühle Abendbrise schlug ihm entgegen, doch sie war angenehm. Am Rand des Daches erblickte er Faye die dort stand und wahrscheinlich in die Ferne guckte und nachdachte. Langsam näherte er sich ihr. „Ich wusste, dass du kommen würdest“ sprach er mit einem breiten Grinsen auf den Lippen. „Ich hoffe, dass du genügend Zeit hast um dir Gedanken zu machen“ Er blickte in die Ferne. „Wenn du springen willst, wird es nicht klappen“ erklärte er, denn um das Gebäude befand sich eine Art Schutzhülle. Um dies zu demonstrieren nahm er einen Stein und schleuderte ihn von sich, doch er prallte an einer unsichtbaren Wand ab und kam wieder zurück geflogen. „Also, erzähl mir was ich hören möchte, Kleine…“
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BeitragThema: Re: If we burn - you burn with us   Mi Okt 28, 2015 9:08 pm

Faye war ziemlich tief in Gedanken versunken gewesen mit der Zeit, sodass sie die leise Tür fast überhört hätte. Jedoch auch nur fast, denn als Sam schließlich neben sie trat und zu sprechen begann erschrak sie nicht, auch wenn ihr Blick weiterhin in die Ferne gerichtet war. Sie hatte ihren Distrikt von hier aus nicht sehen können, jedoch hätte es in ihr sowieso nur Heimweh hervorgerufen und sie hatte so besser über alles andere nachdenken können.
Sams Stimme war jedoch deutlich das Grinsen anzuhören, dass er wohlmöglich nun auf den Lippen trug, während er ihr mitteilte, dass er bereits fest mit ihrem Kommen gerechnet hatte. Sie reagierte nicht und ließ ihn einfach vorerst reden, bevor sie jedoch leise schnaubte als er einen Stein gegen die unsichtbare Wand warf, die sie alle umgab. Als würde sie dies nicht wissen, aber sie blieb noch einige Momente still, bis er sie schließlich zu sprechen aufforderte. "Nenn mich nicht Kleine." knurrte sie jedoch vorerst fast schon, auch wenn ihre Stimme nur sehr leise war. Erst dann richtete sie sich schließlich wieder auf und blickte zu ihm herüber. Statt jedoch gleich zu antworten musterte sie ihn erst einmal kurz und zog eine Augenbraue hoch, als sie sein enges Shirt aus Seide bemerkte. Natürlich gab es hier kaum andere Klamotten und sie war froh etwas gefunden zu haben, dass kein Kleid war und ihr nicht gerade am Körper klebte, aber es war dennoch die pure Verschwendung solch teurer Stoffe. Und schließlich würde sie spätestens morgen wieder ein Kleid bei dem Interview tragen dürfen, also hatte sie davon erst mal genug - auch wenn sie ehrlich gesagt sehr gespannt war wie dieses wohl aussehen würde. Bei Sam hatte dieses Shirt jedoch den Vorteil, dass man dabei deutlich die Konturen seiner Muskeln sehen konnte. Andere Mädchen aus den Distrikten hätten wohl spätestens jetzt angefangen zu sabbern, Faye jedoch fragte sich lediglich wie stark er denn nun wirklich sein mochte. Sie wollte es wahrscheinlich aber gar nicht wissen.
"Glaub mir, wenn ich mich umbringen wöllte hätte ich längst einen anderen Weg gefunden, aber danke für die Info. Das wusste ich bereits." entgegnete sie schließlich doch noch auf seinen geworfenen Stein, ehe sie sich kurz durch ihre offenen Haare fuhr und wieder in die Ferne blickte.
"Aber um zu der Sache zu kommen, warum wir wirklich hier sind und was du von mir hören möchtest... ich hatte tatsächlich genug Zeit um nachzudenken, aber.." Kurz suchte sie nach den richtigen Worten, ehe sie einen Moment lang einfach mit den Schultern zuckte und ihre Arme wieder an die Brüstung des Daches lehnte. Deutlich war ihr anzusehen, dass sie darüber nachdachte was sie ihm sagen sollte, da sie sich einen Moment lang gedankenverloren auf die Unterlippe biss. Ja, wie sollte sie ihm eigentlich jetzt sagen zu welchen Schlüssen sie gekommen war? Schließlich wurde sie einfach nicht schlau daraus, wofür er sie brauchte, hatte aber natürlich schon einigen Ideen sammeln können, die vielleicht stimmen könnten. Die letzte Stunde hatte sie hier draußen auch hauptsächlich darüber nachgedacht, auch wenn sie gar nicht wusste wie lange sie eigentlich nun schon hier war. Die Sache war aber nur die, dass ihre Gedanken währenddessen einfach immer wieder abschweiften und sie einfach keinen klaren Gedanken weiterverfolgen konnte. Es war nun einmal einfach sehr viel passiert in den letzten Tagen und Faye konnte nicht leugnen, dass es sie auch irgendwo sehr mitgenommen hatte. Aber auf der anderen Seite konnte sie auch nicht aufhören über seine Worte nachzudenken. Es war einfach zum Haare raufen und sie war mittlerweile fast schon verwirrt von ihren eigenen Gedanken. Vermutlich brauchte sie aber auch einfach mal wieder ein Mütze Schlaf, denn neben dem Essen hatte sie dies die letzte Nacht auch ausfallen lassen und seit sie sich freiwillig gemeldet hatte auch sonst kaum ein Auge zu machen können.
Dafür schloss sie nun aber jetzt ihre Augen einen Moment lang, während sie sich entschloss ihm einfach die Wahrheit und ihre eigenen Gedanken zu dieser Sache zu nennen. Nachdenklich öffnete sie nun jedoch vorher wieder ihre Augen , ließ ihren Blick aber weiterhin in der Ferne herum schweifen und blickte ihn nicht direkt an.
"Also um ehrlich zu sein ist mir immer noch nicht ganz klar, was ich haben könnte was die anderen nicht haben. Versteh mich nicht falsch, ich habe lange darüber nachgedacht und natürlich sind mir auch einige Ideen gekommen, aber ich bin mir nicht sicher ob auch nur einer davon ansatzweise richtig ist.
Mir ist jedoch klar geworden, dass du irgendeinen Plan ausheckst und auch wenn ich nicht sicher bin ob mir dieser Plan gefallen wird oder nicht, du brauchst mich dafür."

Sie atmete einmal tief durch und blickte ihm nun doch direkt in die Augen, wobei sie ihren Kopf ein wenig in den Nacken legen musste. Erst danach sprach sie weiter, ohne ihm jedoch die Chance zu geben selbst etwas zu sagen. Erst wollte sie zu Ende reden.
"Da stellt sich mir nur noch die Frage, für was du mich brauchst und was an mir anders ist als an den anderen Tributen. Zuerst denke ich da natürlich an die Spiele an und für sich. Ich sehe sie nicht als Spiele an und weiß auch genau wie du, dass es keinen Gewinner geben wird. Aber ich bin mir sicher, dass auch andere diesen Gedanken mittlerweile gefasst haben.
Dann wäre da natürlich noch unser bisheriger Plan, der sich sehr ähnelt. Dies bezweifle ich jedoch auch, da es keine wirkliche Eigenschaft ist.
Um zu einer wirklichen Eigenschaft zu kommen, könnte man natürlich sagen, dass ich im Vergleich zu den anderen Tributen klug bin. Natürlich gibt es auch unter den Anderen kluge Köpfe, aber ich meine wohl eher klug in einer anderen Richtung. Ich denke anders über all dies hier. Die Spiele, das Kapitol... ich sehe die Wahrheit dahinter, und du bist schlau genug um das auch erkannt zu haben.
Jedoch will mir einfach nicht klar werden, warum du mich brauchst und was das Besondere an mir sein soll. Die Tatsache, dass ich von allen Tributen als eine derjenigen mit den wenigsten Chancen gälte ist schließlich auch bei anderen so.
Ich hatte genug Zeit zum nachdenken, aber ich brauche dennoch eine Antwort von dir. Was ist es denn nun, was du von mir hören möchtest?"
Noch während ihrer Frage drehte sie sich schließlich das erste Mal an diesem Abend richtig in seine Richtung und blickte ihn fragend an. Sie zweifelte nicht daran mit der Vermutung um seinen Plan und die Tatsache, dass er ihre Hilfe benötigte, falsch zu liegen, jedoch wollte ihr einfach die andere Antwort nicht aufgehen. Aber das durfte er ihr gleich selbst erklären, denn es würde sie nun wirklich aufregen keine Antwort zu bekommen, nachdem sie tatsächlich hier hoch gekommen und sich stundenlang den Kopf darüber zerbrochen hatte. Vielleicht dachte sie aber auch einfach zu kompliziert und die Antwort war für sie zu offensichtlich, als dass sie dies noch erkennen würde.

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BeitragThema: Re: If we burn - you burn with us   Mo Nov 16, 2015 5:47 pm

Sam hörte geduldig zu. Es war ein wahrer Redeschwall der da aus Faye herausbrach. Doch er war aufmerksam. Kein einziges Detail entging ihm, während sie darüber spekulierte was er wohl meinen könnte. Die ganze Zeit hatte sie in die Ferne gesehen und ihren Körper von ihm abgewandt, doch als sie meinte, dass sie wüsste, dass er sie für ihren Plan brauchen würde, drehte sie sich urplötzlich zu ihm herum und blickte dem Dunkelhaarigen direkt in die Augen. Sam stand einfach nur da und erwiderte ihren Blick, während sich ihre Lippen immer weiter bewegten. Genau in diesem Moment erinnerte Faye ihn so schmerzlich an eine seine jüngeren Schwestern. Sara war 15 Jahre alt und somit das zweitälteste Kind der Familie. Zwar sahen sich Faye und Sara vom Aussehen überhaupt nicht ähnlich aber in den wenigen Charaktereigenschaften die Sam sich mittlerweile von Fayes Verhalten aus erschließen konnte glichen sie sich doch irgendwie. Sara war in Sams Augen eine starke Frau, auch wenn sie noch keine Erwachsene war, da sie ihr 18. Lebensjahr ja noch nicht erreicht hatte. Sie war für ihr Alter zwar klein und dank den kargen Essensrationen die sie Tag für Tag zur Verfügung hatten auch sehr schlank, doch man durfte sie auf keinen Fall unterschätzen. Im Gegensatz zu Sam war ihre Augen von einem stechenden giftgrün. Wenn sie wütend war konnte sie einen glatt mit diesen erdolchen, so schien es manchmal. Ihre langen lockigen Haare waren tiefschwarz wie die Nacht und reichten ihr bis zur Mitte ihres Rückens. Sara trug ihr Haar eigentlich nie offen. Meistens flocht sie sich selbst einen wunderschönen Zopf und wenn sie sehr gut gelaunte durfte die Jüngste der Familie ihre Kreativität an Saras Haaren zum Ausdruck bringen. Die älteste der Tochter der Ollivers war eigentlich ein ganz ruhiges und unscheinbares Mädchen, sie half ihrer Mutter im Haushalt wo sie nur konnte. Jeden Tag kümmerte sie sich um die Kuh, melkte sie, mistete den Stall aus und verkaufte je nachdem Milch oder Käse auf dem Markt. Sie wusch Wäsche, konnte kochen und kümmerte sich auch aufopferungsvoll um ihre jüngeren Geschwister, doch wenn es sein muss konnte sie sich und ihre Familie sehr gut verteidigen. Besser mit Worten als mit Gewalt. Aber wenn sie sich aufregte musste man sich in Sicherheit bringen, denn wenn sie wollte konnte sie reden wie ein Wasserfall. Ohne es wirklich zu wollen, musste Sam leise seufzen. Er wollte es sich zwar nicht eingestehen, aber Fakt war, dass er seine Familie vermisste und zwar sehr. Auch wenn sie eine arme Familie waren, deren Leben von zahlreichen Tiefschlägen gezeichnet wurde, waren sie doch eine glückliche einander liebende Familie. Sam würde sie gegen nichts anderes auf der Welt eintauschen wollen und nun war es fraglich, ob er sie jemals wiedersehen würde. "Du bist nah dran, Faye. Du hättest dir nicht soviel Gedanken darüber machen müssen. sprach Sam. Schließlich setzte er sich einfach auf das Geländer des Daches, das verhindern sollte, dass man sprang, auch wenn dies sowieso nicht möglich war. "Komm setz dich zu mir!" sprach er weiter und klopfte neben sich auf die Stange. Angst, dass er herunterfallen könnte hatte er nicht. Er würde dann nicht sterben und selbst wenn. Sam fürchtete den Tod nicht so, wie es viele andere Menschen taten. "Ja, im Prinzip und ganz allgemein hast du es ja schon selbst erfasst, Faye. Du bist klug und denkst anderes als alle anderen Tribute hier und ich auch, denn ich habe es schließlich erkannt. Weißt du, du kannst so stark und muskulös sein wie du willst, wenn du in der Arena überleben willst musst du schlau sein. Was in der Arena zählt ist nicht die Kraft, sondern der Geist. Du hast Recht, es gibt einige andere die mir auch sehr klug erscheinen, ich habe sie alle ja beobachtet und mit ihnen gesprochen. Doch die Frage ist: Wie lange wird dies noch so bleiben? Wenn der Mensch verzweifelt ist oder Angst hat, blockiert diese Angst sein Hirn. Sie werden zugrunde gehen, wenn sie keinen kühlen Kopf bewahren. Sie werden schlichtweg durchdrehen und somit lachend in die Kreissäge rennen. Ich war zwar selber noch in keiner Arena, doch ich würde sagen, dass die Spielmacher stark auf die Psyche setzen. Dies wird von vielen stark unterschätzt. Und ich halte dich für sehr stark, Faye. Vielleicht bist du es nicht körperlich, so wie die Karrieros aber du bist es psychisch, wahrscheinlich noch mehr als ich und deswegen bist du für mich wichtig. Zusammen haben wir eine Chance diesem Wahnsinn zu entkommen. Nicht das Kapitol macht die Regeln, sondern die Tribute selbst. Sie müssen nur schlau genug sein um dies zu erkennen und die Spielmacher austricksen zu können. Die Arena ist kein realer Ort. Sie wurde gebaut, ist fiktiv. Ein Ort voller Special Effects. Im gewissen Sinne sogar wirklich ein Spiel aber nicht von Leben und Tod. Ich habe zwei Theorien eines Planes. Es kommt nun nur auf dich an. Ohne dich wird es nicht gehen. Und selbst wenn du dabei bist. Es wird nicht gehen, wenn du mir nicht vertraust. Ich möchte, dass du mir vertraust, denn ich stehe hier, vertraue dir, vertraue dir meine Gedanken und Pläne an, Faye. Also was sagst du?"   Abwartend blickte Sam dem blonden Mädchen in die wunderschönen Augen.
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BeitragThema: Re: If we burn - you burn with us   Mo Nov 16, 2015 8:16 pm

Aufmerksam beobachtete Faye Sams Reaktion auf ihre Worte. Die meiste Zeit über blickte er sie zwar lediglich ruhig an und sagte nichts, doch die Blonde war sich fast schon sicher eine Art leises Seufzen von ihm zu gehört zu haben. Weshalb wohl hatte er so reagiert? An was hatte er denken müssen und war dies auf ihre Worte zurückzuführen oder direkt auf sie selbst? Unwillkürlich fragte Faye sich, wie es wohl für Sam und all die anderen hier sein musste. Im Vergleich zu ihr hatten sie mehr zu verlieren, als bloß ihr Leben. Sie hatten eine Familie, die sich um sie sorgte und die sie wohl sicher auch vermissten. Faye hatte dagegen niemanden, sie redete sich ja sogar ein von niemandem vermisst zu werden, sollte sie während der Hungerspiele sterben. So ganz stimmte dies zwar nicht, denn schließlich hatte der alte Mann sie in sein Herz geschlossen, der sie die letzten Jahre über bei sich hatte wohnen lassen und auch der Großteil des Distriktes mochte ihre ruhige und sanfte Art, selbst wenn sie sich in den letzten Jahren stark zurückgezogen hatte. Faye redete sich jedenfalls immer wieder ein, dass niemand sie verlieren würde, sollte sie getötet werden.  Und genau bei diesen Gedanken musste sie unweigerlich an die anderen Tribute denken. Diese hatten eine Familie, wie schwer musste es also für sie sein hier zu sein und nicht zu wissen, ob man jemals wiederkommen würde? Wie schwer musst es für ihren eigenen Bruder gewesen sein, als er als einziger Überbleibsel aus Fayes Familie als Tribut ausgewählt wurde? Was für eine Last mochte wohl auf seinen Schultern gelegen haben? Und was hatte er wohl gedacht, als er sein Versprechen nicht halten konnte, lebend zu ihr zurück zu kehren? Hatte er überhaupt etwas gedacht, während er getötet worden war? Und hatte er an sie gedacht, oder war ihm etwas ganz anderes durch den Kopf gegangen?
All diese Probleme hatte sie nun nicht. Sie wäre einer unter vielen Tributen, die starben, doch genau das war es was sie so wütend machte - wenn wütend überhaupt das richtige Wort dazu war. Faye wollte einfach nicht eine unter so vielen sein. Dann wäre der Tod ihres Bruders umsonst gewesen und dann wäre es auch umsonst gewesen, das Leben des kleinen Mädchens zu retten, das anstelle von ihr zuerst in die Arena geschickt werden sollte.
Einen Moment lang schloss Faye ihre Augen, ehe ihre eigenen Gedanken unwirsch von Sams Worten unterbrochen wurden. Aufmerksam blickte sie ihn an und zuckte anschließend ein wenig mit den Schultern. "Über was hätte ich mir denn sonst den Kopf zerbrechen sollen?" fragte sie rhetorisch, wobei wohl ihnen beiden klar war, dass es während der Vorbereitungen für die Hungerspiele zig andere Dinge gab, über die man nachdenken sollte. Das hatte sie jedoch schon alles, also war dies eine willkommene Ablenkung für sie gewesen. Es hatte außerdem ihre trüben Gedanken zumindest eine Weile fort treiben können, auch wenn sie dies natürlich niemals freiwillig zugeben würde.
Auf seine anschließende Aufforderung, sie solle sich doch neben ihn setzen, blickte sie ihn vorerst zwei Herzschläge lang skeptisch an, bevor sie seinen Worten einfach nachkam und sich ruhig neben ihn setzte. Angst hatte auch sie keine, weder vor dem Fall, noch vor dem möglichen Tod der sie dadurch erwarten könnte. Außerdem war dies wahrlich viel gesicherter als so einige andere Kletteraktionen, die sie bei sich zuhause bereits als Kind unternommen hatte. Es war einfach alles eine Art der Einstellung, ob man etwas für gefährlich hielt oder nicht. Und wenn man die Angst vor dem Fallen nicht an sich heran ließ, hatte man sich selbst schon einen großen Gefallen damit getan.
Als er schließlich zu sprechen begann, blickte Faye ihn fast schon neugierig von der Seite her an, während sie aufmerksam all seine Worte in sich aufnahm. Und sie musste ihm einfach Recht geben. Ein leises, kaum erkennbares und ehrliches Lächeln stahl sich währenddessen auf ihre Lippen, einfach weil er all dies so deutlich und wahr formulierte. Ihr war all das, was er sagte, bereits bewusst, aber sie war in diesem Moment einfach froh, dass es außer ihr noch Jemand genau so sah. Als er schließlich auf seinen Plan und vor allem auf das Vertrauen ansprach, erstarb ihr Lächeln jedoch ziemlich schnell wieder, während sie sich einen Moment lang nachdenklich abwandte und auf ihre Unterlippe biss. Er hatte ja keine Ahnung, wie viel er mit dieser Äußerung von ihr verlangte... oder vielleicht ja doch? Sie wusste es nicht, was sie aber wusste war, dass sie ihm im Moment noch nicht sicher und hundertprozentig vertrauen konnte.
Ein paar tiefe Atemzüge später wandte sie ihren Kopf schließlich wieder in seine Richtung und blickte ihm äußerlich ruhig in seine dunklen, blaugrauen Seelenspiegel. Einen Moment lang vergaß sie bei seinem abwartenden, ja fast schon erwartend wirkenden Blick auf sie sogar was sie sagen wollte, ehe sie sich einfach dazu entschied es ihm gleich zu tun und ebenfalls einfach ihre Gedanken auszusprechen. Dennoch schien sie kurz nach den richtigen Worten suchen zu müssen, denn für einen Augenblick schweiften ihre hellen Augen dabei noch einmal nach unten, ehe sie erneut seine Augen ruhig fixierte.
"Ich... ehrlich gesagt weiß ich gerade nicht, was ich dazu sagen soll. Aber ich bin dir auf jeden Fall dankbar, dass du mir deine Gedanken so offen dargelegt hast. Es bedeutet mir wirklich sehr viel, da du dir sicher denken kannst, dass ich in Bezug auf die Hungerspiele ähnlich denke wie du. Ich bin jedenfalls erleichtert, jemanden hier zu wissen, dem es ähnlich ergeht wie mir. Und du hast keine Ahnung wie viel Überwindung es mich kostet dir dies einfach so zu sagen. Ich finde deine These auch wirklich interessant, dass du glaubst ich wäre psychisch sogar stärker als du. Ich bin mir nicht sicher woher du diese Vermutung nimmst, aber ich muss dir in gewisser Weise Recht geben. Ohne überheblich klingen zu wollen, aber das was du an körperlicher Stärke aufweisen kannst, habe ich an psychischer. Vielleicht gebe ich es auch selbst nicht gerne zu, aber es stimmt schon.." Noch einmal stoppte sie einen Moment lang und hielt es im nächsten Moment einfach nicht mehr aus ihm in die Augen zu blicken, sodass sie während ihrer nächsten Worte einfach geradeaus blickte. "Und versteh mich bitte nicht falsch, egal was dein Plan genau wäre, ich bin mir sicher, dass ich sofort dabei wäre...  es ist nur so, dass ich nicht weiß ob ich dir vertrauen kann. Ich möchte dich damit wirklich nicht beleidigen und finde es auch echt interessant wie offen du mir deine Gedanken und Pläne anvertraust, es ist nur lediglich so, dass ich Menschen nicht sehr schnell vertraue. Und du hast mir bisher auch einfach noch keinen Grund geliefert, warum ich dir denn vertrauen sollte. Natürlich, dass du hier sitzt und mir all dies sagst ist bewundernswert, aber ich hoffe du kannst verstehen was ich meine.." Für Faye war all dies noch der einfache Teil gewesen, denn während sie aus den Augenwinkeln einen Moment lang zu ihm blickte, kämpfte sie mit sich selbst um den Mut ihre wirkliche Antwort auszusprechen. Als sie schließlich wieder ihren Mund öffnete um etwas zu sagen, blickte sie fast schon nervös auf den Boden und zeigte damit das erste Mal wirkliche Unsicherheit vor ihm, auch wenn sie selbst dies kaum mitbekam.
"Du hast mich jedoch neugierig gemacht und erstaunt... und die Wahrheit ist, dass ich dir gerne vertrauen möchte. Ich würde gerne versuchen, dir mein Vertrauen zu schenken... die Frage ist jedoch, ob dir das für deinen Plan vorerst reicht?" Abwartend biss sie sich im nächsten Moment erneut auf die Unterlippe, während sie sich nicht sicher war ob sie seine Antwort überhaupt hören wollte. Sie bekam von ihm die einzigartige Chance etwas großes für ihr Überleben auf die Beine zu stellen und es scheitert am Vertrauen. Die Wahrheit war aber auch, dass die Blonde ihm ganz einfach hätte ins Gesicht lügen können, doch wenn er das was er sagte wirklich ernst meinte, dann wollte er von ihr auch die Wahrheit hören, und die sah nun einmal nicht anders aus. Wenn ihm das vorerst nicht reichte, musste sie ihn leider enttäuschen, denn mehr konnte sie ihm im Moment nicht bieten. Vielleicht würde sich dies während ihres Planes ändern, aber noch war da einfach nicht mehr.

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BeitragThema: Re: If we burn - you burn with us   Do Nov 19, 2015 8:16 pm

Sam hatte die Hände um das kalte Geländer auf dem er saß gelegt. Er wandte den Blick einen Moment nach vorne und blickte in die Ferne. Es war riskant. Sein Plan war riskant, die Idee Faye darin einzuweihen und die Arena allgemein, ob er oder sie es überleben werden lag in den Sternen. "Faye..." langsam ließ Sam sich ihren Namen auf der Zunge zergehen. Schließlich wandte er seinen Blick ihr wieder zu. "Ich möchte kein Mörder sein, ich bin nicht auf den Sieg aus, dass was ist möchte ist das Überleben meiner Familie. Ich kann nicht sagen ob ich oder du es hier lebendig herausschaffen werden. Ich weiß nicht wer von den anderen der Sieger sein wird, doch es gibt etwas was ich tun möchte für die Zukunft, für die Distrikte, meine Familie und ganz Panem. Ich möchte dem Kapitol die Stirn bieten. Ich werde nicht zulassen, dass ich durchdrehe, mich selbst verliere und wie eine Maschine alles um mich herum abschlachte, nur um kurz darauf selbst getötet zu werden. Jeder hier wird töten. Sei es direkt oder indirekt, sowohl du als auch ich. Es wird nötig sein, doch ich möchte mich nicht kopflos in einen Kampf stürzen, ich möchte es strategisch angehen. Der einfachste Weg wird sein meine Gegner zu töten, ohne sie zu verletzen oder sie zu berühren, dies ist nämlich nicht immer nötig und so könntest auch du es tun. Du bist klein und unscheinbar, bestimmt auch sehr flink und schnell. Ich nicht. Ich bin groß und stark, ich kann kämpfen , mich und dich verteidigen aber dafür müssen wir ein Team bilden. Kannst du mir bis hier hin folgen und bist einverstanden?" wollte der Dunkelhaarige wissen.
Ja, er hatte schon einen sehr detaillierten Plan, doch dieser war natürlich auch mit dem Tod seiner Mittributen verbunden. Wenn Faye sich strikt weigerte den anderen auch nur in irgendeiner Form ein Haar zu krümmen, also quasi schon aufgegeben hatte bevor sie gekämpft hatte, dann war es so. Und dann würde sie ihm nur ein Klotz am Bein sein, trotz der Sache, dass er sie eigentlich sehr gut gebrauchen konnte. Sam fuhr sich durch sein dunkles Haar. "Jetzt, am Anfang...sind sie noch alle Menschen, doch sie werden sich verändern, werden unbändige Tiere werden, sie alle die mental angreifbar sind. Das muss dir klar sein, Faye..." murmelte Sam leise und sah ihr wieder in die wunderschönen Augen. Egal wie sie sich entscheiden würde, er würde sie nicht umbringen. Doch vielleicht wäre der Tod durch seine Hand vielleicht sogar schmerzfreier und schneller, als der Tod durch einen der Karrieros. Silver hatte ihm erzählt was ihre Vorlieben waren. Sie hatte erzählt wie sie ihre Gegner einen nach dem anderen umbringen würde und sie alle sollen sich an sie erinnern, als die große Göttin. So stellte sich Silver nämlich selbst dar.
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BeitragThema: Re: If we burn - you burn with us   Do Nov 19, 2015 9:48 pm

Fayes Gedanken waren überall und nirgends, während ihre Gedanken noch immer darum kreisten, welchen Plan Sam denn nun genau in Bezug auf die Spiele hatte. Sie konnte sich schon gut vorstellen, dass dieser Plan nicht gerade sehr sicher ist, doch gerade dies reizte Faye auch. Nicht, dass sie sehr lebensmüde war, es war nur einfach so, dass ein vollkommen sicherer Plan viel zu einfach wäre. Es wäre kein Risiko, keine Herausforderung dabei, und genau das wäre doch falsch. Außerdem war sie einfach neugierig, wie er wohl rebellieren wollte.
Erneut wurden ihre Gedanken von ihm unterbrochen, während er im ersten Moment jedoch einfach nur ihren Namen aussprach. Es war aber einfach die Art, wie er ihren Namen nannte, weshalb sie im nächsten Augenblick einfach zu ihm blicken musste. Sie konnte eine Gänsehaut auf ihren Armen spüren. War es die gespannte Erwartung auf das, was als nächstes folgen würde oder tatsächlich die Art, wie er ihren Namen aussprach? So, als ob er wirklich etwas Besonderes wäre und irgendetwas bedeuten würde. Schnell hatte die Blonde diesen Gedanken jedoch wieder heruntergeschluckt und konzentrierte sich auf seine nächsten Worte. Fest und ruhig erwiderte sie seinen Blick, während es sie erneut überraschte wie klar er mit seinen Worten ihre eigenen Gedanken wiederspiegeln konnte. Fast schon ein wenig nachdenklich und forschend schienen ihre Augen jede seiner Aussagen zu hinterfragen, doch sie sprach seinen Worten die volle Wahrheit zu. Es war nicht so, dass sie ihm vertrauen würde, aber sie vertraute zumindest auf das, was er sagte. Woran dies nun lag, konnte sie sich jedoch nicht erklären.
Als er sich schließlich erkundigte, ob sie ihm folgen konnte und auch mit seinem Plan einverstanden war, nickte sie ohne zu zögern. Natürlich war sie einverstanden, sie hatte schließlich nichts anderes vorgehabt bisher. Es gab nur lediglich niemandem, dem sie das mitteilen konnte. Anstatt ihm nun aber auch verbal zuzustimmen, presste sie lediglich ihre Lippen ein wenig zusammen und legte ihren Kopf schief, als Zeichen dass sie seine folgenden Worte noch abwarten würde. Und seine Worte folgten auch kurz darauf, während nun ihr ein leises Seufzen entwich und sie sich noch einen Moment lang in seinen dunklen Augen verlor. Sie konnte ihr eigenes Herz wenige Sekunden lang in ihren Ohren pochen hören, bevor sie ihre Augen kurz schloss und in die Ferne blickte.
“Glaub mir, das ist mir mehr als bewusst…“ erwiderte sie auf seine letzten Worte hin mit leiser Stimme, während sie auf dem Geländer einen Moment lang hin und her rutschte. Im nächsten Moment sprang sie jedoch einfach wieder von dem Geländer auf das Dach und drehte sich in seine Richtung, weil sie es einfach nicht mehr aushielt nur so ruhig dazusitzen. Natürlich konnte sie auch einfach mal ruhig sitzen, aber gerade dieses Thema wühlte sie doch ein wenig auf, sodass sie sich einfach ein wenig bewegen wollte um ihre Gedanken wieder ein wenig besser zu ordnen. Dennoch verschränkte sie für den Moment nur die Arme vor der Brust, fast schon ein wenig rebellisch und herausfordernd, jedoch nicht gegen ihn gerichtet. Ihre hellen Augen blickten derweil aufmerksam zu ihm.
“Also als Erstes: Ich habe mich nicht freiwillig gemeldet, um dann in den Hungerspielen sinnlos zu sterben.
Ich bin bereit, diese Menschen zu töten, jedoch nicht für mich, für dich oder für sonst wen, sondern um ein Exempel zu statuieren. Ich möchte etwas bewirken. Mir geht es auch nicht darum, die Spiele zu gewinnen. Deswegen kannst du dir meiner Hilfe auch sicher sein, wenn es darum geht gegen das Kapitol zu rebellieren und ihm die Stirn zu bieten.“
Entschlossen blickten ihre Augen ihn an, während sie ihren Kopf leicht fragend schief legte und ihn kurz betrachtete. “Ich möchte kein Monster sein und andere Menschen töten, aber ich werde es tun, wenn es nötig ist. Und das wird es sicher sein. Außerdem hast du es bereits gut zusammengefasst, wir ergänzen uns sehr gut und wären dem jeweils anderem eine große Hilfe. Für unser Ziel bin ich bereit, ein Team mit dir zu bilden. Aber erzähl mir jetzt lieber erst einmal.. wie sieht dein Plan konkret aus? Wie möchtest du dem Kapitol die Stirn bieten?“ fragte sie schließlich einfach direkt und ließ ihre Arme anschließend wieder sinken. All das, was er ihr gerade gesagt hatte, wusste sie bereits vorher. Sie war physisch schwach, klein und unscheinbar, und dem entsprechend auch scheinbar ein sehr leichtes und sehr beliebtes Ziel für die Karrieros. Seit dem heutigen Tag war sie wohl gerade für Silver zu einem begehrten Opfer geworden, da diese sich nach dem kurzen Wortaustausch mit Sam fast schon eifersüchtig verhalten hatte. Doch gerade deswegen würden Sam und Faye sich in einem Team so gut ergänzen. Einfach weil er das Vertrauen dieser Tribute hatte und zudem all das an physischer Stärke hatte, was ihr fehlte.
Einen Moment nach ihren Worten blieb sie noch so stehen, bevor sie einfach wieder dicht neben ihn trat, sich jedoch diesmal einfach gegen das Geländer lehnte und über das Kapitol hinweg in die Ferne blickte. Sie war sich seiner Nähe neben sich mehr als nur bewusst, überraschenderweise machte ihr dies aber im Moment rein gar nichts aus. Vielleicht lag es auch einfach daran, dass sie sich gerade zu so etwas wie Verbündeten erklärt hatten und spätestens nachdem er seinen Plan offen gelegt hatte, ein richtiges Team sein würden. Faye wusste noch nicht so recht, wie sie mit dieser Situation umgehen sollte, aber um damit klar zu sein, hatte sie ihm schließlich schon zuvor ihr Wort gegeben, zumindest versuchen zu wollen ihm hinsichtlich des Plans zu vertrauen. Und seltsamerweise vertraute sie auch seit Beginn dieses ernsten Gesprächs auf die Wahrheit in seinen Worten und hatte sich mittlerweile sogar unbewusst in seiner Nähe ein wenig entspannt. Vielleicht war dies aber auch einfach darauf zurückzuführen, dass sie in ihm nun einen Verbündeten ihrer Ziele gefunden hatte.

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BeitragThema: Re: If we burn - you burn with us   Fr Dez 11, 2015 4:12 pm

Aufmerksam hörte der Dunkelhaarige Faye zu. Es war erstaunlich wie sehr sich ihre Denkweisen glichen. Vom Ansehen her waren beide völlig verschieden, verschiedener hätte es nicht sein können. Er selbst war groß und breit gebaut, durch jahrelange harte Arbeit waren seine Muskeln nun hart definiert denn das Leben in den Distrikten war hart besonders wenn man als einzelner eine ganze Familie zu ernähren hatte. Seine Haare waren dunkel und die Haut, durch die Tatsache, dass er die meiste Zeit des Tages draußen verbrachte braun gebrannt. Faye hingegen war einen Kopf kleiner als er und zierlich gebaut. Ihr Haar war lang und blond. Nur ihre Augen waren in einem ähnlichen Ton wie Sams: nämlich blaugrau. Der Tribut nahm schließlich die Hände vom Gelände, denn durch dessen Kälte waren seine Hände nun auch eiskalt geworden. So viele Gedanken hetzten ihm durch den Kopf, so viele Alarmglocken klingelten in seinem Inneren doch er ignorierte es einfach. So atmete er einfach tief ein und stieß die Luft dann umso langsamer wieder aus. Er rieb seine Hände an seiner Hose ab bevor er sie einfach auf seine Oberschenkel legte. "Nun gut, also ich bin der Meinung, dass sich mindestens zwei Gruppen bilden werden. Die einen werden sich um Damian und Silver scheren. Sie sind es auch denen ich mich anschließen werde. Die anderen werden sich entweder um die Karrieros aus Distrikt 2 scheren oder versuchen sich alleine durchzukämpfen. Dadurch steigt das die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Karrieros gegenseitig umbringen, denn füreinander sind sie die größten Feinde. Wenn du die Hungerspiele in den letzten Jahren brav verfolgt hast, müsstest du wissen, dass das größte Blutbad am Füllhorn stattfinden wird und das ist unsere Chance. Auf dich wird niemand achten, du bist klein und unauffällig .Du wirst dir Proviant holen können. Du wirst dir einen besseren Überblick über die Lage verschaffen können als ich und wenn es nachts ist werden wir sie zusammen umbringen können. Vergiften wird das einfachste sein. Und danach werden wir zusammen weiterziehen können. Ich weiß nicht ob dieser Plan gut ist, doch es gibt viele giftige Pflanzen und ich habe gesehen, dass du dich sehr damit beschäftigt hast. Ohne dich werde ich diesen Plan nicht durchziehen können. Ich habe nie wirklich gelernt welche Pflanzen essbar sind und welche nicht, das hat meine Schwester gemacht. Ich war arbeiten und jagen, jetzt weißt du in was du mir wohl überlegen sein wirst." erzählte er was er sich gedacht hatte und warum er Faye unbedingt brauchte. Sam wandte den Kopf zu dem blonden Mädchen und sah ihr in die Augen. "Irgendetwas verbesserungswürdiges oder unverständliches? Du hast Vorteile. Du bist von niemandem begehrt außer mir. Du wirst dich quasi unsichtbar machen können. Ich nicht "

(Tut mir leid, dass ich solange nichts mehr von mir hören lassen habe aber jetzt bin ich wieder da und zwar aktiv)
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BeitragThema: Re: If we burn - you burn with us   Sa Dez 12, 2015 4:45 pm

(Ist schon gut, jeder hat mal keine Zeit. Aber schön, dass du dann jetzt wieder aktiv da bist und Zeit zum Posten hast :) )

Faye lauschte aufmerksam den Worten von Sam, während sie ihren Kopf währenddessen in seine Richtung drehte und ihn anblickte. Sein Plan klang interessant und auf den ersten Blick könnte er sogar funktionieren. Dennoch ratterten die Gedanken der Blonden und sie blickte anschließend einige Momente lang einfach ins Nichts. Nur aus den Augenwinkeln bemerkte sie seine Bewegungen, reagierte jedoch nicht wirklich darauf. Ihre Gedanken galten vielmehr dem Plan und allem drum herum. Der Plan war vielleicht in seinen Grundmauern gut, aber keinesfalls ausgereift genug für die Arena, wie Faye fand. Und sie mussten bereits übermorgen in die Arena. Morgen war auch kaum mehr Zeit, um noch irgendetwas zu besprechen, denn morgen mussten sie sich schließlich noch dem Interview stellen und anschließend etwas vorführen für die Bewertung. Und wie sich Faye darauf freute – nämlich gar nicht. Über diese nichtigen Dinge würde sie sich allerdings  keine oder lediglich später Gedanken machen, im Moment war es wichtiger, sich mit dem Plan auseinander zu setzen.
Es war wirklich gar nicht so dumm, aber wahrscheinlich mussten sie daran noch etwas arbeiten.
Erst nachdem weitere Sekunden verstrichen waren, bemerkte Faye, dass sie ja noch gar nichts dazu gesagt hatte, und nickte schließlich vorerst nur leicht.
“Dieser Plan klingt… interessant. Ich denke, wir müssen an einigen Details dennoch ein wenig arbeiten und habe auch noch ein paar Fragen.“ meinte sie schließlich nachdenklich und lehnte sich schließlich wieder an das Geländer, während sie ihren Kopf in seine Richtung dreht. “Also…wie willst du den Anderen Gift einflößen? Es gibt schließlich viele verschiedene Möglichkeiten, die einfachsten sind über Verletzungen, wenn wir also zum Beispiel einfach an eine Waffe etwas Gift träufeln, und über die Nahrung. Bei beiden Varianten müssen wir aber nah genug an sie heran kommen oder gut genug zielen können. Doch denk auch darüber nach, dass wir keine Ahnung haben wie die Arena aussehen wird. Was, wenn es überhaupt keine giftigen Pflanzen in der Arena gibt? Das kannst du schließlich nicht voraussetzen, also wie sieht dein Plan dann aus? Und wie wollen wir uns verständigen? Wenn du vorerst bei den Karrieros bleibst und ich mir anderswo einen Überblick verschaffe, verlieren wir uns schließlich aus den Augen. Wie willst du mich also dann in der Nacht finden? Außerdem werden wir zur Verteidigung auch Waffen brauchen. Wie beschaffen wir die uns? Proviant würde ich ja dann holen, aber wirst du dir mit den Karrieros Waffen verschaffen oder wie  hast du dir das gedacht?“ fing sie schließlich einfach an und biss sich nach diesen vielen Fragen auf die Unterlippe, da sie zwar noch genau zwei Fragen hatte, aber nicht genau wusste wie sie diese stellen sollte. Am besten wäre es wohl einfach direkt zu fragen. Ihr Blick glitt dabei dennoch leicht nachdenklich in die Ferne und sie runzelte ihre Stirn einen kleinen Moment. Tatsächlich beschäftigten sie diese beiden Fragen am meisten, auch wenn die anderen im Moment wohl viel wichtiger waren. “Zwei Fragen habe ich noch.. also was hast du vor, sollte einer von uns vorher sterben? Wir können deinen Plan nicht einzeln umsetzen, da wir beide dafür gebraucht werden. Und dann noch… Naja, was sieht der Plan vor, wenn wir es wirklich schaffen sollten? Wenn wir es schaffen und alle anderen Tribute außer uns tot sein sollten, dann ist diese Hölle immer noch nicht überstanden. Die Spiele enden erst, wenn nur noch ein Tribut übrig ist. Also?“
Ihre Stimme wurde während ihrer letzten Frage ein wenig leiser, schnell hatte sie sich jedoch wieder gerafft und schaffte es sogar, ihren Blick wieder auf ihn zu lenken. Sie konnte nicht leugnen, dass diese Frage sie tatsächlich am meisten beschäftigte, aber das war nun einmal einfach der Fall. Sie hatte keine Sorge, von irgendjemand anderem getötet zu werden – auch wenn sie natürlich nicht wollte, dass dadurch sein Plan scheiterte – aber tatsächlich machte es ihr zu schaffen, dass er sie genauso gut töten könnte. Es war seltsam, wieso sie dies plötzlich so beschäftigte. Ohne es wirklich zu bemerken, schüttelte sie den Kopf ein wenig um diese Gedanken loszuwerden.
Viel wichtiger waren doch die anderen Dinge. Zum Beispiel ihr Wissen über giftige Pflanzen. Es stimmte, sie hatte sich hier wirklich sehr mit diesen beschäftigt, doch das war nicht wirklich alles. Hier waren natürlich allerhand giftige Pflanzen aufgeführt, viel mehr als bei ihr zuhause, aber mit denen bei sich zuhause kannte sie sich sogar noch besser aus. Ihr Bruder hatte sie über all dies aufgeklärt, viel wichtiger und interessanter war wohl aber, dass sie gegen die Gifte in ihrem zuhause mittlerweile immun war. Es klang seltsam, war aber wahr. Ihr Bruder und sie hatten schon sehr früh darüber nachgedacht, wie sie diesem Wahnsinn denn entkommen konnten, hatten irgendwann aber auch beschlossen, sich selbst nie die einfache Chance zu geben sich zu vergiften. Also hatten sie angefangen, die Gifte dieser Pflanzen zu entnehmen und Gegengifte dafür herzustellen. Und anschließend, hatten sie sich die Gifte selbst injiziert. Das klang ziemlich absurd und verrückt, aber wenn man dies täglich wiederholte, wurde der Körper irgendwann immun dagegen. Natürlich brauchte man auch die richtige Menge und durfte sich selbst immer nur so viel verabreichen, dass es nicht lebensgefährlich wurde. Andernfalls hätten sie aber auch immer noch das Gegengift gehabt. Als ihr Bruder schließlich in den Spielen starb, war die Versuchung für Faye groß, sich einfach Gift zu verabreichen um ihr Leben zu beenden. Ob sie dies wirklich getan hätte war fraglich, aber ihr Bruder hatte sie in gewissem Sinne auch davor gerettet, denn schließlich konnte ihr das Gift ihrer Heimat durch ihn nichts mehr anhaben. Schädliche Folgen hatte es für sie selbst nicht gehabt, da sie es schließlich immer über Wunden injiziert hatten und es daher und durch die bestimmte Menge auch nichts an ihr verätzen konnten. Aus einer Erzählung ihres Mentors wusste Faye allerdings, dass dies beim Präsidenten anders war und er durch übermäßige Zunahme von Gift schon vollkommen krank war. Nun, das war dann wohl einfach nur dumm, da man ja sah, dass es auch anders ging.
Faye bemerkte in ihren Gedanken kaum, dass sie ihn wohl die ganze Zeit anstarren musste, wandte ihren Blick daraufhin jedoch bald wieder ab und blickte auf das Geländer. Möglicherweise sollte sie ihm diese Tatsache nicht verschweigen, aber irgendwas in ihr hinderte sie zeitgleich daran es ihm zu erzählen. Vielleich würde er es ja noch später von ihr erfahren. Im Moment war der Plan jedoch wichtiger. Während Faye ihre Lippen zu einem schmalen Strich presste, konzentrierte sich die Blonde schließlich wieder genau darauf und wartete einfach seine Worte ab.

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BeitragThema: Re: If we burn - you burn with us   Sa Dez 12, 2015 6:02 pm

Sam nickte nur kaum merklich und legte beide Hände wieder um das Gitter. Sein strahlend weißes Lächeln war einem nachdenklichem Ausdruck gewichen. Ja, er selbst musste wohl am besten wissen ,dass sein Plan noch ausbaubar war. Ja er war noch nicht ausgereift, ja man musste wohl noch etwas ändern und genau in dieser Sekunde arbeitete sein Gehirn auf Hochtouren auf der Suche nach einer besseren Idee, nach einem besseren Plan. Vielleicht würde ihm ja noch etwas supergutes einfallen. Er war so konzentriert, dass er im ersten Moment überhaupt nicht merkte, dass Faye mit ihm sprach. Er fuhr sich durch das Haar während sein Gehirn versuchte die ganzen Fragen zu verarbeiten welche das blonde Mädchen aus Distrikt 10 ihm gerade stellte. "Stop, nicht so schnell!" warf er ein und schloss für einen Moment die Augen. "Vielleicht müssen wir uns ja überhaupt nicht aufteilen..." gab er von sich. "Ich glaub ich hab gerade eine bessere Idee!" stieß er einen Moment später aus und sprang vom Geländer. Er drehte sich zu Faye. "Du kannst die während dem Kampf am Füllhorn in der Nähe verstecken und musst dann in unserer Nähe bleiben. Du kannst währenddessen vielleicht sogar Giftpflanzen sammeln. Ich werde dich dann finden und dich  mit zu anderen nehmen. Ich werde sagen, dass ich dich nicht getötet habe weil du uns hilfreich sein kannst, schließlich wirst du auf jeden Fall unverletzt bleiben im Gegenzug zu anderen. Wenn du pfeifen kannst, würden wir uns sogar verständigen und auch finden können, wenn wir uns nicht sehen" Fragend sah er Faye an. Diese Planänderung hielt er selbst für besser. Jetzt zählte nur noch ihre Meinung. "Wir könnten ihnen das Gift einflößen während sie schlafen, oder was meinst du? Waffen werde ich besorgen, darüber musst du dir keine Sorgen machen und falls ich bei dem Versuch sterbe wirst du dich wohl oder übel alleine durchschlagen müssen. " klärte der Tribut zwei Fragen von Fayes Seite aus und schluckte kurz. "Wenn es dort nichts giftiges gibt werden wir uns in der Arena wohl etwas anderes einfallen lassen müssen, schließlich bin ich auch kein Hellseher. Aber irgendetwas giftiges gab es bisher ja eigentlich immer, es muss ja amüsant bleiben für unsere geliebten Zuschauer." Von Wort zu Wort hatte sich Sams Miene wieder verändert. Er sah wieder vollkommen ernst drein. Kein Zucken der Mundwinkel, kein Strahlen in den blauen Augen, nein sein Gesicht war neutral. "Und wenn wir es wirklich schaffen und zwar beide, wenn wir beide die letzten in der Arena sind, dann... Ich werde dich nicht töten, Faye. Ich bezweifle auch, dass mich in dieser Situation töten wollen würdest. Wir sind nicht gezwungen uns gegenseitig zu töten. Das Kapitol kann uns zu nichts zwingen. Es kann abwarten ja, die Spielmacher können alle möglichen Gefahren auf uns hetzen aber egal was sie versuchen ich werde rebellieren und dich nicht umbringen. Dem kannst du dir sicher sein...Faye..." Bei seinen letzten Worten sah er direkt in die Augen des jungen Mädchens. Er war und würde keine Spielfigur sein. Sie beide, Faye und ihr würden ihnen zeigen, dass sie nichts zu bestimmen hatten. Sie würden es nicht schaffen seinen Willen zu brechen, egal wie sehr sie es versuchen würden. "Die Hungerspiele laufen nach den Regeln der Tribute, nicht nach denen der Spielmacher. Wenn alle Tribute sich nicht gegenseitig umbringen würden, würden sie nichts machen können. Aber mit Leuten wie den Karrieros die nur da sind um zu töten wird dies nie klappen. Ich meine guck dir Silver und Damian an. Die weiblichen Karrieros sind ja noch in der Lage sich an Jungs ran zu machen...
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BeitragThema: Re: If we burn - you burn with us   Sa Dez 12, 2015 7:58 pm

Faye seufzte leise, als er sie schließlich bat zu stoppen und langsamer zu sprechen, und sah entschuldigend zu ihm hinüber. “Entschuldige… das musste ich nur gerade fragen..“ meinte sie noch leise, ehe er plötzlich vom Geländer abstieß und runtersprang, bevor er sich in ihre Richtung drehte. Ein wenig überrascht war Faye schon über seinen plötzlichen Einfall, ließ es sich jedoch nicht anmerken und lauschte anschließend aufmerksam seinen Worten.  Währenddessen stieß auch sie sich nun vom Geländer ab und drehte sich in seine Richtung. Man konnte Faye deutlich ansehen, wie sie über diesen Plan nachdachte und wie ihre Gedanken kreisten. Dieser Plan war tatsächlich besser durchdacht, doch irgendetwas wollte Faye noch immer nicht daran gefallen. Auch Sams weitere Antworten auf ihre anderen Fragen hörte sich die Blonde an und wartete bis er verstummte, ehe sie schließlich ebenfalls wieder das Wort ergriff.
„Nun… ich finde die Planänderung schon etwas besser, aber etwas dabei stört mich noch ein wenig. Ich zweifle daran, dass Silver und Damian mich am Leben lassen würden. Versteh das nicht falsch, es könnte klappen, wenn du sie überreden kannst.. aber es muss nicht funktionieren. Gerade Silver scheint einen ziemlichen Hass auf mich zu haben und würde einen solchen Moment sicher ausnutzen. Aber Moment… was hältst du davon, wenn ich diesem Plan schon folge, bis auf die Tatsache, dass ich mich euch nicht anschließe? Also ich schnappe mir Proviant und verstecke mich anschließend in der Nähe, während die anderen noch beim Füllhorn sind. Sobald ihr euch schließlich vom Füllhorn entfernt, folge ich euch unauffällig und so lange wie möglich. Wenn möglich, sammle ich auch Giftpflanzen oder Ähnliches. Du musst dann nur sicherstellen, dass du die Nachtwache übernehmen kannst. Sobald die anderen schlafen, gehst du euren Weg zurück und machst dich bemerkbar, pfeifst oder machst sonst was, damit ich auf dich aufmerksam werde und dich dann finden kann. Oder eben andersherum, Hauptsache wir finden einander dann wieder.“ meinte sie schließlich und stoppte einige Augenblicke. Kurz atmete sie ruhig durch und schloss ihre Augen einen Moment, ehe sie leicht nickte.
“Ja, es wird wohl die beste Lösung sein, ihnen es einzuflößen während sie schlafen. Und sollten wir wirklich nichts Giftiges finden, müssen wir uns wirklich etwas anderes einfallen lassen, aber das könnten wir ja zur Not auch entscheiden, wenn wir uns dann nachts treffen. Und selbst wenn es eine offene Arena sein sollte und ich euch nicht aktiv folgen kann, werde ich euch sicher finden. Die Karrieros sind ja dafür bekannt, nicht gerade am leisesten und vorsichtigsten vorzugehen.“ sagte sie schließlich und betrachtete ihn einen Moment, während ihr Blick sich ruhig hinauf in seine Augen brannte. Er gab ihr hier gerade sein Wort, sie nicht zu töten. Einen Moment lang wirklich sprachlos nickte sie anschließend, bevor sie leise schluckte und ihren Blick einen Moment lang abwandte. Im nächsten Moment hob sie ihren Kopf jedoch schon wieder und blickte ihm erneut in die etwas dunkleren Augen. “Danke. Ich hatte noch nie vor, dich zu töten, und habe es auch nicht jetzt. Und sollten wir es wirklich beide schaffen, dann hast du mein Wort, dass ich dich nicht töten werde. Wenn sie Gefahren auf uns hetzen, dann werden wir beide rebellieren, da kannst du dir sicher sein, Sam.“. Aufrichtig und ehrlich blickte sie ihm die ganze Zeit über in die Augen, während das erste Mal wieder ein ehrliches und leichtes, wenn auch kaum erkennbares, Lächeln ihre Lippen schmückte. Zusammen hatten sie tatsächlich eine Chance, dies überleben zu können und dem Kapitol zu zeigen, dass nicht jeder nach ihren Pfeifen tanzt.
Sobald Faye die positive Regung in ihrem Gesicht jedoch bemerkte, die ihr Lächeln ausdrückte, unterdrückte sie diese schnell und drehte sich schließlich wieder von ihm weg. Kurz legte sie ihre Unterarme erneut auf dem Geländer ab, während sie sich dann leise räusperte. “Also… was hältst du von diesem Plan? Und müssen wir sonst noch etwas besprechen?“ fragte sie schließlich noch und blickte kurz über ihre Schulter zu ihm zurück, bevor sie noch einmal über die Dächer des Kapitols blickte.

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BeitragThema: Re: If we burn - you burn with us   Di Dez 15, 2015 4:43 pm

Sam machte einen Schritt zum Gelände hinüber und lehnte sich an dieses. Die kalten Eisenstäbe drückten sich ihm in den Rücken, doch es störte ihn nicht weiter. Stattdessen legte er seine Finger um dieses und sah zu Faye hinüber während sie ihre Idee in Worte fasste. Er nickte zwischendurch ein paar Mal. Ja, sie hatte Recht. Selbst ein Blinder würde merken, dass Silver und Faye niemals miteinander klarkommen würden, wie konnte er dann glauben, dass Silver Faye in ihrer Gruppe dulden würde? Sam seufzte und fasste sich an den Kopf. "Ja du hast Recht. Es ist wohl besser wenn ihr beiden euch nicht in die Quere kommt, schließlich sollten wir kein unnötiges Risiko eingehen" sprach er zustimmend. Ja der junge Mann hatte in letzter Zeit nicht nur einmal gemerkt, dass Silver ein sehr eifersüchtiger Mensch war. Nicht umsonst prahlte sie mit ihrer Stärke und Schönheit. Da sie einfach eifersüchtig war, musste sie etwas finden mit dem andere eifersüchtig machen konnte. Sam hatte viel Zeit mit ihr und Damian verbracht und wenn Blicke töten könnten, dann würden diese Hungerspiele definitiv nicht stattfinden. "Ein bisschen leid kann sie einem ja tun mit ihrer krankhaften Eifersucht, aber sie meint ja auch sich hier an mich ranschmeißen zu können. So etwas muss ich mir einfach zunutze machen" fügte er danach noch hinzu und streckte sich kurz. Silver hatte ihm erzählt, was für ein Männerschwarm sie in ihrem Distrikt war. Bei ihrem Aussehen war das aber irgendwie verständlich. Für die meisten Männer war Silver wohl vom Aussehen her eine wahre Traumfrau, aber Sam hatte keine Zeit sich noch mehr mit diesem Thema zu beschäftigen, schließlich waren die Hungerspiele dazu da um die Zuschauer zu unterhalten du nicht dazu da um Leute miteinander zu verkuppeln. "Dann würde ich sagen, dass wir ab jetzt ein Team sind, hm?" Breit grinsend blickte der junge Mann Faye an und hielt ihr die Hand hin, damit sie einschlagen konnte. "Wegen morgen...Du weißt, dass viele Punkte die Möglichkeit vergrößern viele und gute Sponsoren zu erlangen. Hast du eine Stärke beziehungsweise einen Plan deswegen?" wollte er wissen. Er selber hatte deswegen ja noch ein Ass im Ärmel, denn seine stärkste Disziplin würde er morgen vorführen. Erst in der Arena würde manche erfahren was er wirklich für Stärken hatten, denn beim Training hatte er ja nur an seinen Schwächen gearbeitet beziehungsweise versucht neue Dinge dazu zu erlernen.
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